Der ÖRK-Zentralausschuss leitete offiziell die Ökumenische Dekade der Klimagerechtigkeit (2025-20234) ein und forderte den ÖRK-Generalsekretär auf, diese Dekade innerhalb des umfassenderen programmatischen Rahmens des Pilgerwegs der Gerechtigkeit, der Versöhnung und der Einheit umzusetzen. Der ÖRK-Zentralausschuss forderte den Exekutivausschuss ebenfalls auf, den laufenden Prozess besonders im Licht der finanziellen Auswirkungen und im Hinblick auf programmatische Kohärenz zu analysieren.
Im Zusammenhang zum Bericht der Arbeitsgruppe zu Palästina und Israel hat der ÖRK-Zentralausschuss abgesehen von anderen Empfehlungen erklärt, dass der ÖRK einen Beitrag zur Änderung des internationalen Narrativs leisten müsse, indem er in seiner Kommunikation auf die Realität einer 76-jährigen Unterdrückung des palästinensischen Volkes hinweist und aktiv auf den Imperativ des Friedens und der Selbstbestimmung eines unterdrückten Volkes, basierend auf dem Völkerrecht sowie religiösen und moralischen Verpflichtungen, hinweist.
Der ÖRK-Zentralausschuss hat ebenfalls entschieden, dass die Advocacy-Arbeit und die Aktionen des ÖRK darauf abzielen müssen, die Rechenschaftspflicht und die Durchsetzung bewährter Grundsätze des Völkerrechts zu fördern, besonders im Hinblick auf Verstöße gegen die Menschenrechte, Diskriminierung, Besetzung, ethnische Säuberungen, Apartheid, das Recht auf Rückkehr und den Schutz der Zivilbevölkerung.
Das ÖRK-Leitungsgremium forderte die Einrichtung eines globalen Forums für die Freiheit und Selbstbestimmung unterdrückter Völker mit dem Fokus auf dem palästinensischen Volk.
Das Leitungsgremium wird ebenfalls mit der bisherigen ÖRK-Politik der Sanktionierung von Produkten aus illegalen Siedlungen fortfahren. Gleichzeitig hat der Zentralausschuss dazu ermutigt, die Arbeit jüdischer und palästinensischer Bürger und Bürgerinnen zu unterstützen, die Widerstand gegen die israelischen Angriffe auf Palästinenser und Palästinenserinnen leisten.
Der ÖRK-Zentralausschuss hat einen Vorschlag über eine Konferenz für Weltmission und Evangelisation im Jahre 2028 genehmigt und den ÖRK-Exekutivausschuss ersucht, die Mittelbeschaffung zu beaufsichtigen und gegebenenfalls die Pläne anzupassen. Das ÖRK-Leitungsgremium forderte ebenfalls, dass die Konferenz einen Beitrag zum Pilgerweg der Gerechtigkeit, der Versöhnung und der Einheit sowie zur Theologie der Wegbegleitung leisten solle.
Das ÖRK-Leitungsgremium forderte die ÖRK-Mitgliedskirchen auf, von den „besten Praktiken“ Gebrauch zu machen, die vom Ökumenischen Aktionsbündnis des ÖRK von und für Menschen mit Behinderungen bereitgestellt werden.
Im Hinblick auf die längerfristige Planung hat das ÖRK-Leitungsgremium eine umfassende Neuausrichtung der programmatischen Arbeit des ÖRK empfohlen, wobei zu berücksichtigen ist, dass die Arbeit des ÖRK auch als Arbeit der ÖRK-Mitgliedskirchen, der kirchlichen Dienste und Werke des ÖRK und des ÖRK-Sekretariats angesehen werden kann. Zu den Empfehlungen gehörte ebenfalls die Einsetzung eines Finanzierungsberatungsmechanismus vor und während der 12. Vollversammlung.
Erfahren Sie mehr über die programmatische Arbeit des ÖRK
Bericht des Programmausschusses, 2025