Vollversammlung

Die 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen wird vom 31. August bis 8. September 2022 in Karlsruhe, Deutschland, stattfinden und unter dem Thema „Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt“ stehen.

Brunnen-Workshops

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Die Vollversammlung ist das höchste Entscheidungsgremium des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) und tritt in der Regel alle acht Jahre zusammen. Sie ist die einzige Gelegenheit, bei der die  Gemeinschaft der Mitgliedskirchen an einem Ort zusammenkommt, um gemeinsam zu beten, zu beraten und zu feiern.

Eine Vollversammlung ist ein besonderes Ereignis im Leben der Mitgliedskirchen, der ökumenischen Partner und anderer Kirchen, denn sie bringt mehr als 4.000 Teilnehmende aus allen Ecken der Welt an einem Ort zusammen. Sie ist eine einzigartige Möglichkeit für die Kirchen, ihr Engagement für die sichtbare Einheit und das  gemeinsame Zeugnis auszudrücken. Eine ÖRK-Vollversammlung ist  die umfassendste  Zusammenkunft von Christinnen und Christen  weltweit.

Die 11. Vollversammlung des ÖRK wird auf gemeinsame Einladung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Evangelischen Landeskirche in Baden, der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), der Union der Protestantischen Kirchen von Elsass und Lothringen (UEPAL) und der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz in Karlsruhe (Deutschland) stattfinden.

Eine Vollversammlung ist ein besonderes Ereignis im Leben der Mitgliedskirchen, der Partnerorganisationen des ÖRK und anderer Kirchen, denn sie bringt mehr als 4.000 Teilnehmende aus allen Ecken der Welt an einem Ort zusammen. Sie ist eine einzigartige Möglichkeit für die Kirchen, ihr Engagement für die sichtbare Einheit und das gemeinsame Zeugnis auszudrücken. Eine ÖRK-Vollversammlung ist damit die umfassendste Zusammenkunft von Christinnen und Christen weltweit.

Eine ÖRK-Vollversammlung in Deutschland

Der ÖRK hat die Einladung von Mitgliedskirchen in Deutschland angenommen, die 11. Vollversammlung in Karlsruhe,Deutschland auszurichten. Ausgesprochen hatten diese Einladung die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Evangelische Landeskirche in Baden und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) zusammen mit Kirchen in Frankreich (Union der Protestantischen Kirchen von Elsass und Lothringen, UEPAL) und der Schweiz (Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz). Die letzte ÖRK-Vollversammlung in Europa war die Vollversammlung in Uppsala, Schweden 1968.

Karlsruhe liegt  im Südwesten Deutschlands, einer Grenzregion in historischer und kultureller Hinsicht, und ist die zweitgrößte Stadt im Bundesland Baden-Württemberg. Der Hauptveranstaltungsort für die Vollversammlung wird die im Zentrum der Stadt liegende Messe Karlsruhe sein.

Eine ÖRK-Vollversammlung in Europa

Nach dem Zweiten Weltkrieg und mit den durch die Entkolonialisierung herbeigeführten Veränderungen in der geopolitischen Lage entwickelte sich eine neue Realität einer europäischen – in erster Linie westeuropäischen – Einheit. Gleichzeitig führte die Feindschaft zwischen der Sowjetunion und den Westmächten zu einer Teilung des Kontinents in Ost und West, die bis zum Fall der Berliner Mauer 1989 Bestand hatte. Die europäischen Kirchen in der ökumenischen Bewegung und im ÖRK waren immer bemüht, trotz dieser Teilung im Kalten Krieg ein Gefühl von Gemeinschaft zu bewahren und zu fördern. Und genau das war eine der Hauptaufgaben der regionalen ökumenischen Organisation, die die Kirchen in Europa 1959 gründeten, der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK).

Die geografische Ausbreitung der Region Europa im ÖRK und in der ökumenischen Bewegung entsprechen zu großen Teilen dem politischen Verständnis, dass sich Europa vom Ural bis zum Atlantik erstreckt. An der südlichen Grenze gehören zwar die Länder im Kaukasus noch zu Europa, nicht aber Zypern, dass dem Nahen Osten zugerechnet wird. Innerhalb der Region Europa sind die subregionalen Verbindungen und das subregionale Zusammengehörigkeitsgefühl insbesondere ausgeprägt zwischen den nordischen Ländern (die Länder Skandinaviens, Finnland und die baltischen Staaten), in Mitteleuropa, Osteuropa, den Balkanstaaten und Südeuropa.

Die protestantischen Kirchen in West- und Südeuropa haben sich zu einer subregionalen Konferenz zusammengeschlossen. Bis zu einem gewissen Grad gibt es zudem auch ein subregionales konfessionsgebundenes Muster: Die großen Kirchen der Reformation (protestantische und anglikanische Kirchen) finden sich überwiegend in West- und Nordeuropa, die römisch-katholische Kirche zählt im Süden (und in Polen) die Mehrheit der Bevölkerung zu ihren Mitgliedern und die orthodoxen Kirchen bilden in Mittel- und Osteuropa die Mehrheitskirche. Die Kirchen der protestantischen Reformation (lutherische, reformierte, methodistische Kirchen) sind durch die Leuenberger Konkordie in voller Kirchengemeinschaft und haben die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) gegründet. Auch die anglikanischen und die (episkopalen) lutherischen Kirchen in Großbritannien und den nordischen Ländern (mit Ausnahme Dänemarks) haben eine Vereinbarung über volle Kirchengemeinschaft unterzeichnet (Provoo). Die Anzahl der ÖRK-Mitgliedskirchen in Europa beläuft sich auf 81.

Links:

ÖRK-Mitgliedskirchen in Europa

Die Konferenz Europäischer Kirchen

ÖRK-Mitgliedskirchen in Deutschland

Thema der Vollversammlung

Die 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen wird zu einer Zeit zusammenkommen, die von Ratlosigkeit, Ängsten und grundlegenden Fragen geprägt sein wird: Wie leben wir auf der Erde? Welchen Sinn geben wir unserem Leben? Wie leben wir als Gesellschaft zusammen? Wie können wir Verantwortung für zukünftige Generationen übernehmen? Die COVID-19-Pandemie und ihre Folgen, der Klima-Notstand und die Verschärfung von Rassismus weltweit haben diese Fragen noch einmal spürbar verstärkt. Probleme wie strukturelle wirtschaftliche Ungleichheit, Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und andere Formen von Ungerechtigkeit in unseren Gesellschaften und der Welt treten vor diesem Hintergrund noch deutlicher hervor.

