Image
Quilt from the Global Mennonite Peace Festival in the Ecumenical Chapel

 Segnung der Decke während des Morgengebets des ÖRK-Zentralausschusses am 16. Juni 2022. Die Decke ist ein Geschenk des Global Mennonite Peace Festivals und ein Symbol der Verpflichtung auf einen Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens.

Foto:

Die Segnung erfolgte am 16. Juni und somit an einem Tag, an dem die Mitglieder des Zentralausschusses an der Kampagne Donnerstags in Schwarz für eine Welt ohne Vergewaltigung und Gewalt teilnahmen.

„Wir beten dafür, dass diese Friedensdecke ein Symbol ist, das uns zur Solidarität im Gebet und auf unserem gemeinsamen Pilgerweg aufruft“, erklärte das ÖRK-Leitungsgremium während der Segnung.

Mit einem Gebet dankte der Ausschuss Gott für die Frauen überall auf der Welt, die Trost spenden und Bedürftigen mit dem Lebensnotwendigen helfen. 

„Gnädiger Gott, segne diese Gabe und die Frauen der Mennonitischen Weltkonferenz, und segne auch Dein Volk, das in der ganzen Welt verstreut ist und das seine Ressourcen und Talente verwendet, um besonders den mit Füßen getretenen Menschen Wärme und Schutz zu geben“, beteten sie.

Über die Friedensdecke
Jeannette Stenvers von der mennnonitischen Kirche in den Niederlanden erklärte den kreativen Prozess und den Sorgegedanken, die in der Decke zum Tragen kommt. 

Während des zweiten Global Mennonite Peace Festivals im Juni 2019 in den Niederlanden wurden einige Teilnehmende eingeladen, bei der Fertigstellung einer Reihe von Steppdecken zu helfen und gemeinsam eine neue Decke herzustellen, indem sie eine Friedensbotschaft auf einem Stoffquadrat anbrachten. Nach dem Festival wurden die Quadrate zu einer Steppdecke zusammengenäht und dem ÖRK als Botschaft des Festes und als Symbol für die Verpflichtung des gegenseitigen Trostes auf dem gemeinsamen Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens überreicht. Auf einigen der Quadrate war keine Botschaft zu sehen, damit wir über alle die ungehörten Stimmen von Menschen nachdenken können, die nicht für sich selbst sprechen können. 

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat das  Mennonitische Zentralkomitee Kleidung, Decken und andere einfache Hilfsgüter nach Europa für Menschen in Not gesandt, die alles verloren hatten. Einige dieser Decken gibt es immer noch, allerdings sind sie stark verschlissen!

Diese Steppdecken sind deshalb so beliebt, weil sie wärmen, trösten und schützen und für Liebe und Hoffnung stehen. „Sie sind eine handgemachte Botschaft an die Menschen, dass ihre Bedürfnisse nicht vergessen sind“, sagte Stenvers. „Nach dem Vorbild unserer amerikanischen und kanadischen Brüder und Schwestern haben die europäischen mennonitischen Gemeinden seit 2012 ebenfalls mit der Anfertigung von Decken begonnen, und sie sind sehr produktiv.“

Europäische Mennonitengemeinden haben im Rahmen ihrer Zusammenarbeit Decken angefertigt und schicken sie mit anderen Hilfsgütern in den Nahen Osten und nach Lesbos (Griechenland). 

„Es ist so einfach, in einer Gruppe oder einer Gemeinde gemeinsam zu arbeiten“, sagte Stenvers. „Jeder kann sich an der Herstellung dieser Decken beteiligen, Männer, Frauen, Alt und Jung.“

Foto von der Tagung des ÖRK-Zentralausschusses im Juni 2022
Tagung des ÖRK-Zentralausschusses im Juni 2022
Kampagne Donnerstags in Schwarz