Image
UNWomen-visits-WCC-photo-by-Ivars-Kupcis-29Sept2026-12
Foto:

Im Mittelpunkt der Gespräche ging es um die gegenseitige Einflussnahme auf soziale Normen zur Förderung der Geschlechtergleichstellung. Die Teilnehmendenrunde tauschte sich ebenfalls über die Handlungsmöglichkeiten der aus dem Glauben handelnden Organisationen im Internationalen Genf sowie über eine Zusammenarbeit zwischen UN Women und glaubensorientierten Organisationen aus.  

Pastor Dr. Kenneth Mtata, ÖRK-Programmdirektor für Leben, Gerechtigkeit und Frieden, erklärte, es sei ihm eine Ehre, das Treffen mit Nyaradzayi Gumbonzvanda und ihrem Team ausrichten zu dürfen. „Wir haben gemeinsam große Erwartungen an eine verstärkte Zusammenarbeit angesichts der Zeichen der Zeit: eine Welt, die gespalten und polarisiert ist. Wir müssen jetzt mehr denn je neue Wege der Zusammenarbeit finden.“

Gumbonzvanda bedankte sich in ihrer einleitenden Ansprache beim ÖRK und der ökumenischen Bewegung insgesamt für das entschlossene Engagement für die Geschlechtergleichstellung. Sie wies ebenfalls darauf hin, dass es bei den ethischen Grundsätzen der Vereinten Nationen nicht darum gehe, dass sich Regierungen begegneten, sondern Menschen, und ging ebenfalls darauf ein, wie Glaube und Menschenrechte miteinander vereinbar sind.

Sie verstehe, so sagte sie, den berechtigten Zorn der Menschen in dieser heutigen Zeit. „Es reicht aber nicht, dass wir diesen gerechten Zorn haben – wir brauchen auch prophetischen Mut“, sagte sie. „Wie nutzen wir gemeinsam die unterschiedlichen Möglichkeiten, über die wir verfügen?“

Gumbonzvanda wies ebenfalls darauf hin, dass angesichts schwächer werdender Parlamente und infolge der Konzentration von Macht das Volk nicht mehr über so viel Mach verfüge wie in früheren Zeiten. „Tatsächlich erleben wir, dass das Volk seine Macht einbüßt“, sagte sie. „Wir müssen über die Kriegswirtschaft sprechen.“

Gumbonzvanda berichtete, dass diese Solidaritätsbesuche gerade jetzt so dringend gebraucht würden; dies gelte ebenfalls für Solidaritätskampagnen wie Donnerstags in Schwarz. 

„Ich bin davon überzeugt, dass wir in den Ländern noch viel mehr bewirken können, und das gilt auch für die regionale und die globale Ebene", sagte sie. „Wir müssen der Welt ihr Gewissen zurückbringen, denn die Welt verliert es gerade.“

Gumbonzvanda erzählte auch, dass ihre Zeit am Ökumenischen Institut Bossey, als sie Anfang 20 war, ihr Leben verändert habe. „Die ökumenische Bewegung ist ein wichtiges Instrument in einer polarisierten Welt“, sagte sie.

Zu der ÖRK-Delegation, die Gumbonzvanda im Namen des ÖRK-Generalsekretärs Pastor Prof. Dr. Jerry Pillay begrüßte, gehörten Pastor Dr. Kenneth Mtata, ÖRK-Programmdirektor für Leben, Gerechtigkeit und Frieden; Pastorin Nicole Ashwood, ÖRK-Referentin für das Programm gerechte Gemeinschaft von Frauen und Männern; Marianne Ejdersten, ÖRK-Kommunikationsdirektorin; ÖRK-Programmbeauftragte für Leben, Gerechtigkeit und Frieden; und Vertreterinnen und Vertreter von rund zehn ökumenischen Partnerorganisationen.

Photogalerie