„Wir würdigen zwar Initiativen zur Lösung laufender Konflikte und Kriege weltweit, doch wir dürfen die Bedenken zu diesem neuen Gremium nicht beiseiteschieben“, sagte Pillay. „Die Charta des Friedensrates lässt sich schwer mit dem Gewicht, das der souveränen Gleichheit und kollektiven Entscheidungsfindung in der Charta der Vereinten Nationen verliehen wird, vereinbaren.“
Pillay räumte ein, dass die Vereinten Nationen sich bisher als eher unvollkommenes Instrument erwiesen hätten, um jene Ziele zu erreichen, die der ÖRK und all jene, die große Hoffnungen auf dieses Gremium legen, verwirklicht sehen wollen.
„Die UNO ist in ihrer gegenwärtigen Form kaum fähig, den Zweck, für den sie gegründet wurde, zu erfüllen, geschweige denn, aktuelle Probleme zu lösen“, sagte er. „Der ÖRK bleibt bei seinem Engagement für jene Prinzipien und Ziele, für die die Vereinten Nationen gegründet wurden.“
Pillay betonte nachdrücklich, dass multilaterale Kooperation angesichts der konvergierenden globalen Krisen unabdingbar sei. „Wir fordern ein erneutes internationales Engagement für die Ziele, die in der Charta der Vereinten Nationen festgehalten wurden, sowie für Reformen, um die UNO zu stärken, statt zu schwächen, und um aktuelle Mängel zu beheben“, sagte er. „Der ÖRK begrüßt und unterstützt Friedensinitiativen, die sich christlichen Werten verschreiben.“