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Maria holds her son Isaac under the overpass at Chamelecón, along with hundreds of others her house was washed away and she lost all her belongings. Hurricanes Eta and Iota hit hard on the north coast of Honduras, leaving some areas flooded for three weeks, destroying people's furniture, belongings, vehicles and houses as well as standing crops.

Maria und ihr Sohn suchen Schutz unter einer Brücke in Chamelecón, nachdem ihr Haus und die Häuser zahlreicher ihrer Nachbarinnen und Nachbarn weggespült wurden und sie ihren gesamten Besitz verloren haben. Die Wirbelstürme Eta und Iota haben an der Nordküste Honduras schwere Verwüstungen angerichtet. Einige der Gebiete waren drei Wochen lang überschwemmt und haben das gesamte Mobiliar, den Besitz, Fahrzeuge, Häuser und auch die anstehende Ernte zerstört.

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„Lasst uns gemeinsam Einfluss darauf nehmen, wie Geld zur Bekämpfung der existenziellen Bedrohungen durch den Klimawandel investiert wird“, sagte der geschäftsführende ÖRK-Generalsekretär Priester Prof. Dr. Ioan Sauca anlässlich der Veröffentlichung des Aufrufs. „Es geht um das Geld der Familien, der Kirchen, der Unternehmen, der Staaten. Wir brauchen jeden Menschen, der diesen Schritt für eine nachhaltige Zukunft unserer Kinder geht.“

Die Ergebnisse des letzten, am 4. April veröffentlichten IPCC-Berichts bestätigen auf dramatische Weise, wie kritisch die Situation inzwischen ist. Dieser gemeinsame Aufruf fordert deshalb alle Finanzdienstleister auf, unmittelbare und effektive Maßnahmen zu ergreifen, um aus der Finanzierung fossiler Energien auszusteigen und in nachhaltige Energien und Forschungen für Klimalösungen zu investieren.

„Entsprechend bekräftigen wir, die unterzeichnenden Organisationen, unsere Verpflichtung zur Zusammenarbeit mit den Finanzinstitutionen aus den Branchen Banken, Investment und Versicherungen, um sicherzustellen, dass unsere Finanzgeschäfte mit dem Ziel des Pariser Abkommens vereinbar sind, die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen“, heißt es in dem Aufruf. „Wir werden unsere Altersversorgung, unsere Bankgeschäfte,  unsere Versicherungen und andere Finanzdienstleistungen überprüfen und eine evidenzbasierte Rechenschaftspflicht als moralisches Gebot und Verantwortung gegenüber unseren Kindern und dem Leben einfordern.“

Der Aufruf fordert alle Finanzdienstleister auf, „Öl- und Gaskonzerne zu veranlassen, alle neuen Entwicklungs- oder Expansionsprojekte zu beenden ... dies gilt besonders für alle diese Projekte in der Arktis ... und sich der von den Vereinten Nationen einberufenen Net Zero Asset Owner Alliance und je nach involvierten Finanzinstitutionen weiteren Bündnissen der Banken- und/oder Versicherungsbranche anzuschließen, falls sie noch kein Teil davon sind.“

Der Text schließt mit einer Einladung an alle „Mitglieder unserer Gemeinschaften und an alle Partner, diesem Vorbild zu folgen, so dass wir gemeinsam den Worten konkrete Taten folgen lassen und selbst den Wandel bewirken, den wir fordern.“

UN-Generalsekretär António Guterres begrüßte diese Initiative. „Viel zu lange hat der Finanzdienstleistungssektor die weltweite Abhängigkeit von fossilen Energieträgern erst ermöglicht“, sagte er. „Jetzt ist es Zeit für die Finanzbranche, den Umstieg auf erneuerbare Energien zu forcieren. Sie haben die Macht – und die Verantwortung“, sagte Guterres. „Der wissenschaftliche und der moralische Imperativ sind eindeutig: Es darf keine neuen Investitionen in die weitere Nutzung fossiler Brennstoffe geben, dazu gehören Produktion, Infrastruktur und Exploration.“

Guterres fügte hinzu: „Dieses Jahr müssen alle privaten Finanziers damit aufhören, in den gesamten Kohlesektor zu investieren, vom Bergbau bis zur Stromerzeugung, und die erneuerbaren Energien aktiv finanzieren. Personen, Gemeinschaften und glaubensgeleitete Organisationen haben die erforderlichen Einflussmöglichkeiten, um diesen Wandel zu vollziehen. Ich begrüße diese wichtige glaubensgestützte Initiative.“

Alle Partner, Organisationen und Bürgerinnen und Bürger, denen Kinder am Herzen liegen, werden aufgefordert, diese Erklärung zu unterstützen, indem sie an churchesforchildren@wcc-coe.org schreiben und über gemeinsame Ressourcen informieren. Am 20. Mai und 15:00 Uhr MESZ findet ein Seminar über Kapazitätsaufbau im Kontext der in der Erklärung vorgeschlagenen Aktionen statt.

Lesen Sie die vollständige Erklärung hier:

Anmeldung zum Seminar

ÖRK-Veröffentlichungen„Cooler Earth – Higher Benefits. Actions by those who care about children, climate and finance"

Den Klimawandel stoppen - Brief an Finanzdienstleister (Vorlage zur Anpassung)
 

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A young man carries chickens he has rescued from the La Reina landslide.

Ein junger Mann bringt seine Hühner in Sicherheit, die er in La Reina vor dem Erdrutsch gerettet hat. Am 24. November 2020 kam es infolge der Tropenstürme Eta und Iota nach schweren Regenfällen zu einem massiven Erdrutsch in La Reina, Protección, Santa Barbará, Honduras. Schätzungen zufolge wurden 280 Häuser unter der Schlammlawine begraben. Eine komplette 30 Hektar große Kaffeeplantage verschwand vollständig. Die Einwohner und Einwohnerinnen wurden durch ein lautes unterirdisches, aber auch aus den Bergen kommendes Grollen aufgeschreckt und konnten unmittelbar vor dem Erdrutsch noch im Dunkeln ihren Ort verlassen, so dass es keine Toten gab. Die Region um Santa Barbará kam auch in den Wochen nach den Hurrikans nicht zur Ruhe, und es gab hunderte weitere Erdrutsche.

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