In der auseinanderbrechenden Welt ist das Vollversammlungsthema ein Zeugnis unseres Glaubens: Die Liebe Christi verwandelt die Welt durch die Kraft des Heiligen Geistes, der lebendig macht; gegen die Macht der Zerstörung und der Sünde bekräftigt das Thema, dass die Liebe des barmherzigen, gekreuzigten und auferstandenen Christus im Herzen und Zentrum dieser Welt steht. Es ist ein grundlegender Aufruf an die Kirchen, miteinander, mit Menschen anderen Glaubens und mit allen Menschen guten Willens unermüdlich für gerechten Frieden und Versöhnung zu arbeiten, damit die sichtbare Einheit der Kirche ein prophetisches Zeichen und ein Vorgeschmack auf die Versöhnung dieser Welt mit Gott und auf die Einheit der Menschheit und der ganzen Schöpfung werden kann.

Symbol der Vollversammlung
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German WCC 11th Assembly poster JPG

Links to download: PDF JPG

Das Logo für die Vollversammlung ist ein visueller, bildlicher Ausdruck des Themas der Vollversammlung. Es wurde inspiriert von den lebendigen und vielfältigen Ausdrucksformen der ökumenischen Bewegung in ihrem Streben nach der Einheit von Christinnen und Christen und ihrem Engagement für Gerechtigkeit und Frieden.

Beflügelt von dem Thema „Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt“, wird die ÖRK-Gemeinschaft als Ganzes zur 11. Vollversammlung zusammenkommen, um gemeinsam zu beten, zu beraten und zu feiern. Aber wir werden noch weit über die Vollversammlung daraus neue Energie für die Arbeit des ÖRK schöpfen. Deshalb sollten Sie, wann immer Sie das Logo für die Vollversammlung verwenden wollen, daneben auch das offizielle Logo des ÖRK platzieren – wie Sie es auf dem Poster weiter unten sehen können.

Das Logo für die Vollversammlung umfasst vier Elemente:

  • Das Kreuz: Das Thema der Vollversammlung bekräftigt unseren Glauben, dass die barmherzige Liebe Christi die Welt durch die lebensspendende Kraft des Heiligen Geistes verwandelt. Als gut sichtbarer Teil des Logos für die Vollversammlung ist das Kreuz Ausdruck für die Liebe Christi und Verweis auf den ersten Artikel der Verfassung des ÖRK.
  • Die Taube – als ein allgemein bekanntes Symbol für Frieden und Versöhnung steht die Taube für den Heiligen Geist und verweist zudem auf die in der Bibel verwurzelten Ausdrucksformen von Hoffnung.
  • Der Kreis – die ganze bewohnte Erde (oikoumene) – vermittelt ein Gefühl von Einheit und gemeinsamen Zielen, und von Neuanfang. Zudem war auch das Konzept der Versöhnung Inspirationsquelle für den Kreis. Als Christinnen und Christen sind wir durch Christus mit Gott versöhnt, und als Kirchen sind wir Boten für Vergebung und Liebe sowohl innerhalb unserer Gemeinschaften als auch darüber hinaus. Die ökumenische Bewegung hat durch entschlossenes Engagement und Handeln für eine gerechtere und partizipativere Gesellschaft und die Bewahrung der Schöpfung auf den Aufruf zu Einheit und Versöhnung reagiert.
  • Der Weg – wir alle kommen von unterschiedlichen Orten, aus unterschiedlichen Kulturen und Kirchen; wir gehen unterschiedliche Wege, um auf den Ruf Gottes zu reagieren; wir alle befinden uns auf einem Pilgerweg, auf dem wir Anderen begegnen und uns für die Umsetzung von Gerechtigkeit und Frieden mit ihnen zusammenschließen. Die verschiedenen Wege stehen für die ganz unterschiedlichen Wege, auf denen wir uns befinden, für die Bewegung, die Freiheit und die Lebendigkeit und Dynamik, die den ÖRK und seine Mitgliedskirchen weltweit antreiben.

 

Als höchstes Entscheidungsgremium des ÖRK ist es Aufgabe der Vollversammlung, die Programmarbeit zu überprüfen, öffentliche Erklärungen zu formulieren und die allgemeinen Arbeitsschwerpunkte des ÖRK festzulegen. Darüber hinaus wählt sie die Präsidentinnen und Präsidenten und einen Zentralausschuss mit 150 Mitgliedern, der die Arbeit des ÖRK bis zur nächsten Vollversammlung überwacht.

Wie kann ich an einer ÖRK-Vollversammlung teilnehmen?

Delegierte und Beraterinnen und Berater der Mitgliedskirchen
Die Einladungen an die Mitgliedskirchen, Delegationen für die Vollversammlung zu nominieren und diese beim Zentralausschuss einzureichen, wurden 2019 versandt.

Delegierte Vertreterinnen und Vertreter von Partnerorganisationen
Ökumenische Partner des ÖRK, die vom Zentralausschuss anerkannt sind, sind eingeladen, delegierte Vertreterinnen und Vertreter zur Teilnahme an der Vollversammlung zu nominieren. Ökumenische Partner können sein: assoziierte oder nationale Kirchenräte, kirchliche Dienste und Werke, weltweite christliche Gemeinschaften, regionale ökumenische Organisationen und internationale ökumenische Organisationen.

Delegierte Beobachterinnen und Beobachter von Kirchen, die nicht Mitglied im ÖRK sind
Auch Kirchen, die nicht Mitglied im ÖRK sind, sind eingeladen, an der Vollversammlung teilzunehmen. In diese Kategorie fallen Vertreterinnen und Vertreter der römisch-katholischen Kirche, der Pfingstkirchen, mit denen der ÖRK im Dialog ist, und Vertreterinnen und Vertreter von Kirchen, die einen Antrag auf Mitgliedschaft im ÖRK gestellt haben.

Beobachterinnen und Beobachter sowie Gäste von Kirchen, Partnern und anderen Religionen
Viele Kirchen und Partner entsenden Beobachterinnen und Beobachter zur ÖRK-Vollversammlung. Auch Vertreterinnen und Vertreter von interreligiösen Partnern des ÖRK nehmen als Beobachterinnen und Beobachter an der Vollversammlung teil.

Stewards
Junge Menschen im Alter von 18 bis 30 Jahre können als Stewards an der Vollversammlung teilnehmen und in dieser Funktion zum reibungslosen Ablauf der Veranstaltung beitragen und sich ökumenisch bilden. Wenn Sie im Alter zwischen 18 und 30 Jahren sind und Interesse haben, am Stewards-Programm teilzunehmen, können Sie sich zwischen September 2021 und Februar 2022 hierzu anmelden.

Vollversammlungsteilnehmende
Alle Interessierten aus Mitgliedskirchen, ökumenischen Netzwerken und Partnerorganisationen sind willkommen und eingeladen, an der 11. ÖRK-Vollversammlung teilzunehmen. Leitlinien für diese Teilnahmekategorie werden ab September 2021 zur Verfügung stehen und dann wird auch eine Anmeldung möglich sein.

