Prof. Dr. Michael Abs, Generalsekretär des Rates der Kirchen im Nahen Osten (MECC), stellte fest, dass es für die ökumenische Bewegung nichts Neues sei, ihre Solidarität mit dem Nahen Osten durch Gebete zu bekunden.
„Seit mehr als einem Jahrhundert setzt sich diese Bewegung für Einheit, Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis der Kirchen ein“, sagte er. „Der Ökumenische Rat der Kirchen ruft jetzt gläubige Menschen guten Willens auf zu erkennen, was uns zum Frieden führt.“
Zusammengestellt von den Ortskirchen in der Region in Zusammenarbeit mit dem ÖRK und dem MECC haben diese Gebete Menschen aller Altersgruppen, Männer wie Frauen, auf allen Kontinenten einbezogen. „Wir werden daran erinnert, dass wir eine Welt und eine Menschheitsfamilie sind“, sagte Abs. „Lassen wir uns vom Geist dieses Gebetes leiten.“
Bischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Zentralausschusses des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), stellte fest, dass das Gebet ein machtvolles Zeichen der Hoffnung sei. „Angesichts der schwierigen Situation im Nahen Osten, mit der wir uns auseinandersetzen müssen, wollen wir beten, denn wir glauben daran, dass Gott, der Schöpfer von Himmel und Erde, uns hören wird“, sagte er. „Wir werden immer für die Würde kämpfen, die jedes menschliche Wesen verdient.“
Gerechtigkeit werde kommen, fügte Bedford-Strohm hinzu. „Jeder Mensch wird in Würde leben“, sagte er. „Das Leben wird den Tod besiegen. Darin haben wir Vertrauen. Dafür beten wir heute.“
Seine Seligkeit Theophilus III, griechisch-orthodoxer Patriarch von Jerusalem, betete für den Schutz des Heiligen Landes vor Katastrophen und Kriegen und für die Gnade Gottes.
Junge Menschen aus der Region leiteten Fürbitten und sprachen Gebete für den Frieden und für die Opfer, für Weisheit und eine rechtschaffende Führung und für die Kirche.
An den Gebeten nahmen ebenfalls Pastorin Merlyn Hyde Riley, stellvertretende Vorsitzende des ÖRK-Zentralausschusses, sowie lokale Kirchenleitende und ÖRK-Präsidentinnen und -Präsidenten aus der Region und aus aller Welt teil.
ÖRK-Generalsekretär Pastor Prof. Dr. Jerry Pillay bedankte sich bei den versammelten Menschen und für die Gebete, um zu klagen, für den Frieden zu beten und Trost und Hoffnung zu finden.
In der Segnung hieß es: „Möge die bedingungslose Liebe des dreieinigen Gottes alle Menschen in Gerechtigkeit und Frieden auffangen und das Werk unserer Hände gedeihen lassen, auf das Gottes Schalom auf Erden herrsche.“
Das weltweite Gebet für Frieden im Nahen Osten - Gebetssammlung (PDF) (in englischer Sprache)
ÖRK lädt weltweite ökumenische Gemeinschaft zu Friedensgebeten ein
ÖRK beruft Konsultation mit Kirchenleitenden im Nahen Osten ein (in englischer Sprache)