„Entsprechend der Mission des Ökumenischen Rates der Kirchen, gemeinsam zu Themen des Glaubens und der sozialen Gerechtigkeit Stellung zu beziehen und zu handeln, bekräftigen wir unsere gemeinsame Verpflichtung, Hoffnungsträger für die Menschen zu sein und diejenigen zu beschützen, die fliehen müssen, und besonders diejenigen Menschen zu schützen, die durch die Krisen unserer Zeit unsichtbar gemacht werden“, sagte Pillay. „Was bedeutet es, den schutzbedürftigsten Menschen Hoffnung zu bringen: Staatenlosen, Kindern, Frauen und Menschen mit Behinderungen, die von Konflikten und Katastrophen heimgesucht werden und ihrer Identität, ihres Schutzes und ihrer Würde beraubt werden?“
Pillay beschrieb, wie der ÖRK und das UN-Flüchtlingshilfswerk zusammenarbeiten und ein Finanzkonsortium mit der Bezeichnung Multi-Religious Fonds for Protection and Ending Statelesness (Multireligiöser Fonds zum Schutz von Staatenlosen und zur Beendigung der Staatenlosigkeit) gründen wollen. Vorgesehen sind Beiträge philanthropischer Organisationen und Sachleistungen sowie der gemeinsame Appell im Geiste der Solidarität und der gemeinsamen Verantwortung.
„Wir fangen nicht bei Null an“, sagte er. „Wir haben bereits substanzielle Beispiele für das, was möglich ist.“
Das internationale Katastrophenhilfswerk der methodistischen Kirche (United Methodist Committee on Relief, UMCOR) hat USD 100.000 gespendet, um die Teilnahme von Geflüchteten am Globalen Flüchtlingsforum 2027 zu gewährleisten.
„Dies zeigt, was Glaubensgemeinschaften erreichen können, wenn sie gemeinsam handeln“, sagte Pillay. „Heute fordern wir weitere Organisationen auf, uns auf dieser gemeinsamen Mission zu folgen, damit der Glaube weiterhin eine Kraft ist, die nicht nur Hoffnung bringt, sondern auch konkreten Schutz, Gerechtigkeit und dauerhafte Veränderungen.“
Pillay hat im Rahmen einer feierlichen Zeremonie der Global Alliance eine Absichtserklärung mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk unterzeichnet, um die Zusammenarbeit besonders im Hinblick auf staatenlose Personen zu vertiefen.
In der Präambel dieser formalen Vereinbarung heißt es, dass sich das UN-Flüchtlingshilfswerk und der ÖRK „mit aller Kraft dafür einsetzen, die Menschenwürde zu bewahren, für den Frieden zu arbeiten und die am stärksten bedrohten Bevölkerungsgruppen weltweit zu schützen.“
Beide Organisationen sehen es als ihre wichtigste Aufgabe an, sich stärker für staatenlose Personen einzusetzen. Aufgrund der beträchtlichen Kürzungen der globalen Finanzmittel haben die Rechte und die Schutzmechanismen für diese Menschen schwer gelitten.
Die Absichtserklärung formalisiert die beiderseitige Verpflichtung des UN-Flüchtlingshilfswerks und des ÖRK, weltweit für das Problem der Staatenlosigkeit und die damit verbundenen Folgen für die betroffenen Menschen zu sensibilisieren; die Advocacy-Arbeit für das Recht auf Staatsangehörigkeit, legale Identität und umfassende Bürgerrechte zu verstärken; Ressourcen zu mobilisieren und sich für eine koordinierte Aktion einzusetzen.
„Diese Zusammenarbeit wird einen Beitrag zu einem umfassenderen gemeinsamen Prozess leisten, der entsprechend den Gesprächen zwischen den Führungskräften beider Organisationen auf die Entwicklung einer mehrjährigen Fundraising-Aktion und einer Advocacy-Plattform abzielt“, heißt es in der Erklärung. „Durch das Zusammenwirken humanitärer Aktionen mit moralischer Autorität, globaler Reichweite und der Macht der Fürsprache von Glaubensgemeinschaften setzen sich beide Organisationen für das Ziel einer Welt ein, in der jeder Mensch sein Zuhause hat und niemand ohne Staatsangehörigkeit leben muss.“
Ansprache des ÖRK-Generalsekretärs auf einer Plenarsitzung der Global Refugee Forum Progress Review 2025 (in englischer Sprache)
ÖRK-Delegation nimmt an einer Plenarsitzung der Global Refugee Forum Progress Review 2025 teil (ÖRK-Pressemitteilung vom 12. Dezember 2025) (in englischer Sprache)
Programm der Global Refugee Forum Progress Review 2025 (in englischer Sprache)
Teilnehmende der Plenarsitzung der Global Refugee Forum Progress Review 2025 am 17. Dezember 2025.