Teilnehmende aus der Region Europa
Das lokale Koordinierungsbüro der Vollversammlung in Karlsruhe (KALO) wird ein regionales Programm für ökumenische Begegnung organisieren, das sich insbesondere an ortsansässige Teilnehmende und Teilnehmende aus der Region richtet. Dieses Programm wird parallel zur Vollversammlung laufen. Weitere Informationen zur Anmeldung für dieses Programm finden Sie auf der Website des lokalen Koordinierungsbüros.

Tagesgäste
Sollten Sie Interesse haben, einen Tag der Vollversammlung mitzuerleben, werden Ihnen hierzu kurz vor der Vollversammlung genauere Informationen zur Verfügung gestellt werden.

Medien
Wenn Sie als Medien-/Pressevertreterinnen und -vertreter über die Vollversammlung berichten und aus diesem Grund daran teilnehmen wollen, können Sie sich ab September 2021 hierfür akkreditieren lassen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Das lokale Koordinierungsbüro der Vollversammlung in Karlsruhe (KALO)

In Karlsruhe wurde ein lokales Koordinierungsbüro für die Vollversammlung eingerichtet, das für die Organisation der Vollversammlung vor Ort zuständig ist. Das Koordinierungsbüro arbeitet eng mit dem ÖRK zusammen und sorgt für eine gute Kooperation mit den Kirchen in der Region und den Partnern vor Ort. Das KALO koordiniert die verschiedenen Veranstaltungen im Vorfeld der Vollversammlung sowie das Programm der gastgebenden Kirchen während der Vollversammlung, z. B. ein Programm für ökumenische Begegnung und Ausflüge in die Region am Wochenende der Vollversammlung.

Unterstützt wird das Koordinierungsbüro von der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Evangelischen Landeskirche in Baden und dem Erzbistum Freiburg. Zu den Mitarbeitenden zählen drei Theologen (zwei Protestanten und ein römischer Katholik), eine Eventmanagerin und eine Assistentin, die sich gemeinsam um alle Fragen im Zusammenhang mit der Vollversammlung kümmern und die Beziehungen unter den Kirchen in der Region und den zahlreichen Institutionen, die an der Vollversammlung mitwirken, stärken.

Weiterhin arbeitet das Büro mit zahlreichen Freiwilligen zusammen, die bei den Vorbereitungen und der Umsetzung der Vollversammlung auf unterschiedlichen Ebenen helfen.

Neben der Planung der inhaltlichen Gestaltung und der Logistik für die Programmbeiträge der gastgebenden Kirchen, sorgt das Koordinierungsbüro in Zusammenarbeit mit dem ÖRK dafür, dass die Vollversammlung umweltverträglich ist, kümmert sich um die Beförderung der Teilnehmenden vor Ort und arbeitet eng mit den verschiedenen zuständigen Sicherheitsbehörden zusammen. Das Koordinierungsbüro ist bemüht, so viele Kirche aus der Region wie möglich in die Vorbereitungen der Vollversammlung einzubeziehen. Interessierte können sich jederzeit mit ihren Fragen zur Vollversammlung an das Koordinierungsbüro wenden.

Links

Kontakt zum Koordinierungsbüro auf ekiba.de

Stadt Karlsruhe

Karlsruhe Tourismus

Gebetsleben

Im Zentrum des globalen ökumenischen Treffens von Delegierten und Besucherinnen und Besuchern der 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen steht das spirituelle Leben. Jeder Tag beginnt für die Teilnehmenden morgens mit einer konfessionsübergreifenden Andacht. Die zentralen Elemente für diese Momente der Spiritualität zum Beginn des Tages sind: Singen, das Lesen von Texten der Heiligen Schrift, Gebet und Reflexion über die wichtigsten biblischen Themen und Botschaften für den jeweiligen Tag.

An jedem Tag wird es aber auch noch weitere Momente und Möglichkeiten für spirituelles Leben geben. Dazu werden unter anderem die Bibelarbeiten in den „Home groups“ zählen, die den Delegierten Gelegenheit bieten, sich eingehender mit den biblischen Texten für den jeweiligen Tag zu beschäftigen.

Weil die „Home groups“ klein und nach Sprachen sortiert sein werden, können wir sicherstellen, dass alle Teilnehmenden zum Austausch und den Diskussionen dort beitragen können. Zum Abschluss der täglichen Treffen der „Home groups“ wird es eine Mittagsandacht geben. Am Ende eines jeden Tages können Delegierte und Besucherinnen und Besucher dann noch an einer Abendandacht von einer der verschiedenen Konfessionen teilnehmen. So können alle Teilnehmenden spirituelle Momente erleben, die beispielhaft sind für die große spirituelle Vielfalt in der Gemeinschaft von Kirchen im ÖRK.

Die verschiedenen Komponenten des spirituellen Lebens auf der Vollversammlung ergänzen die Geschäftssitzungen im Plenum und die thematischen Plenarsitzungen der Vollversammlung, um der Seele Nahrung zu geben und unseren Geist zu erneuern während wir singen, beten und in Momenten der Stille und des Nachdenkens über die zukünftige Ausrichtung und das zukünftige Wirken und Engagement der weltweiten ökumenischen Bewegung nachdenken.

Wir sind überzeugt, dass die Momente des gemeinsamen Gottesdienstes helfen werden, zu erkennen, wohin Gott uns als Gemeinschaft führen will, wenn wir gemeinsam bekennen, dass die Liebe Christi die Welt bewegt, versöhnt und eint. 

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Busan prayer service
Thematische Plenarsitzungen

Die täglichen thematischen Plenarsitzungen werden sich jeweils schwerpunktmäßig mit einem bestimmten Aspekt des Vollversammlungsthemas beschäftigen. Der Planungsausschuss für die Vollversammlung arbeitet eng mit dem Planungsausschuss für die Gottesdienste während der Vollversammlung (Assembly Worship Planning Committee, AWPC) zusammen, um thematisch, aber auch spirituell eine gewisse Harmonie sicherzustellen.

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Bishop Brian Farrell speaks at WCC 10th Assembly
Geschäftssitzungen im Plenum

In den Geschäftssitzungen im Plenum können die Delegierten der ÖRK-Mitgliedskirchen Themen ansprechen, von denen sie der Meinung sind, dass die Vollversammlung sie erörtern sollte, und sich einen Überblick über die Arbeit des ÖRK im nächsten Jahr und bis zur nächsten Vollversammlung verschaffen. In den Geschäftssitzungen im Plenum werden auch der neue Zentralausschuss und die ÖRK-Präsidentinnen und -Präsidenten gewählt und die Arbeit der verschiedenen Ausschüsse erörtert. 

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plenary session during WCC 10th Assembly
Ökumenische Gespräche

Die ökumenischen Gespräche sollen inhaltlich in die Tiefe gehen und in Verbindung stehen mit der potenziellen Arbeit der ÖRK-Kommissionen und anderen Programme. Sie sollen inhaltlich aus den Erkenntnissen und dem Wissen der ÖRK-Netzwerke, der Mitgliedskirchen und Partner des ÖRK schöpfen und/oder im Zusammenhang mit neu auftauchenden ökumenischen Fragen stehen.

