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View of city skyline, including church towers and mosques.

Bethlehem, Westjordanland: Hier fanden kürzlich die zweitägigen Beratungen mit Mitgliedskirchen und lokalen Partnerorganisationen statt. 

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Im Laufe der vergangenen Woche traf Pillay mit Kirchenvorständen in Jerusalem, dem Personal und den ökumenischen Begleitpersonen des ÖRK-Verbindungsbüros in Jerusalem sowie mit anderen Interessensgruppen und Partnerorganisationen im Heiligen Land zusammen, um die Anliegen und Prioritäten der örtlichen Kirchen und Gemeinden zu vernehmen.

Der Besuch diente dazu, das unveränderte Engagement des ÖRK für die Begleitung lokaler Gemeinden und Förderung von Gerechtigkeit und Frieden zu untermauern. Darüber hinaus wurden die strategischen Prioritäten des ÖRK für die kommenden Jahre geprüft und gefestigt, besonders in Hinblick auf den Appell des ÖRK-Zentralausschusses in einer Erklärung vom Juni 2025, dass „das unerträgliche Leid, das den Menschen in Gaza zugefügt wird, und die eskalierende Gewalt und Unterdrückung im Westjordanland und in Jerusalem die weltweite Gemeinschaft der Kirchen [zwingen], sich klar, eindringlich und entschlossen für die Grundsätze der Gerechtigkeit nach internationalem Recht und internationaler Ethik auszusprechen.“

„Die Erklärung des ÖRK-Zentralausschusses vom Juni 2025 in Johannesburg stellt nicht nur eine dringend nötige Anerkennung der zutiefst ungerechten Umstände dar, die unsere palästinensischen Brüder und Schwestern täglich erdulden müssen, sondern bietet auch einen Rahmen für die Arbeit, die wir als ÖRK in dieser Region leisten, für die Art und Weise, wie wir Rechenschaft für die unzähligen Verstöße gegen die Menschenrechte und gegen das Völkerrecht sowie Rechenschaft für die offen gesagt pure Schikane und strukturelle Diskriminierung gegen die palästinensische Bevölkerung verlangen“, sagte Pillay in einer Nachbetrachtung am Ende des Besuchs. 

„Eine Erklärung wie die in Johannesburg ist kein einzelnes Ereignis, sondern ein wesentlicher und richtungsweisender Bestandteil der Realisierung unseres Zeugnisses als globale Kirchengemeinschaft“, fügte er hinzu.

Der ÖRK arbeite nie isoliert und ohne enge Anbindung an lokale Gemeinden, so Pillay. 

„Deswegen ist es unabdingbar, dass wir uns jetzt die Zeit nehmen, um unseren lokalen Mitgliedskirchen und Partnerorganisationen zuzuhören und mit ihnen beratschlagen. Es ist unumgänglich, dass wir die Umstände verstehen, die das Leben unserer Schwestern und Brüder in Palästina und Israel bestimmen. Nur so können wir sichergehen, dass wir mit unseren Bemühungen auf ihre unmittelbaren Bedürfnisse eingehen und gleichzeitig unsere langfristige Vision für einen gerechten Frieden für alle Menschen der Region und der ganzen Welt anstreben können“, sagte Pillay abschließend.

In weiteren Treffen sprach Pillay mit dem Hohen Präsidialausschuss für kirchliche Angelegenheiten, mit dem Bürgermeister von Bethlehem und mit dem Minister für Tourismus. Im Fokus dieser Gespräche stand die geplante Versammlung des ÖRK-Zentralausschusses im Frühling 2026 in dieser Stadt. Außerdem machte er Besuche vor Ort und tauschte sich in aufschlussreichen Gesprächen mit Bewohnerinnen und Bewohnern aus.

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