Der Besuch war Teil des Programms der einwöchigen Konferenz, die in erster Linie die sichtbare Einheit der Christen und Christinnen vertiefen will. Der Abend im Anaphora Centre bot die einzigartige Gelegenheit, die spirituellen Gaben und die Gastfreundschaft der koptisch-orthodoxen Kirchen zu erleben. Die Teilnehmenden beteten zusammen, erfreuten sich an den Darbietungen lokaler Musikgruppen und erlebten Gemeinschaft am gemeinsamen Tisch in Freude und Dankbarkeit.
Pater Kyrillos El Machari zeigt einer Besuchergruppen ein Modell der Stadt Jerusalem zur Zeit Jesu. Am Sonntag besuchen Teilnehmende der Sechsten Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung das Anaphora Centre der koptisch-orthodoxen Kirche zu einem so genannten Pilgerweg der Begegnung zur Halbzeit der Konferenz. Die Sechste Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung des Ökumenischen Rates der Kirchen findet vom 24.–28. Oktober 2025 in Wadi El Natrun, Ägypten unter dem Thema „Welche Weg nun zur sichtbaren Einheit" statt. Foto: Albin Hillert/ÖRK
Metropolit Thomas, Gründer des Anaphora Retreat Centres, erzählt der Gruppe etwas über die Vision des Zentrums und die tiefere Bedeutung von Gemeinschaft. „Unser erster Besuch in Anaphora dient dazu, den Menschen zu erhöhen, und zwar den ganzen Menschen. Jeder einzelne Mensch ist eine Gabe Gottes an uns“, sagte er. Ich lade Sie alle ein, diese Vision aufzunehmen, denn sie wird Sie befähigen, mehr zu erkennen, als Sie sehen, und durch Jesu Augen die Welt zu betrachten.“ Thomas bekräftigte, dass die „Liturgie nach der Liturgie“ in der Art und Weise weiter gefeiert wird, in der Menschen christlichen Glaubens sich gegenseitig jeden Tag erhöhen. „Die Liturgie nach der Liturgie zeigt sich in der Zusammenkunft, in jedem Gesicht und in jedem Menschen“, sagte er.
Am Sonntag besuchen Teilnehmende der Sechsten Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung das Anaphora Centre der koptisch-orthodoxen Kirche zu einem so genannten Pilgerweg der Begegnung zur Halbzeit der Konferenz. Die Sechste Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung des Ökumenischen Rates der Kirchen findet vom 24.–28. Oktober 2025 in Wadi El Natrun, Ägypten unter dem Thema „Welche Weg nun zur sichtbaren Einheit?" statt. Foto: Albin Hillert/ÖRK
Bischof Prof. Dr. Heinrich-Bedford-Strohm, Vorsitzender des ÖRK-Zentralausschusses, sprach darüber, dass er für diese Erfahrung von ganzem Herzen dankbar sei. „Wir sind gesegnet, heute Abend hier sein zu dürfen“, sagte er. „Wir haben viel über die Kirche gehört, die zeigen muss, worüber sie spricht, und die die Liebe ausstrahlen muss, über die wir sprechen. Das ist es, was wir heute Abend fühlen. Wir werden inspiriert nach Hause gehen, sehr inspiriert. Wir werden den Geist von Anaphora ausstrahlen, den Geist der Liebe, des Glaubens, der Schönheit und der Hoffnung, und wir werden ihn über die ganze Welt verbreiten.“
Am Sonntag haben Teilnehmende der Sechsten Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung das Anaphora Centre der koptisch-orthodoxen Kirche zu einem so genannten Pilgerweg der Begegnung zur Halbzeit der Konferenz besucht. Die Sechste Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung des Ökumenischen Rates der Kirchen findet vom 24.–28. Oktober 2025 in Wadi El Natrun, Ägypten unter dem Thema „Wo bleibt jetzt die sichtbare Einheit?" statt. Foto: Albin Hillert/ÖRK
ÖRK-Generalsekretär Pastor Prof. Dr. Jerry Pillay sprach darüber, wie solche Begegnungen die globale christliche Gemeinschaft stärken. „Wenn ich uns an diesem Ort versammelt sehe in so großer Vielfalt und aus allen Teilen der Welt, erinnert mich das daran, dass die Einheit der Christen möglich ist“, sagte er. „Wir müssen Zeugnis ablegen dafür, was es bedeutet, gemeinsam diesen Pilgerweg zu gehen.“
ÖRK-Generalsekretär Pastor Prof. Dr. Jerry Pillay während eines Gedankenaustausches am Sonntag, als Teilnehmende der Sechsten Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung das Anaphora Centre der koptisch-orthodoxen Kirche zu einem so genannten Pilgerweg der Begegnung zur Halbzeit der Konferenz besuchen. Foto: Albin Hillert/ÖRK
Pastorin Dr. Stephanie Dietrich, Vorsitzende der ÖRK-Kommission für Glauben und Kirchenverfassung, zeigte sich dankbar für einen Moment, in dem nicht nur über die Einheit gesprochen wurde, sondern in dem sie gelebt wurde. „Wir danken Ihnen, dass Sie uns Räume geöffnet haben, in denen nicht nur über die sichtbare Einheit gesprochen wird, sondern in denen sie konkret erlebt wird.“
S. E. Erzbischof Angaelos von London sprach über die Gastfreundschaft, die an diesem besonderen Abend und während der gesamten Sechsten Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung spürbar wird.
Am Sonntag besuchen Teilnehmende der Sechsten Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung das Anaphora Centre der koptisch-orthodoxen Kirche zu einem so genannten Pilgerweg der Begegnung zur Halbzeit der Konferenz. Foto: Albin Hillert/ÖRK
„Wir erkennen das Ebenbild Gottes in jedem Menschen, ob es die Begrüßung des Fremden im Alten Testament ist, die Fußwaschung im Neuen Testament oder das Brotbrechen, wie wir es heute erlebt haben“, sagte er. „Dies ist ein schönes Haus Gottes.“
Konferenz-Livestreams und Aufzeichnungen
Fotogalerie: Sechste Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung 2025
Weitere Informationen über die Sechste Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung (in englischer Sprache)
Am Sonntag besuchen Teilnehmende der Sechsten Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung das Anaphora Centre der koptisch-orthodoxen Kirche zu einem so genannten Pilgerweg der Begegnung zur Halbzeit der Konferenz. Foto: Albin Hillert/ÖRK