Das Wüstental Wadi El Natrun liegt 23 m unter dem Meeresspiegel und ist durch eine einzigartige Landschaft mit salzreichen Seen, Sumpfgebieten und natürlichen Natronvorkommen gekennzeichnet. In der frühchristlichen Literatur wurde das Gebiet als Sketis oder Sketische Wüste bezeichnet und ist eines der frühesten Zentren christlichen Klosterlebens. Zusammen mit Nitria und Kellia trug es zu Entstehung der monastischen Traditionen bei, die das Christentum weltweit geprägt haben. Heute ist Wadi El Natrun die einzige dieser drei historischen Wüstensiedlungen, in der es noch aktive Klostergemeinschaften gibt, und diese werden häufig als spirituelles Zentrum der Koptischen Orthodoxen Kirche bezeichnet.
26. Oktober 2025, Wadi El Natrun, Ägypten: Besuch im Kloster Deir Al-Baramus (Kloster der Römer). Eine Gruppe von Teilnehmenden an der Sechsten Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung des ÖRK hat am Sonntag die vier noch bestehenden Klöster im Wadi El Natrun besucht – einem 25 km langen Wüstental zwischen Kairo und Alexandria, in dem im Laufe der Geschichte mehr als 50 solcher koptisch-orthodoxen Klöster zu finden waren. Sie alle spielten in der frühen Geschichte des christlichen Wüstenmönchtums eine Schlüsselrolle. Die Sechste Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung des Ökumenischen Rats der Kirchen findet vom 24. bis 28. Oktober in Wadi El Natrun, Ägypten, statt und steht unter der Überschrift „Welchen Weg nun zur sichtbaren Einheit?“. Unter den abgebildeten Personen ist Erzbischof Dr. Vicken Aykazian (Mitte), einer der stellvertretenden Vorsitzenden des ÖRK-Zentralausschusses.
Die Teilnehmenden besuchten im Rahmen ihres Tagesausflugs zwei der historisch bedeutsamsten Klöster: das Kloster des Heiligen Makarius der Ägypter und das Kloster Deir Al-Baramus. Zudem besuchten sie das Anaphora Retreat Center für Momente der gemeinsamen Besinnung und des Austausches.
26. Oktober 2025, Wadi El Natrun, Ägypten: Priester Macarius führt durch das Kloster Deir Al-Baramus (Kloster der Römer). Eine Gruppe von Teilnehmenden an der Sechsten Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung des ÖRK hat am Sonntag die vier noch bestehenden Klöster im Wadi El Natrun besucht – einem 25 km langen Wüstental zwischen Kairo und Alexandria, in dem im Laufe der Geschichte mehr als 50 solcher koptisch-orthodoxen Klöster zu finden waren. Sie alle spielten in der frühen Geschichte des christlichen Wüstenmönchtums eine Schlüsselrolle. Die Sechste Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung des Ökumenischen Rats der Kirchen findet vom 24. bis 28. Oktober in Wadi El Natrun, Ägypten, statt und steht unter der Überschrift „Welchen Weg nun zur sichtbaren Einheit?“.
Das Kloster des Heiligen Makarius des Ägypters, das Mitte des 4. Jahrhunderts vom Heiligen Makarius dem Ägypter selbst gegründet wurde, spielte eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Strukturen und spirituellen Disziplinen des klösterlichen Lebens, die sich später auch auf andere Teile der christlichen Welt ausbreiteten. Viele koptische Patriarchen können ihre Wurzeln bis in dieses Kloster zurückverfolgen, was seine anhaltende Bedeutung für die Kirche unterstreicht.