Die ökumenischen Gespräche sollen ergebnisorientiert sein. Die Ergebnisse werden an die Vollversammlungsausschüsse weitergegeben und in detaillierten Berichten später den künftigen Leitungsgremien vorgelegt. Die Zusammensetzung der Gruppen für die ökumenischen Gespräche bleibt für die vier Tage immer die gleiche. So kann ein sicherer Raum geschaffen werden und eine Gruppendynamik entstehen und die Teilnehmenden können sich detailliert und eingehend mit einem Thema auseinandersetzen. Die Teilnahme an den ökumenischen Gesprächen steht allen Vollversammlungsteilnehmenden offen, die ein Rederecht haben.

In Karlsruhe wird es etwa 20-22 Gruppen für ökumenische Gespräche parallel geben. Die Teilnehmenden können sich für jeweils eine der Gruppen anmelden.

Weitere Informationen zu den ökumenischen Gesprächen werden hier im Verlauf zur Verfügung gestellt.

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ecumenical conversation
Brunnen

Historisch betrachtet ist der Brunnen in einem Gemeinwesen immer ein Ort der Begegnung und des Austausches mit anderen, ein Ort, an dem man seinen Durst stillen, Besucher begrüßen und Fremde willkommen heißen kann. Die deutschen Kirchen haben das Konzept eines Brunnens vorgeschlagen, um die Welt in Karlsruhe zu begrüßen und willkommen zu heißen und um der Vollversammlung eine Struktur zu verleihen und Bedeutung zu geben. Die entsprechenden Konzepte der Vollversammlungen 2013 in Busan (Madang), 2006 in Porto Alegre (Mutirão) und 1998 in Harare (Padare) waren jeweils ein Ort, an dem zusammen mit verschiedenen Gruppen und ökumenischen Partnern Workshops, Ausstellungen und Nebenveranstaltungen organisiert wurden.

Die Ziele des „Brunnen“-Konzeptes sind:

  1. einen Ort zu schaffen, an dem die große Vielfalt von Kirchen und ökumenischen Partnern erfahren und erlebt werden kann;
  2. einen fröhlichen und lebendigen Ort im Kontext des größeren Veranstaltungsortes der Vollversammlung zu schaffen;
  3. den Vollversammlungsteilnehmenden die Möglichkeit zu geben, sich mit Themen/Fragen und Ideen zu beschäftigen, die im Kontext der gastgebenden Kirchen aktuell von Bedeutung sind oder dort diskutiert werden;
  4. einen Raum zu schaffen, in dem die ökumenische Familie Themen von gemeinsamem Interesse und/oder neue Herausforderungen in einem Kontext erörtern kann, der geprägt ist von dem Wunsch, voneinander lernen zu wollen; und
  5. Möglichkeiten vorzustellen und zu fördern, sich auf visuelle, interaktive, dynamische und innovative Art und Weise mit Themen/Fragestellungen auseinanderzusetzen.

Die verschiedenen Elemente des „Brunnen“-Programms:

Bereich „Netzwerken“

Ziel des Bereichs „Netzwerken“ ist es, einen lebendigen und dynamischen Ort zu schaffen. Die Teilnehmenden sollen dort an verschiedenen ökumenischen Netzwerkknoten („hubs“) zusammenkommen können. An diese verschiedenen Netzwerkknoten (aufgebaut wie größere Messestände) sollen vielfältige dynamische und interaktive Aktivitäten angeboten werden. Es wird eine begrenzte Anzahl dieser Netzwerkknoten zur Verfügung stehen (5). (ACT-Bündnis, ÖRK, Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund)

Weitere Informationen zu dem Bereich „Netzwerken“ werden hier im Verlauf zur Verfügung gestellt.

Workshops

Alle Workshops werden einmalig stattfinden und jeweils 75 Minuten dauern. Sie bieten bis zu 50 Vollversammlungsteilnehmenden die Gelegenheit, sich mit einem bestimmten Thema zu beschäftigen und dies zu diskutieren. Bewerberinnen und Bewerber für die Teilnahme an den Workshops sollten aus den ÖRK-Mitgliedskirchen und/oder von ökumenischen Partnern stammen. In einer begrenzten Anzahl von Workshops wird Simultanverdolmetschung in verschiedenen Sprachen angeboten werden.

Weitere Informationen über die Workshops und wie Sie sich bewerben können, finden Sie hier.

Ausstellungen und Messestände

Ausstellungen und Messestände sind Orte, an denen (entweder für die gesamte Dauer der Vollversammlung oder für einen kürzeren Zeitraum) die Vollversammlungsteilnehmenden und die breitere Öffentlichkeit eine Vielzahl von Angeboten aus den ÖRK-Mitgliedskirchen und/oder von den ökumenischen Partnern wahrnehmen können. Ausstellungen und Messestände sind nicht zwangsläufig nur statische Präsentationen oder Ausstellungen (Fotoessays, Kunstausstellungen usw.), sondern sollten verschiedenartige Angebote umfassen. Die zur Verfügung stehenden Ausstellungs-/Messestände sind etwa 3x2m groß.

Weitere Informationen über die Ausstellungen und Messestände werden hier im Verlauf zur Verfügung gestellt.

Nebenveranstaltungen und Darbietungen

Nebenveranstaltungen und Darbietungen sind Veranstaltungen für die Kirchengemeinschaft, die ökumenischen Partner des ÖRK und die breitere Öffentlichkeit – zum Beispiel Musikdarbietungen, Theatervorstellungen, Tanz oder bildende Künste, Diskussionsräume (z. B. eine Reihe von Gesprächen mit wichtigen Persönlichkeiten der Ökumene), ein Jugendraum usw. Es wird einen zentralen Raum innerhalb dieses Bereichs geben, in dem eine Bühne für Darbietungen aller Art zur Verfügung stehen wird.

Die Organisation und Koordination dieses Bereichs obliegt dem/der künstlerischen Leiter/in.

Weitere Informationen zu Nebenveranstaltungen und Darbietungen werden hier im Verlauf zur Verfügung gestellt.

Informationszentrum

In einem zentralen Informationszentrum werden die Teilnehmenden alle für sie relevanten und wichtigen Informationen in Erfahrung bringen können. In diesem Bereich wird es neben einem Infostand des ÖRK für die Vollversammlung an sich und dem Registrierungsschalter des ÖRK auch Infostände der Stadt Karlsruhe und der Kirchen vor Ort, zu den verschiedenen Elementen des Vollversammlungsprogramms und vielem weiteren geben.

Gastronomieangebote & Verpflegung

Im „Brunnen“-Bereich wird es auch einen großen Gastronomiebereich mit vielfältigen Angeboten geben. Dort wird das Mittag- und das Abendessen serviert, aber die Teilnehmenden können auch kulinarische Köstlichkeiten aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen entdecken. Darüber hinaus werden entlang der Ettlinger Straße, die parallel zum „Brunnen“-Bereich verläuft, etwa 20 Foodtrucks bereitstehen, die ganz unterschiedliche Speisen und Getränke anbieten werden.

