Ob wichtige Veranstaltungen wie die Sechste Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung, die Teilnahme an globalen Konferenzen wie der COP30 oder die Eröffnung von Möglichkeiten für junge Erwachsene, gehört zu werden – die ÖRK-Kommunikationsabteilung hat dafür gesorgt, dass Menschen mit Hilfe kohärenter Narrative, zugänglicher Ressourcen und einer koordinierten Kommunikation auf weltweiter Ebene die Möglichkeit hatten, Meinungen auszutauschen, Standpunkte zu interpretieren und Kontakte zu knüpfen.
ÖRK-Nachrichten: Was wurde am häufigsten gelesen?
2025 haben mehr als eine Million Menschen weltweit die ÖRK-Website besucht.
Der ÖRK hat 900 Online-Nachrichten veröffentlicht und jeden Monat im Durchschnitt 75 Geschichten produziert und damit umfassend und in zahlreichen Sprachen über die Governance-Arbeit des ÖRK, seine Programme und die weltweite Gemeinschaft berichtet. Die Nachrichten des ÖRK wurden an die Medien und Abonnenten geschickt und ebenfalls in den sozialen Medien veröffentlicht.
Die höchste Anzahl von Aufrufen erreichte die Eröffnung des Bewerbungsverfahrens für Studiengänge am Ökumenischen Institut von Bossey. Ebenfalls großes Interesse fanden im Jahre 2025 die ÖRK-Nachrichten zur Gebetswoche für die Einheit der Christen, die Verurteilung eines Drohnenangriffs in Äthiopien durch den ÖRK und die Forderung des ÖRK-Zentralausschusses nach der Beendigung der Apartheid, der Besetzung und der Straffreiheit für Verbrechen in Palästina und Israel.
Soziale Medien: zunehmende Sichtbarkeit
2025 haben sich die vom ÖRK genutzten sozialen Medien zunehmend als Informationsquelle etabliert und Instagram als den wichtigsten Kanal für junge Erwachsene bestätigt.
Über besondere wichtige Events während des Ökumenischen Jahrs 2025 wie die Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung, die Internationale Konferenz des ÖRK in Berlin gegen Rassismus und für eine ökumenische Vision sowie die Konferenz zum 100-jährigen Jubiläum der Weltkonferenz für praktisches Christentum in Athen wurde in den sozialen Medien umfassend berichtet. Dies zeigt die zunehmende Effektivität inklusiver und hybrider Kommunikationsstrategien. Neben traditionell schriftlich verfassten Inhalten und plattformspezifischen Posts in den sozialen Medien gab es während der gesamten Veranstaltungen Gespräche mit Gastrednerinnen und -rednern in Live-Camera-Übertragungen, die für eine hohe Online-Beteiligung gesorgt haben.
25. Oktober 2025, Wadi El Natrun, Ägypten: Zipporah Mwaura aus Kenia hält eine Predigt während der Morgenandacht auf der Sechsten Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung, die vom 24. bis 28. Oktober unter dem Motto “Welchen Weg nun zur sichtbaren Einheit” in Wadi El Natrun, Ägypten stattfand.
Die im Juli und August über den Ökumenischen Internationalen Tag der Jugend veröffentlichten Nachrichten erzielten die größte Zahl von Besuchen auf der Website und in den sozialen Medien im Kontext einer auf junge Erwachsene zielenden Kommunikation. Dieser Content konnte das Momentum einer im Vorfeld koordinierten Initiative in den sozialen Medien unter Einbindung der globalen Kanäle und Partner des ÖRK nutzen und besonders von einer intensiveren Zusammenarbeit und stärkeren gemeinsamen Sichtbarkeit profitieren.
Ansprache junger Erwachsener
Auf der Website des ÖRK erhielten Nachrichten über die Sechste Weltkonferenz und das theologische Studienprogramm GETI allein im Oktober 2025 mehr als 14.000 Seitenaufrufe und waren damit weitreichenstärkste Kommunikation des Jahres auf allen ÖRK-Plattformen. Insgesamt erreichten diese Nachrichten damit eine ausgezeichnete Sichtbarkeit, Ansprache und Medienreichweite.
Die ÖRK-Kommunikationsabteilung hat die Stimmen der GETI-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer in inspirierender Weise zur Geltung kommen lassen. Die Verwendung der sozialen Medien durch den ÖRK war sowohl für die Vorbereitung als auch für die Durchführung von GETI 2025 von entscheidender Bedeutung.
