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Gemeindemitglieder erheben sich zur Nationalhymne Südafrikas während eines Nationalen Gebetstages für Heilung und Versöhnung 2025, der im Rahmen einer ökumenischen Andacht in der Grace Bible School, Soweto stattfand und vom Südafrikanischen Kirchenrat zum Thema „Sich der Vergangenheit stellen: Aufbau einer versöhnten Gesellschaft für Erneuerung und Würde“ durchgeführt worden war. Die Andacht besuchen Führungskräfte des Ökumenischen Rates der Kirchen, die in Johannesburg an der Tagung des ÖRK-Zentralausschusses vom 18.–24. Juni 2035 teilnehmen.

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„Inspiriert von der Vision der Freiheitscharta, prophetischen Stimmen wie Beyers Naudé und Desmond Tutu und dem unerschütterlichen Glauben unzähliger Gemeinschaften spielten die Kirchen eine entscheidende Rolle beim Widerstand gegen Unterdrückung und bei der Schaffung von Hoffnung“, heißt es in der Erklärung.  „Wir feiern auch die Kinder und jungen Menschen Südafrikas und deren Opfer im Kampf, an die jedes Jahr am 16. Juni erinnert wird.“

Die Erklärung stellt ebenfalls fest, dass der Südafrikanische Kirchenrat immer eine zuverlässige und prophetische Stimme für Gerechtigkeit, Würde und Frieden war. „In einer Zeit, in der das Streben nach Demokratie, Einheit, Versöhnung und Gerechtigkeit vor neuen Herausforderungen steht, ist unser Treffen ein Zeichen der Solidarität und der Hoffnung“, heißt es in dem Text. „Wir bekräftigen die Vision des ÖRK, dass die Einheit der Kirche und die Einheit der Menschheit zusammengehören und dass unser Pilgerweg von den Geboten der Liebe, der Gerechtigkeit und des Friedens geprägt sein muss.“ 

Die Erklärung erkennt ebenfalls die komplexen und dringend zu lösenden Probleme in Südafrika an. 

„Das Wirtschaftswachstum stagniert, und Millionen Menschen sind nach wie vor von einer sinnvollen Teilhabe am Wirtschaftsleben ausgeschlossen“, so die Erklärung.  „Tiefe wirtschaftliche Ungleichheiten, die historisch gewachsen sind und durch strukturelle Barrieren aufrechterhalten werden, bleiben ein zentrales Hindernis für Gerechtigkeit und Wohlstand.“ 

Das Leitungsgremium des ÖRK hat ebenfalls darauf hingewiesen, dass die Armutsquote gestiegen ist, wodurch einige frühere Erfolge zunichte gemacht wurden, und der Reichtum konzentriert sich weiterhin in den Händen einer Minderheit.

„Der Kampf gegen die Korruption – sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart – hat das Vertrauen der Öffentlichkeit untergraben und eine wirksame Regierungsführung auf allen Ebenen behindert“, heißt es in dem Text.  „Zwar wurden wichtige Fortschritte bei der Aufdeckung von Missständen und der Einleitung von Reformen erzielt, doch bleibt noch viel zu tun, um einen fähigen, ethisch handelnden und bürgernahen Staat aufzubauen.“

Der ÖRK-Zentralausschuss versammelt sich vom 18.–24. Juni in Johannesburg, Südafrika. 

Erklärung zur Erneuerung des prophetischen Zeugnisses: Die Rolle der Kirchen auf dem Weg Südafrikas zu Gerechtigkeit und Einheit

 ÖRK-Zentralausschuss, Juni 2025

Vorsitzender des ÖRK-Zentralausschusses: „Wir werden unseren Pilgerweg fortsetzen, beten und Gerechtigkeit üben“ (ÖRK-Pressemitteilung, 18. Juni 2025)

ÖRK-Generalsekretär: Trotz vieler Kämpfe in der Welt Mut zur Hoffnung haben (ÖRK-Pressemitteilung, 18. Juni 2025)

ÖRK-Zentralausschusstagung wird von afrikanischen Kirchen willkommen geheißen (ÖRK-Pressemitteilung 19. Juni 2025)

Tägliche Livestream-Sitzungen

Fotos: ÖRK-Zentralausschuss 2025