Animation & Unterhaltung

Die für den „Brunnen“-Bereich Verantwortlichen werden eng mit den verschiedenen Bereichen zum Netzwerken und dem Bereich für Nebenveranstaltungen und Darbietungen zusammenarbeiten, um ein harmonisches, aber gleichzeitig künstlerisch vielfältiges Programm im „Brunnen“-Bereich anbieten zu können. Der „Brunnen“ wird das Verbindungsglied sein zwischen der Vollversammlung und dem Kontext der gastgebenden Kirchen und Region, soll sie in diesem Kontext verwurzeln und ihr Form und einen tieferen Sinn geben, genau wie es das Madang bei der 10. Vollversammlung in Busan oder das Mutirão während der 9. Vollversammlung in Porto Alegre getan haben.

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madang
"Home groups"

Die so genannten „Home groups“ treffen sich jeden Morgen nach der gemeinsamen Bibelarbeit und dem thematischen Plenum des jeweiligen Tages und sollen den Menschen die Möglichkeit geben, durch einen Gedankenaustausch zu den Andachten, bearbeiteten Bibelstellen, Themen der Plenarsitzungen und anderen Begegnungen miteinander in Kontakt zu treten.

Alle Vollversammlungsteilnehmenden, die eine Rederecht haben, (Kategorien 1&2) werden einer „Home group“ zugeteilt. Jeder „Home group“ werden Teilnehmende aus den verschiedenen Regionen, Konfessionen und Berufsgruppen, Teilnehmende jeden Alters und sowohl „alte Hasen“ des Vollversammlungsgeschehens als auch „Vollversammlungs-Neulinge“ angehören. 

Sinn und Zweck der „Home groups“ ist es:

  • eine fruchtbare und kontextübergreifende Auseinandersetzung mit dem Thema und der biblischen Botschaft des Tages zu ermöglichen
  • Raum für Austausch und das voneinander Lernen anzubieten
  • zentrale Erkenntnisse oder einen Schlüsselmoment des Tages einzufangen und festzuhalten, um den anderen Vollversammlungsteilnehmenden davon zu berichten (max. 200 Zeichen)
  • die ÖRK-Leitungsgremien, Mitgliedskirchen und Partner über die Ergebnisse des gemeinsamen kontextübergreifenden Gedankenaustausches und der gemeinsamen kontextübergreifenden Urteilsbildung zu informieren (800-1000 Wörter pro “Home group“)

Weitere Informationen zu den „Home groups“ werden hier im Verlauf zur Verfügung gestellt.

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group discussion
Stewards

Die Visionen für das Stewards-Programms des ÖRK waren schon immer weitreichend: Für W.A. Visser’t Hooft, den ersten Generalsekretär des ÖRK, waren die Stewards die Hoffnungsträger der Zukunft. Er wollte, dass junge Menschen Ökumene selbst erleben und den ökumenischen Führungspersonen persönlich begegnen, damit sie selbst eines Tages vielleicht eine solche Führungsrolle übernehmen würden.

Das Stewards-Programm ist eine Art Einführung in die Ökumene. Für viele Menschen war die Teilnahme daran der erste – oder mindestens einer der ersten – Schritte auf ihrem Weg hin zu umfassenderem Engagement für die Ökumene, und dazu eine wunderbare Gelegenheit, etwas zu lernen und sich weiterzuentwickeln.

Junge Menschen, die als Stewards an ÖRK-Veranstaltungen oder Vollversammlungen mitwirken, sind keine Beobachterinnen und Beobachter der Veranstaltungen oder Vollversammlung, sondern nehmen aktiv daran teil. Sie sind das Herz-Kreislauf-System und der Atmungsapparat der ökumenischen Bewegung – und von lebenswichtiger Bedeutung für sie.

Auch an der 11. ÖRK-Vollversammlung wird eine Gruppe von jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 30 Jahren als Stewards teilnehmen. 160 jungen Menschen aus verschiedenen Ländern, Regionen und Glaubenstraditionen werden durch das Stewards-Programm die Gelegenheit erhalten, gemeinschaftlich an der Durchführung der Vollversammlung mitzuwirken und einzutauchen in ökumenisches Lernen, ökumenische Begegnung und ökumenische Diskussion.

Das Stewards-Programm beinhaltet drei zentrale Elemente:

  1. gezieltes ökumenisches Lernen, das Bewusstsein schaffen, Führungskompetenzen ausbilden und die weltweite Solidarität stärken soll;
  2. Teilhabe und Mitwirkung von jungen Erwachsenen an großen ÖRK-Tagungen als „Hefe im ökumenischen Teig“;
  3. Unterstützung zur Sicherstellung eines anregenden und effizienten Ablaufs der Tagung.

Die Stewards leisten der Ökumene unschätzbare Dienste. Um als Steward an einer Tagung des ÖRK teilnehmen zu können, müssen Bewerberinnen und Bewerber einen strengen Auswahlprozess durchlaufen, in dem dem persönlichen Engagement in der Kirche und dem eigenen ökumenischen Engagement eine besondere Bedeutung zukommt. Der ÖRK sucht dabei nach jungen Erwachsenen, die die gemachten Erfahrungen in ihrem jeweiligen lokalen Kontext später einbringen können, ihre Begeisterung für die Ökumene weitergeben wollen und bereit sind, die Ökumene lokal bei sich vor Ort zu leben. Stewards sind also nicht einfach nur kleine Helferlein oder ungelernte Arbeitskräfte. Stewards sind junge Menschen, die ihre Zeit und Energie, ihre Fähigkeiten, ihr Wissen und ihre Visionen für den Aufbau der ökumenischen Bewegung zur Verfügung stellen. Sie sind Führungspersonen in ihren Kirchen, Gemeinwesen, Organisationen und in der ökumenischen Bewegung, und sie sind oder werden diejenigen sein, die Verantwortung für die ökumenische Bewegung übernehmen und sie in die Zukunft führen werden.

Die Stewards arbeiten unter anderem in den Bereichen Konferenzsaal-Management, Kommunikation, Gottesdienst, Dokumentation und Registrierung. Sie kommen, um die Veranstaltung insgesamt zu unterstützen, sollten also nicht von einzelnen Delegierten oder anderen Teilnehmenden gebeten werden, bestimmte Aufgaben zu erledigen, es sei denn dies wird über die für die Stewards zuständigen ÖRK-Mitarbeitenden organisiert. Die Stewards werden angewiesen, während ihrer Arbeitszeit keine Aufträge von Einzelpersonen anzunehmen oder Vollversammlungsteilnehmende aus ihrem Heimatland oder ihrer Kirche bevorzugt zu behandeln.