Die Wirkung der ÖRK-Kommunikationspolitik zeigte sich besonders in ihrer Reichweite und Ansprache diverser Zielgruppen, die über die digitalen Ausspielwege erreicht wurden. Analysen von ÖRK-Plattformen zeigten ein gesteigertes Interesse an ökumenischen Inhalten und eine stärkere Interaktion mit Online-Veranstaltungen und Multimedia-Materialien. Qualitatives Feedback von Kirchen, Netzwerken junger Erwachsener und Partnern hat den Wert inklusiver und partizipativer Kommunikationsstrategien bestätigt und eine umfassendere Repräsentation vom Stimmen aus unterschiedlichen Regionen und Traditionen ermöglicht.
Junge Erwachsene der koptisch-orthodoxen Kirche erstellten eine Weltkarte, anhand derer die GETI-Teilnehmenden eingeladen waren, an den Koordinaten ihrer Heimatländer Samen zu pflanzen.
Fallbeispiele sind die Verwendung von Materialsammlungen für Gebete, Bildung, Weiterbildung und Advocacy-Kontexte sowie positive Testimonials von Teilnehmenden an Online-Dialogen und Veranstaltungen wie der Sechsten Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung, GETI, Stockholm 2025, der Ökumenische Internationale Tag der Jugend und die Ausbildung der „Ökumenischen Stimmen der jungen Botschafter und Botschafterinnen“, die neuen Wege für eine stärkere Einbindung junger Menschen eröffnet hat.
Inklusive Kommunikation mit hohem Anspruch
Zu den großen Initiativen 2025 gehörte die Koordinierung hochkarätig besetzter Webinare, GETI, COP30, Online-Dialoge und Symposien zu den Themen Gerechtigkeit, Versöhnung und Ethik im digitalen Zeitalter in Zusammenarbeit mit der WACC, der ACT Alliance und regionalen ökumenischen Netzwerken. Für alle großen Veranstaltungen wurden Übersetzungs- und Dolmetschleistungen für die wichtigsten Sprachen in Anspruch genommen, um die Teilnahme von Mitgliedskirchen weltweit zu ermöglichen. Workshops und interne Weiterbildungsangebote haben Schwerpunktthemen wie inklusive Kommunikation, Geschichten erzählen und digitale Medienkompetenz gesetzt, um die Kapazität des ÖRK-Personals und der Kommunikationsbeauftragten der Kirchen zu stärken.
Strategisches „Storytelling“ und Multimediakampagnen haben ökumenische Errungenschaften und theologische Reflexionen sowie die laufende Arbeit des ÖRK für Frieden, Gerechtigkeit und Menschenwürde in den Fokus gestellt. Die Kommunikationsabteilung unterstützt weiterhin die Gebärdensprache und folgt den Richtlinien für inklusive Sprache, damit möglichst zahlreiche Zielgruppen Zugang haben.
Die Umsetzung der Leitlinien für eine inklusive Kommunikation wurde 2025 fortgesetzt. Während der Tagung des Zentralausschusses in Johannesburg, Südafrika wurde für die gehörlosen Delegierten in Gebärdensprache gedolmetscht. Das Ökumenische Aktionsbündnis von und für Menschen mit Behinderungen (EDAN) hat ebenfalls ein Webinar ausgerichtet, auf dem in Gebärdensprache gedolmetscht wurde.
24. August 2025, Uppsala, Schweden: Bischöfe und Bischöfinnen der Schwedischen Kirche verlassen in einer Prozession die Kirche nach Abschluss eines ökumenischen Gottesdienstes in der Kathedrale von Uppsala unter dem Motto „Zeit für Gottes Frieden“– die leitenden kirchlichen Persönlichkeiten und Gemeindemitglieder aus aller Welt in Gemeinschaft und Andacht zusammenbrachten – anlässlich hundert Jahre nach dem Abschlussgottesdienstes der Konferenz für Praktisches Christentum 1925 in Stockholm unter der Federführung des damaligen Erzbischofs, Nathan Söderblom. Der Gottesdienst bildet den Abschluss einer ganzen Woche ökumenischer Jubiläumsfeierlichkeiten in der schwedischen Hauptstadt Stockholm, die vom 18. bis 24. August 2025 vom Christlichen Rat Schwedens ausgerichtet wurden.