Das Kloster Deir Al-Baramus oder auch Paromeoskloster, das 335 n. Chr. gegründet wurde, ist der Jungfrau Maria gewidmet und das nördlichste der vier verbleibenden Klöster im Wadi Natrun. Der Name leitet sich vom griechischen Wort „Paromeos“ ab, was „von den Römern“ bedeutet. Er erinnert an die antiken Verbindungen zu den Heiligen Maximus und Domitius. Die Geschichte des Klosters ist geprägt von Widerstandsfähigkeit, von Angriffen aus der Wüste und dem folgenden Wiederaufbau. Noch immer beherbergt es heute Gemeinschaften von Menschen, die zusammen beten, anderen Menschen Gastfreundschaft entgegenbringen und sich gemeinsam eingehend mit wichtigen Texten beschäftigen. Zu den Heiligen des Klosters zählen Moses der Schwarze, Isidor von Alexandria und Arsenius von Ägypten, die alle für ein von tiefer Gläubigkeit und Buße geprägtes Leben bekannt sind.
26. Oktober 2025, Wadi El Natrun, Ägypten: Besuch im Kloster des Heiligen Makarius des Ägypters. Eine Gruppe von Teilnehmenden an der Sechsten Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung des ÖRK hat am Sonntag die vier noch bestehenden Klöster im Wadi El Natrun besucht – einem 25 km langen Wüstental zwischen Kairo und Alexandria, in dem im Laufe der Geschichte mehr als 50 solcher koptisch-orthodoxen Klöster zu finden waren. Sie alle spielten in der frühen Geschichte des christlichen Wüstenmönchtums eine Schlüsselrolle. Die Sechste Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung des Ökumenischen Rats der Kirchen findet vom 24. bis 28. Oktober in Wadi El Natrun, Ägypten, statt und steht unter der Überschrift „Welchen Weg nun zur sichtbaren Einheit?“.
Das direkte Erleben dieser antiken Stätten, die Mischung aus historischer Bedeutung, Religiosität und kultureller Bedeutung haben bei den Teilnehmenden bleibenden Eindruck hinterlassen. „Unsere Kultur ist so stark mit der antiken Spiritualität verwoben, dass sie logischerweise überall dort überströmt, wo wir zusammen hingehen“, sagte Nada Amir von der Koptischen Orthodoxen Kirche, die den Besuch mitorganisierte. „Der Besuch heute spiegelte diese Dualität – von den Pyramiden bis zu den Klöstern – sehr schön wider, die Verbindung zwischen der antiken ägyptischen Zivilisation und der koptischen Glaubenstradition.“
GETI-Teilnehmerin Pastorin Geneysa aus Indonesien brachte ein Gefühl tiefer Verbundenheit zum Ausdruck: „Ich fühle mich gesegnet, weil ich all diesen Menschen begegnen und all diese Gebäude anschauen kann und mir das das Gefühl gibt, mit Gott verbunden zu sein... Ich kann Dinge anschauen, die ich zuvor noch nie gesehen habe. Ich bin gesegnet.“
26. Oktober 2025, Wadi El Natrun, Ägypten: Besuch im Kloster Deir Al-Baramus (Kloster der Römer). Eine Gruppe von Teilnehmenden an der Sechsten Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung des ÖRK hat am Sonntag die vier noch bestehenden Klöster im Wadi El Natrun besucht – einem 25 km langen Wüstental zwischen Kairo und Alexandria, in dem im Laufe der Geschichte mehr als 50 solcher koptisch-orthodoxen Klöster zu finden waren. Sie alle spielten in der frühen Geschichte des christlichen Wüstenmönchtums eine Schlüsselrolle. Die Sechste Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung des Ökumenischen Rats der Kirchen findet vom 24. bis 28. Oktober in Wadi El Natrun, Ägypten, statt und steht unter der Überschrift „Welchen Weg nun zur sichtbaren Einheit?“.
Der Tag endete mit einer Führung durch das Anaphora Retreat Center und einer Feier, bei der die Teilnehmenden in der Stille der Wüste Gedanken austauschen konnten. Pastor Dr. Sotirios Boukis von der Griechischen Evangelischen Kirche unterstrich: „In der Bibel begegnet Gott dem Volk Gottes mehrfach in der Wüste... Unser Besuch hier gibt uns einen flüchtigen Eindruck vom Wirken Gottes hier und davon, wie Gott durch die Menschen wirkt, die ihm dienen.“
Livestreams und Aufzeichnungen von der Konferenz
Fotos von der Sechsten Weltkonferenz für Glauben und Kirchenverfassung, 2025