Während der Vollversammlung werden die Stewards ihre Aufträge ausführen und Aufgaben erledigen, aber – wenn sie nicht im Dienst sind – auch an Gottesdiensten, konfessionellen Treffen und den kleineren Diskussionsgruppen teilnehmen. Wann immer möglich, sollte ihnen die Gelegenheit gegeben werden, sich einzubringen und über ihre eigenen Erfahrungen zu berichten. Sie können wichtige Beiträge leisten und sich vielfältig einbringen!

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Busan stewards
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youth pre-assembly busan
Vorbereitende Tagungen zur Vollversammlung

Vorbereitende Tagung junger Erwachsener

Eine ÖRK-Vollversammlung ist eine interessante und spannende Veranstaltung, mit der die Einheit von Christinnen und Christen und die Vielfalt des christlichen Glaubens gefeiert wird. Sie ist ein Augenblick der Gnade, durch den unser christlicher Glaube gestärkt und unser Engagement für die Ökumene gefördert und bestärkt wird.

Eine ÖRK-Vollversammlung ist eine Art Weggabelung für die ökumenische Bewegung, an der die christlichen Kirchen aus aller Welt darum ringen, die Vision für die Ökumene auf eine Art und Weise zu erneuern, die auf die Hoffnungen und Herausforderungen in der Welt von heute eingeht und reagiert. Der generationenübergreifende Austausch mit jungen Erwachsenen ist dabei unverzichtbar, aber er darf nicht einfach nur eine Art Mentorenschaft sein, sondern soll die jungen Erwachsenen zurüsten und ihnen Führungsverantwortung zutrauen und überlassen. Wir müssen die traditionelle Denkart hinter uns lassen, dass junge Menschen nur die Zukunft der Kirche sind. Junge Menschen stehen – gemeinsam mit den älteren Generationen – für die Kirche von heute! Ihre Visionen und Hoffnungen sind daher von zentraler Bedeutung, wenn wir in Worte fassen wollen, was wir in unserer heutigen Welt unter „Kirche“ verstehen.

Eine der wichtigen Aufgaben der 11. ÖRK-Vollversammlung wird es sein, die symbolische Vertretung junger Menschen bei ÖRK-Veranstaltungen zu überwinden und eine substanziellere und aktivere Mitwirkung zu ermöglichen. Es werden junge Fachleute eingeladen, aus ihrem jeweiligen kulturellen Kontext und aus ihren eigenen Erfahrungen in der Kirche heraus vollumfänglich an der Vollversammlung mitzuwirken.

Das Ziel der vorbereitenden Tagung junger Erwachsener wird sein, die jungen Delegierten zu ausführlichen und tiefgreifenden Diskussionen und interaktiven Arbeitssitzungen zu bestimmten Themenkomplexen einzuladen. Darüber hinaus wird sie die jungen Menschen auf ihre jeweiligen Rollen und Aufgaben während der Vollversammlung vorbereiten. Die vorbereitende Tagung bietet die Gelegenheit und einen Raum, um die jungen Delegierten – von denen einige bisher wenig oder gar keine Erfahrungen mit ökumenischen Zusammenkünften sammeln konnten – zuzurüsten und mit den notwendigen Instrumenten und Hilfsmitteln und dem notwendigen Wissen auszustatten, um sich konstruktiv und tatkräftig in das Leben der Kirche einbringen zu können.

Weiterhin wird die vorbereitende Tagung zur Vollversammlung die Gelegenheit bieten, ein Gefühl von Gemeinschaft unter den jungen Menschen zu schaffen und ihre Präsenz und ihr Auftreten als „Gemeinschaft junger Pilgerinnen und Pilger“ zu stärken.

Im Laufe der zwei Tage werden die jungen Delegierten in ein Geschehen eintauchen, das jenem der Vollversammlung nachempfunden ist.

Neben den jungen Menschen werden parallel noch vier weitere Programme des ÖRK im Vorfeld der Vollversammlung zu vorbereitenden Tagungen zusammenkommen, um sich mit Themen zu beschäftigen, die für sie jeweils von besonderer Bedeutung sind. Es gibt bereits verschiedene etablierte Elemente der Zusammenarbeit und Schnittstellen zwischen diesen Gruppen. Aber trotz der sich eigentlich gut ergänzenden Zusammensetzung der verschiedenen Gruppen boten die Formen früherer Vollversammlungen nicht immer Möglichkeiten für effektive Zusammenarbeit und guten Austausch. In Karlsruhe werden alle vier vorbereitenden Tagungen zur Vollversammlung auch gemeinsame Sitzungen abhalten und den Teilnehmenden dadurch Möglichkeiten zum Austausch bieten und eine einheitlichere Orientierung und einen einheitlicheren Rahmen für die Berichterstattung an die Vollversammlung ermöglichen.

Ziele

Die Vorbereitende Tagungen junger Erwachsener zur Vollversammlung in Karlsruhe soll:

  • den Teilnehmenden den ÖRK sowie das Wesen und die gewünschten Ergebnisse einer ÖRK-Vollversammlung vorstellen und erläutern (gemeinsam mit den anderen vorbereitenden Tagungen zur Vollversammlung);
    • die Teilnehmenden vertraut machen mit der Struktur und Geschichte des ÖRK als Institution und als Gemeinschaft von Kirchen;
    • kontextabhängige Themen erläutern, die im Zusammenhang mit dem Vollversammlungsthema relevant sind für die Programmarbeit des ÖRK (in den Regionen und in der Zusammenarbeit mit ökumenischen Partnern);
    • einen Raum schaffen für bewussten Austausch und bewusste Interaktion zwischen den verschiedenen vorbereitende Tagungen zur Vollversammlung durch gemeinschaftliche Aktivitäten in der Vorbereitung auf die verschiedenen Sitzungen und Plenarsitzungen der Vollversammlung;
  • die Delegierten und Vollversammlungsteilnehmenden für ein bewusstes und zielgerichtetes proaktives Engagement während der Vollversammlung vorbereiten;
    • bewusstes und zielgerichtetes Mentoring von erfahrenen Teilnehmenden für erstmalige Teilnehmende sowie das Teilen von Ressourcen und Austausch über bewährte Praktiken;
    • lösungsorientiertes Netzwerken zwischen Delegierten, ökumenischen Partnern und anderen Teilnehmenden;
  • Strategien und Ergebnisse der Programmarbeit im Bereich des Engagements junger Menschen in der ökumenischen Bewegung überprüfen;
  • Empfehlungen zur Erörterung durch die 11. Vollversammlung und darüber hinaus sammeln.