Zunehmendes Medieninteresse
Im Jahre 2025 haben die Medien mit mehr als 7.000 Medienerwähnungen (42 % mehr als 2024) weltweit das zunehmende Interesse an der Arbeit des ÖRK gezeigt. Berichtet wurde über ökumenische Meilensteine, globale Gerechtigkeitsthemen und öffentliche Erklärungen des ÖRK.
Zu den Themen mit der höchsten Aufmerksamkeit in den Medien 2025 gehörten die Sechste Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung sowie weitere Veranstaltungen im Kontext des Nizäa-Jubiläums 2025, die ÖRK-Erklärung des Zentralausschusses zu Israel, die Berichterstattung des UN-Klimagipfels COP30 und die Gebetswoche für die Einheit der Christen. Die Berichterstattung in den Medien war von der Tonalität her neutral oder positiv und bestätigte ein nachhaltiges Interesse sowie unsere Glaubwürdigkeit auch in der Behandlung sensibler und konfrontativer globaler Themen.
Zeitschriften berichten über wichtige Meilensteine
In Jahre 2025 hat die Zeitschrift The Ecumenical Review einen Schwerpunkt auf die Sechste Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung gelegt und eine Ausgabe dem Thema „Welchen Weg nun zur sichtbaren Einheit“ mit Reflexionen zum Thema der Konferenz gewidmet. Auch die International Review of Mission befasste sich umfassend mit der Konferenz und dem Nizäa-Jubiläum und veröffentlichte auf Initiative des verstorbenen Pastors Dr. Peter Cruchley eine Ausgabe zum Thema „Frauen auf dem Konzil von Nizäa“, koordiniert mit dem ÖRK-Programm für den Aufbau einer gerechten Gemeinschaft von Frauen und Männern.
Indigene Volksgruppen aus verschiedenen brasilianischen Regionen blockierten den Eingang, um gegen politische Maßnahmen zu protestieren, die ihren Territorien schaden.
Die Ausgabe von Current Dialogue 2025, die Anfang 2026 erscheinen wird, befasst sich in erster Linie mit dem 60. Jahrestag der Erklärung Nostra aetate des Zweiten Vatikanischen Konzils und ihren Auswirkungen auf die Auseinandersetzung des Christentums mit anderen Religionen in der heutigen Zeit. Eine Ausgabe der Ecumenical Review über das Ökumenische Jahr 2025 ist in Arbeit.
Die Zeitschriften werden im Auftrag des ÖRK im Verlag Wiley veröffentlicht und stehen ebenfalls in der Online-Bibliothek von Wiley zur Verfügung.
Meilenstein-Publikationen
2025 wurden zusätzlich zu den regelmäßigen Governance-Publikationen als besonderer Schwerpunkt weitere Publikationen für die Sechste Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung sowie über das ökumenische Kurzzeit-Studienprogramm mit globaler Ausrichtung veröffentlicht. Als programmatische Ressourcen wurden neue Materialsammlungen und Übersetzungen früherer Dokumente zu Themen wie einem gemeinsamen Datum für das Osterfest, Klima und Klimagerechtigkeit veröffentlicht, wobei der Schwerpunkt auf Kindern, digitaler Gerechtigkeit, HIV, obstetrischen Fisteln und Rechten indigener Völker lag. Von den 29 Publikationen dieses Jahr wurden 16 übersetzt. Zusätzlich zu den Arbeitssprachen des ÖRK erfolgten Übersetzungen in die Sprachen Arabisch, Madagassisch, Hausa und Portugiesisch.
Alle Publikationen wurden ebenfalls auf der ÖRK-Website zur Verfügung gestellt und können als PDF-Dateien heruntergeladen werden, so dass sie einer weltweiten Gemeinde zugänglich sind.
