In einem Schreiben an UN-Generalsekretär António Guterres hat ÖRK-Generalsekretär Pastor Prof. Dr. Jerry Pillay betont, dass die Vereinten Nationen aus einer Vision für Gerechtigkeit, Frieden und internationale Zusammenarbeit entstanden sind, die auch heute noch genauso so aktuell ist. Der Brief erinnert an die gemeinsame Geschichte des ÖRK und der UN und weist darauf hin, dass der ÖRK zu den ersten Nichtregierungsorganisationen gehört hat, die bei den Vereinten Nationen einen konsultativen Status bekommen haben.
Die Botschaft ging ebenfalls auf die Beratungen des ÖRK-Zentralausschusses ein, der im Juni 2025 in Johannesburg getagt hat. Dort haben die Kirchenleitenden über das Vermächtnis der Weltkonferenz für praktisches Christentum 1925 in Stockholm reflektiert, die ein wegweisender Meilenstein war und alle Menschen christlichen Glaubens in die Verantwortung nahm, sich für Frieden, Gerechtigkeit und die Achtung des Völkerrechts einzusetzen. Einhundert Jahre danach erhält dieser Aufruf angesichts der Vielzahl der Krisen, die die Menschheit und den Planeten gefährden, eine besondere Aktualität.
Der Brief zitiert eine vor kurzem veröffentlichte Erklärung des ÖRK-Zentralausschusses, in der es heißt, „dass die Zusammenarbeit zwischen den Ländern und Völkern der Welt noch nie so dringend und zwingend notwendig war wie heute.“ Damit wird die Überzeugung des ÖRK bekräftigt, dass die multilaterale Zusammenarbeit das einzig geeignete Mittel ist, weltweite Herausforderungen zu bewältigen. Ebenso wird die Rolle der Vereinten Nationen als führende Institution weltweit für eine solche Zusammenarbeit hervorgehoben.
„Anlässlich des 80. Jahrestages der Gründung der Vereinten Nationen und des hundertsten Jahrestages der Stockholmer Konferenz“, so schreibt Pastor Prof. Dr. Pillay, „bekräftigt der Ökumenische Rat der Kirchen seine fundamentale Verpflichtung zu einer multilateralen Zusammenarbeit und bietet eine erneuerte Partnerschaft an, um in der heutigen von Leid geprägten Welt gemeinsam für Frieden, Menschenrechte, Entwicklung und Nachhaltigkeit zu arbeiten.“
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