Erwartete Ergebnisse

Die gemeinsam durchgeführten vorbereitenden Tagungen zur Vollversammlung MÜSSEN die Grundsätze und Strategien und die programmatische Ausrichtung des ÖRK während der Vollversammlung und in den folgenden Jahren mit prägen. Durch bewusstes und zielgerichtetes Engagement können die in diesen vorbereitenden Tagungen vertretenen Gruppen die zentralen Themen, die sie alle betreffen, besser verstehen. So sollen die folgenden Ergebnisse erzielt werden: 

  • Berichte der vorbereitenden Tagungen zur Vorlage bei der Vollversammlung
  • bewussteres und zielgerichteteres Engagement von Delegierten während der Vollversammlung, die schon an früheren Vollversammlungen teilgenommen haben, indem sie über bewährte Praktiken berichten
  • stabilere Netzwerke und größere Solidarität unter den Teilnehmenden der vorbereitenden Tagungen, um eine Teilhabe an der Vollversammlung und darüber hinaus zu ermöglichen, die geprägt ist von gegenseitiger Unterstützung
  • einen Raum schaffen, um etwas über die verschiedenen Glaubenstraditionen und Kirchenfamilien der ÖRK-Mitgliedskirchen zu lernen und zu berichten
  • ein Verzeichnis der verschiedenen Netzwerke von jungen Erwachsenen
  • mindestens 100 Frauen und Männer verpflichten sich zu (in)formellen generationenübergreifenden Mentoring-Beziehungen

Theologischer Rahmen für die vorbereitende Tagung

Die vorbereitende Tagung zur Vollversammlung bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich aus dem Blickwinkel junger Menschen eingehend mit dem Thema der Vollversammlung – „Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt“ – zu beschäftigen. Durch kontextbezogene Bibelarbeiten, im Rahmen von Gottesdiensten und durch verschiedene Hauptreferate werden sich die Teilnehmenden theologisch mit dem Thema auseinandersetzen können. Neben einer solchen Auseinandersetzung im spirituellen Leben werden jedoch auch die gemeinsamen Sitzungen der verschiedenen vorbereitenden Tagungen den Teilnehmenden eine Gelegenheit für theologische Reflexion aus dem Blickwinkel von marginalisierten Bevölkerungsgruppen bieten. 

Auch das richtungsweisende Konzept eines Pilgerwegs der Gerechtigkeit und des Friedens wird bei den vorbereitenden Tagungen immer wieder auftauchen, wenn die Delegierten ihre unterschiedlichen Gaben feiern, Wunden beklagen und betrauern und Empfehlungen formulieren, was verändert werden müsste, damit junge Menschen in der ökumenischen Bewegung in Zukunft besser vertreten sind.

Inhalte können sein:

  • Vorstellung des deutschen Kontextes und von Themen, die für junge Menschen in Deutschland und Europa von Belang sind
  • bewusste und zielgerichtete Interaktion und Reflexion der Ausschussmitglieder und der Teilnehmenden an den vorbereitenden Tagungen zur Vollversammlung
  • Reflexion über die Lektionen aus den von jungen Menschen geleiteten Besuchen von ÖRK-Pilgerteams
  • Auseinandersetzung mit dem Thema der Vollversammlung unter Verwendung des etablierten Frameworks des Pilgerwegs der Gerechtigkeit und des Friedens  
    • Wo ist die Welt zerrissen? Probleme im Zusammenhang mit Gerechtigkeit herausarbeiten, die ökumenisches Engagement vor Ort erfordern
    • Welche Werte oder Vorteile können wir in Christi Liebe für die Besitzlosen und Enteigneten erkennen? Warum wird Menschen die Liebe Christi abgesprochen? Wer hat es nötig, die Liebe Christi zu spüren?
    • Die Welt für Versöhnung und Einheit zu mobilisieren erfordert Einsatzbereitschaft.  Wer setzt sich dafür ein und wie? Möglichkeiten und Wege herausarbeiten, wie Versöhnungen und Gerechtigkeit zwischen Frauen und Männern erreicht werden kann, und wie dies zu einem Aufruf zu gemeinsamem Handeln und Zusammenarbeit zwischen Frauen und Männern führen kann.

Teilnehmende:

Wir schlagen vor, dass rund 150 junge Erwachsene (im Alter von 30 Jahren und jünger) an der Vollversammlung und der vorbereitenden Tagung zur Vollversammlung teilnehmen. Das Konzept sollte programmübergreifend gestaltet sein. In diesem Sinn werden am Anfang Gespräche mit ÖRK-internen Mitarbeitenden der Programmbereiche Öffentliches Zeugnis und Diakonie, Einheit und Mission und Ökumenische Aus- und Weiterbildung sowie der Programmaspekte gerechte Gemeinschaften für Frauen und Männer, die Beziehungen zu den Mitgliedskirchen, interreligiöser Dialog und das spirituelle Leben stehen.

Partner, mit denen ebenfalls zusammengearbeitet werden kann, können insbesondere, aber nicht ausschließlich sein:

  • WSCF
  • EYCE
  • CVJM
  • EKD Arbeitsgruppe Kirche und Jugend
  • KEK
  • Syndesmos

Neben traditionellen Präsentationsmethoden wird es Möglichkeiten für interaktive Formate geben, wie zum Beispiel Gespräche am runden Tisch oder am Lagerfeuer, TED-Talks, Workshops, Fishbowl-Diskussionen, Theater der Unterdrückten, Meditation-Reflexion, Ausstellungen und Pecha Kucha-Vorträge. All diese verschiedenen Aktivitäten zusammengenommen bieten vielfältigere Möglichkeiten, Informationen auszutauschen und die Teilnehmenden dabei gleichzeitig auf kreative Art und Weise einzubinden.

Vorbereitende Tagung Gerechte Gemeinschaften für Frauen und Männer

Schon bei der Gründungsvollversammlung 1948 in Amsterdam und bei allen folgenden Vollversammlungen des Ökumenischen Rates der Kirchen hat eine vorbereitende Tagung der Frauen die Notwendigkeit der Teilhabe von Frauen hervorgehoben und eine besondere Berücksichtigung der Belange, Probleme und Beiträge von Frauen in Kirche und Gesellschaft gefordert. 

Die Ergebnisse dieser vorbereitenden Tagungen haben immer wieder verschiedene Entscheidungen der ÖRK-Leitungsgremien beeinflusst, insbesondere wenn es um die Gestaltung von Programmen des Sekretariats und der Mitgliedskirchen ging. 

Einige Beispiele hierfür sind die Einrichtung des Referats „Frauen in Kirche und Gesellschaft“ (heute: Gerechte Gemeinschaften für Frauen und Männer), der Auftrag zur Erstellung eines Berichts, der im Verlauf als Bericht von Sheffield bekannt werden sollte, die Verfassungsänderung, durch die Frauen als stimmberechtigte Delegierte bei Vollversammlungen zugelassen wurden, und der Aufruf zu einer ökumenischen Dekade der Kirchen in Solidarität mit den Frauen. Von dieser ökumenischen Dekade ging ein Aufruf zu Solidarität zwischen Frauen und Männern aus, der betonte, wie wichtige eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Kirche und Gesellschaft sei, und der zu einem Ende von sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt aufrief. Dieser Aufruf wurde 2018 von der Konsultation anlässlich des 20. Jahrestags des Endes der ökumenischen Dekade in Jamaika wiederholt und noch einmal bekräftigt.