Der Ökumenische Rat der Kirchen m (ÖRK) stellte am 9. April 2025 im Ökumenischen Zentrum in Genf seine neue Publikation „Hope for Children Through Climate Justice: Legal Tools to Hold Financiers Accountable“ (Hoffnung für Kinder durch Klimagerechtigkeit: rechtliche Instrumente, um Finanzakteure zur Rechenschaft zu ziehen) vor und macht Kirchen und Gemeinschaften auf wichtige rechtliche Werkzeuge aufmerksam, um Finanzakteure für ihre Rolle bei der Verursachung der Klimakrise zur Verantwortung zu ziehen
Zunehmendes Übersetzungsvolumen
Im Laufe des Jahres 2025 hat der ÖRK-Sprachendienst (LS = Language Service) mehr als 360 Dokumente und Nachrichten übersetzen lassen sowie die Übersetzung und Revision von 12 Publikationen veranlasst. Für zwei große Konferenzen wurden Übersetzungs- und Dolmetschleistungen in Anspruch genommen, für fünf Webinare waren Online-Dolmetschdienste erforderlich. Der Sprachendienst hat ebenfalls erfolgreich mit örtlichen Dolmetscherinnen und Dolmetschern in Südafrika und in Ägypten zusammengearbeitet.
Aufgrund der Fortschritte auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz hat der LS Software für maschinelle Übersetzungen evaluiert und sie im Rahmen eines Pilotprojekts für die Dokumentation des Zentralausschusses eingesetzt. Das Pilotprojekt zeigt zwar das Potenzial von KI, allerdings bleiben Humanübersetzungen für Materialien, die zur Veröffentlichung vorgesehen sind und bei denen es um präzise Terminologie und Textkonsistenz geht, nach wie vor unverzichtbar.
Umfassendes Besuchsprogramm
Der ÖRK hat 2025 mehr als 600 Besucherinnen und Besuchers aus der ganzen Welt begrüßt, die unterschiedliche Länder, Regionen und Glaubensrichtungen repräsentiert haben.
Die Besuche galten dem Ökumenischen Zentrum, dem Ökumenischen Institut in Bossey sowie weiteren alternativen Locations in Genf aufgrund der begrenzten Kapazitäten unseres provisorischen Domizils.
Trotz dieser Einschränkungen konnte der ÖRK seine Aufgabe als Gastgeber für Kirchenleitende, Vertreterinnen und Vertreter anderer Glaubensgemeinschaften, Diplomatinnen und Diplomaten und ökumenische Partner im Rahmen von Einführungsveranstaltungen, Leadership-Besuchen und Austauschprogrammen mit anderen Organisationen wahrnehmen. Diese Maßnahmen haben die Beziehungen zu unseren wichtigsten Stakeholdern vertieft, die globale Anziehungskraft des ÖRK erhöht und zu zunehmend positiven Kommentaren der Besuchergruppen geführt.
21. Juni 2025, Johannesburg, Südafrika: Zum Abschluss eines Pilgerwegs mit der Schöpfung – einschließlich des Beginns der Ökumenischen Dekade für Klimagerechtigkeit – verpflichten sich die Menschen bei der Tagung des Zentralausschusses des Ökumenischen Rates der Kirchen 2025, die vom 18. bis 24. Juni 2025 in Johannesburg (Südafrika) zum Thema „Pilgerweg der Gerechtigkeit, der Versöhnung und der Einheit” stattfand, gemeinsam zu dringenden Klimaschutzmaßnahmen.
Darüber hinaus wurden mehr als 4.000 E-Mails an die Medienadresse des ÖRK geschickt, der größte Teil in den Monaten August, September und Oktober. Dieser erhöhte Mailverkehr stand im Zusammenhang mit der Sechsten Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung in Ägypten. Die Anfragen betrafen hauptsächlich Unterstützung und Partnerschaften, darunter Fragen zu Programmen des ÖRK und zahlreiche Medienanfragen im Laufe des Jahres.
ÖRK-Archive finden großen Zuspruch
Im Jahre 2025 hat das ÖRK-Archiv das Life and Work-Digitalisierungsprojekt ins Leben gerufen, das bei den ÖRK-Mitgliedskirchen, unseren ökumenischen Partnern und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in aller Welt große Anerkennung findet.
Darüber hinaus haben im vergangenen Jahr 13 Forschende 22 Tage lang Zugang zu den Archiven des ÖRK gehabt.
Es wurden 120 Anfragen bearbeitet, und wo dies möglich war, wurden digitale Kopien zur Verfügung gestellt.
Das ÖRK-Archiv hat ebenfalls Zeit für die Konsolidierung oder die geplante Konsolidierung unterschiedlicher Abteilungen des Archivs vorgesehen, darunter die Fotodatenbank.
ÖRK-Strategieplan 2023-2030 (in englischer Sprache)