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Aktivisten und Aktivistinnen der Gadjah Wong River Care Group (KPGW) und die Ortsgemeinde der Christlichen Kirche von Java (GKJ) haben Schilder an Häusern entlang des Gadjah Wong Flusses in Yogyakarta, Indonesien angebracht und zeigen damit an, dass dort Alte, Menschen mit Behinderungen, Schwangere oder Familien mit Kindern leben. Beide Gruppen unterstützen die am Fluss lebenden Menschen, sich besser auf Überschwemmungen und andere Probleme vorzubereiten, die teilweise durch die Klimakrise verursacht werden. Das bedeutet, dass sie genau wissen müssen, wo die Menschen leben, die während einer schnellen Evakuierung besondere Hilfe brauchen. 

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„Jetzt angemessen zu reagieren, ist eine Aufgabe für Generationen“, heißt es in einer Erklärung des ÖRK-Leitungsgremiums. „Als Kirchen und Glaubensgemeinschaften fordern wir die Regierungen und die internationale Gemeinschaft dringend auf, konsequente und nachhaltige praktische Schritte zu unternehmen, um das Leben der Menschen sinnvoll zu verändern.“

Die Erklärung ruft die ÖRK-Mitgliedskirchen und ökumenischen Partner auf, „darüber nachzudenken und im Gebet den Beitrag zu mobilisieren, den die Kirche zum Aufbau heilender Gemeinschaften leisten kann“, und „Gemeinschaften des Zuhörens, der Fürsorge und des Teilens aufzubauen, die sichere und heilige Räume sind“, die die Würde, die Gesundheit und das Wohlbefinden aller fördern, wobei den Schwächsten unter uns besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird. 

Die ÖRK-Erklärung fordert die Kirchen ebenfalls nachdrücklich zu direkter Advocacy-Arbeit auf, indem sie sich mit Regierungsmitgliedern treffen, um mehr Finanzmittel und Maßnahmen für Gesundheit, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit zu fordern.

Der Text ruft ebenfalls dazu auf, das Engagement für die historischen und wesentlichen Dienste der Kirchen im Bereich Gesundheit und Heilung aufrechtzuerhalten und zu bekräftigen.

Das ÖRK-Leitungsgremium wies erneut darauf hin, dass die Kirchen aufgefordert sind, mit der Gesundheitsgemeinschaft zusammenzuarbeiten und Möglichkeiten zu entwickeln, die christliche Gesundheitsfürsorge erschwinglicher und zugänglicher zu machen, insbesondere in Gegenden, in denen niemand sonst eine solche Versorgung anbietet.  

Die Erklärung weist darauf hin, dass die Einbindung der Kirchen in die Fürsorge für die Bedürftigen auch bedeutet, deren Widerstandsfähigkeit gegen die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels zu stärken; und neue Technologien verantwortungsvoll einzusetzen, sei es für die Kommunikation, die Pflege oder die Interessenvertretung.  

Der ÖRK-Zentralausschuss hat alle Länder ebenfalls dazu aufgerufen, der „Gesundheit in den nationalen Haushalten Priorität einzuräumen, um die inländische Finanzierung des Gesundheitswesens zu erhöhen und aufrechtzuerhalten“ und „ihre Beiträge zu multilateralen Gesundheitsinstitutionen zu erhöhen“ und „regionale Produktionszentren für Impfstoffe, Diagnostika und unentbehrliche Arzneimittel zu finanzieren, um die lokale Produktion und die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten zu unterstützen.“ 

In der Erklärung heißt es abschließend: „Mögen wir die Liebe Christi zu den Schwächsten verkörpern und auf eine Zukunft der Heilung, der Gerechtigkeit und des Friedens für alle hinarbeiten.“

Der ÖRK-Zentralausschuss versammelt sich vom 18.–24. Juni in Johannesburg, Südafrika. 

Erklärung zum Aufruf der Kirchen, gegen die Bedrohungen der öffentlichen Gesundheit vorzugehen

 ÖRK-Zentralausschuss, Juni 2025

Vorsitzender des ÖRK-Zentralausschusses: „Wir werden unseren Pilgerweg fortsetzen, beten und Gerechtigkeit üben“ (ÖRK-Pressemitteilung, 18. Juni 2025)

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Fotos: ÖRK-Zentralausschuss 2025