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CC2021 press conference

Eröffnungspressekonferenz der ÖRK-Zentralausschusstagung, die vom 23. bis 29. Juni 2021 online stattfindet.

 

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An einer Pressekonferenz vom 24. Juni sagte Dr. Agnes Abuom, Vorsitzende des Zentralausschusses, dem wichtigsten Leitungsgremium des ÖRK zwischen den Vollversammlungen, durch die Lockdowns aufgrund der globalen Pandemie habe der ÖRK seine Fähigkeiten, über Grenzen hinweg zu kommunizieren, erweitern können.

„Als eine Gemeinschaft verpflichten wir uns, zusammenzustehen und gemeinsam vorwärts zu gehen, ungeachtet der Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert sind, seien diese wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Natur. Tatsächlich strebt die Kirche und die Gemeinschaft des Ökumenischen Rates der Kirchen weiterhin nach der Einheit der Kirche und der Menschheit“, sagte Abuom.

„Wir befinden uns in einer Situation, in der wir als Kirche und als Gemeinschaft den Menschen Hoffnung geben müssen. Ein Schwerpunkt unseres Dienstes ist das Vermitteln von Hoffnung in der Hoffnungslosigkeit, das Verbreiten von Liebe, wo Trennung, Spaltung und verlorene Leben sind.“

Versöhnung und Einheit

Abuom sprach über die Zentralausschusstagung vom 23. bis 29. Juni, die sich mit den Vorbereitungen der 11. ÖRK-Vollversammlung beschäftigt, welche 2022 in Karlsruhe, Deutschland, zum Thema „Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt“ stattfinden wird.

Weiter sprach sie über eine große Herausforderung im Vorfeld der Vollversammlung: die Gerechtigkeit beim Zugang zu Impfungen. In Bezug auf die Anzahl Personen, die bereits gegen COVID-19 geimpft wurden, liegen die Entwicklungsländer nämlich weit hinter den Industrienationen zurück.

„Ich selbst hatte Mühe, die zweite Impfdosis zu erhalten, bevor ich hierherkam“, sagte die Vorsitzende Anglikanerin aus Kenia.

„Dies ist ein Hinweis auf den eingeschränkten Zugang zur Impfung im globalen Süden, und nicht zuletzt in meinem Land, was zahlreiche Delegierte daran hindern könnte, an der Vollversammlung teilzunehmen“, sagte Abuom. „Aus diesem Grund setzen wir uns für eine gerechte Verteilung und einen gerechten Zugang zur Impfung ein.“

Der geschäftsführende ÖRK-Generalsekretär, Priester Prof. Dr. Ioan Sauca, sagte, die Welt habe sich auf eine Art verändert, die sich niemand hätte vorstellen können, als der Zentralausschuss 2018 in Genf zum letzten Mal tagte.

Die Pandemie habe die Welt überrumpelt, verursache immer noch gewaltiges Leid und verstärke bestehende und neu entstehende Ungerechtigkeiten.

Online-Gebet

„Wie zahlreiche Kirchen, die ihre Andachten und Gottesdienste online abhalten, hat sich auch der ÖRK angepasst und bietet Gelegenheiten für weltweite, regionale und tägliche Gebete“, sagte Sauca.

„Dies war eine der motivierendsten Entwicklungen: tiefer verbunden zu sein durch das Gebet – füreinander und gemeinsam für unsere Kirchen und die Welt zu beten.“

Die Pandemie habe viele bestehende Ungleichheiten sichtbarer gemacht, „insbesondere die Sünde des Rassismus“, ein Thema, das zu den Prioritäten des ÖRK gehört.

Sauca sagte in Bezug auf die verschobene Vollversammlung von nächstem Jahr: „Wir sind voller Hoffnung, dass wir uns im August und September 2022 in Karlsruhe treffen können. Dies ist unser Plan, und dieser umfasst auch verschiedene Szenarien, die Anforderungen für die Gesundheit und die Hygiene berücksichtigen.“

Ein Journalist bemerkte, Sauca sei Mitglied der Rumänischen Orthodoxen Kirche. Er bat Sauca, die Tatsache zu kommentieren, dass zum ersten Mal ein orthodoxer Vertreter dem ÖRK als geschäftsführender Generalsekretär vorstehe.

„Wir wollen uns einer Sprache bedienen, die die Sprache der Kirche ist, und die die Menschen in unseren Kirchen verstehen. Gleichzeitig wollen wir es nicht unterlassen, über die Bedürfnisse der Welt zu sprechen sowie darüber, wie das Evangelium als Antwort auf die Bedürfnisse der Welt umgesetzt werden soll.“

Abuom erklärte, dass der ÖRK bisher noch keinen neuen Generalsekretär gewählt habe, weil die Verfassung und Satzung vorschreibe, dass die Person vom Zentralausschuss auf einer Tagung mit persönlicher Präsenz gewählt werden müsse.

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Zentralausschuss 2021

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