Die diesjährigen Preisträger und Preisträgerinnen wurden aufgrund ihrer Widerstandskraft und ihrer Unterstützung für die Demokratie und für eine lebenswerte Zukunft ausgezeichnet. Sie sind die ersten aus ihren jeweiligen Ländern, die den Right Livelihood Award erhalten.
Der Right Livelihood Award 2025, auch bekannt als „alternativer Nobelpreis“, wurde an Studierende von den pazifischen Inseln, die den Klimawandel bekämpfen, und an Julian Aguon aus Guam verliehen, „der mit seiner Forderung nach Klimagerechtigkeit bis vor den Internationalen Gerichtshof gezogen ist und das Recht auf Überleben zu einer Frage des Rechts und Klimaaktionen zu einer völkerrechtlichen Pflicht gemacht hat.“
Viele Studierende von den pazifischen Inseln und zahlreiche Kirchen arbeiten eng mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen zusammen und unterstützen den „Aufruf zu einer von Frieden geprägten Pazifik-Region“, die sich nicht nur mit einer militärisch gewährleisteten Sicherheit zufriedengibt, sondern zu einem ganzheitlichen und auf guten Beziehungen beruhenden Frieden in der Pazifik-Region gelangen will.
Der ÖRK hat seine Unterstützung für einen atomwaffenfreien Pazifik bekräftigt und steht solidarisch an der Seite der betroffenen Gemeinschaften Ma‘ohi Nui, den Marshall-Inseln und Kiribati, die eine unabhängige Einschätzung der Folgen von Atomwaffentests, Zugang zu transparenten Daten, Reparationen, Sanierung kontaminierter Gebiete und die universelle Ratifizierung des Vertrags von Rarotonga und des Vertrags zum Verbot von Atomwaffen fordern.
Der Award wird ebenfalls an die Aktivistengruppe „Justice for Myanmar“ für „ihren Mut und die wegweisende Anwendung investigativer Methoden“ vergeben, die die internationale finanzielle Unterstützung für die korrupte Militärjunta aufdecken.
Audrey Tang aus Taiwan erhielt ebenfalls den Right Livelihood Award und wurde für „die Förderung des sozialen Einsatzes digitaler Technologien zur Ermächtigung der Bürger und Bürgerinnen, zur Stärkung der Demokratie und zur Überwindung gesellschaftlicher Spaltungen“ geehrt.
Das sudanesische Hilfswerk Emergency Response Room erhielt den Award „für den Aufbau eines krisenfesten Netzwerks für humanitäre Hilfe inmitten des Krieges und eines kollabierenden Staates, das Millionen von Menschen versorgt und ihre Würde bewahrt.“
Ole von Uexküll, Direktor der Right Livelihood Award-Stiftung, sagte: „In einer Zeit, in der Gemeinschaften von Gewalt, Polarisierung und Klimakatastrophen heimgesucht werden, erinnern uns die Menschen, die mit dem Right Livelihood Award 2025 ausgezeichnet wurden, daran, dass gemeinsame kollektive Aktionen, zu denen wir uns die Hand reichen, die machtvollste Antwort der Menschheit sind. Ihr Mut und ihre Visionen stehen für viele Facetten von Hoffnung und zeigen, dass eine gerechtere und lebenswertere Zukunft möglich ist.“
Weitere Informationen über den Right Livelihood Award 2025 (in englischer Sprache)