Und genau diese Bekräftigung des Aufrufs schlägt nun die Brücke zur Gegenwart, denn die Einladung zu der vorbereitenden Tagung in Karlsruhe, die Frauen und Männer zusammenbringen wird, lädt uns ein, weiterhin aktiv nach Versöhnung und Einheit zu streben.

Als gläubige Menschen, die mit der Gemeinschaft von Kirchen im ÖRK in Verbindung stehen und die die Liebe Christi zum Handeln bewegt, sind Sie eingeladen, sich uns für die Vorbereitende Tagung zur Vollversammlung von Frauen und Männern in Karlsruhe anzuschließen. Auf dieser vorbereitenden Tagung werden Sie die Gelegenheit haben, 

  • die Verfahren und Abläufe bei Tagungen von Leitungsgremien des Ökumenischen Rates der Kirchen besser kennen und verstehen zu lernen;
  • im speziellen Rahmen, den so genannten „Break-Out sessions“, während der vorbereitenden Tagung, sichere Orte zu finden, um sich über bewährte Praktiken und Bedenken auszutauschen, die Sie im Zusammenhang mit Männern und/oder Frauen vielleicht haben;
  • sich über den Dienst an der Basis und die verschiedenen administrativen Ebenen in den Kontexten unserer Delegierten und Partner auszutauschen oder zu informieren,
  • sich über die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Gemeinschaften von Frauen und Männern in Ihrem jeweiligen Kontext auszutauschen;
  • Solidarität mit Frauen und all jenen zum Ausdruck zu bringen, die marginalisiert werden/verwundbar und schutzbedürftig sind, und deren Gaben durch Einsatzbereitschaft, Begleitung und Unterstützung zu fördern;
  • Menschen an den Schaltstellen der Macht im Umgang mit ihrer eigenen Verwundbarkeit zu begleiten;
  • sich mit anderen zu vernetzen, die sich für gerechte Gemeinschaften für Frauen und Männer einsetzen, sowie in den gemeinsamen Sitzungen auch mit den Teilnehmenden an den anderen vorbereitenden Tagungen zur Vollversammlung;
  • an der Gestaltung der Programmarbeit des ÖRK für die Zeit nach der Vollversammlung mitzuwirken.

Die vorbereitende Tagung zur Vollversammlung wird in den drei Tagen direkt vor der Vollversammlung stattfinden. Ihre Teilnahme und Mitwirkungen könnte ausschlaggebend sein für die Veränderung, die wir brauchen.

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Harare women pre-assembly
Vorbereitende Tagung des Ökumenischen Aktionsbündnisses von und für Menschen mit Behinderungen (EDAN)

Die Vorbereitende Tagung von EDAN wird unter dem Motto „Unterschiedliche Gaben und die Einheit der Kirche“ stehen. Aufbau und Gestaltung der vorbereitenden Tagung werden unter anderem Gelegenheiten bieten, zu ernten, was im Rahmen des Pilgerwegs der Gerechtigkeit und des Friedens erreicht werden konnte, der uns aufruft, gemeinsamen ein Ziel zu verfolgen und das Leben zu feiern und konkrete Schritte zu unternehmen, um Ungerechtigkeit und Gewalt zu überwinden. So werden wir die Gaben von Menschen mit Behinderungen feiern, uns mit Wunden der Vergangenheit und der Gegenwart beschäftigen und uns überlegen, welche Schritte notwendig sind, um Ungerechtigkeit zu überwinden.

Darüber hinaus wird die Tagung Menschen mit Behinderungen darauf vorbereiten, die Möglichkeiten ihrer Teilnahme an der Vollversammlung zu nutzen, um die Kirchen daran zu erinnern, dass der Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens nicht nur eine Forderung und Pflicht ist, für die wir uns gegenüber Gott verantworten müssen, sondern dass es dabei auch um ihre eigene Glaubwürdigkeit in der Welt geht. Die Kirchen können ihrem Auftrag nur treu sein und nachkommen, wenn sie im gemeinsamen Zeugnis und Dienst, durch die Achtung der Würde aller Menschen und durch Solidarität mit marginalisierten Menschen wie zum Beispiel Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung marginalisiert werden, gemeinschaftlich Zeugnis ablegen für Jesus Christus.

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EDAN pre-assembly 2006
Vorbereitende Tagung der indigenen Völker

Thema – Versöhnung: Integrität der Schöpfung wiederherstellen

Die vorbereitende Tagung der indigenen Völker ist eine offene Einladung an alle Menschen, die sich mit uns gemeinsam aufs Neue verpflichten wollen, mit Barmherzigkeit und Mitgefühl zu handeln, Gerechtigkeit für alle und zwischenmenschliche Gerechtigkeit umzusetzen und unsere Einheit in Christus zu bekräftigen, dessen Liebe uns dazu bewegt, die Integrität der ganzen Schöpfung wiederherzustellen. Es ist eine Einladung zu einer globalen Partnerschaft von indigenen Völkern und kirchlichen Netzwerken von Menschen, die sich für die Selbstbestimmung von indigenen Völkern[1] und die Erneuerung der Schöpfung engagieren, indem sie gemeinsam eine die Zeit überdauernde Vision von einem neuen Himmel und einer neuen Erde erträumen.

Viel zu oft wurden Versöhnungsbemühungen als ein Prozess erlebt, der allzu einfach die Wiederherstellung harmonischer Beziehungen anstrebte, ohne sich wirklich mit den Ursachen und konkreten Formen von Unterdrückung in der Vergangenheit und Gegenwart zu beschäftigen oder diese zu bearbeiten. Die zerstörerische Wirkung der Sünden der Menschen, die in den unterschiedlichen Formen von Kolonialismus, Imperialismus und Kapitalismus zum Ausdruck kommen, hat indigene Kulturen, Gemeinschaften und die eng verflochtene Schöpfungsordnung zerstört. Bei den Prozessen und Akten der Versöhnung geht es daher nicht nur um die Wiederherstellung der zwischenmenschlichen Beziehungen, sondern auch um die Wiederherstellung der kaputten Beziehungen der Menschheit zum Rest der Schöpfung.

Die vorbereitende Tagung der indigenen Völker will Vorstellungen von Versöhnung infrage stellen und anprangern, die allzu sehr darauf bedacht sind, Fehlverhalten und Missstände der Vergangenheit zu übertünchen und zu vertuschen, ohne sich mit den immer noch anhaltenden systemischen und strukturellen Ursachen für Unterdrückung und Ungerechtigkeit in der Vergangenheit und der Gegenwart zu beschäftigen. Versöhnung heißt, sich ganz bewusst dafür einzusetzen, dass die Integrität der gesamten Schöpfung wiederhergestellt wird. Indigene Völker können viele aufschlussreiche Blickwinkel, viel Weisheit und Wissen aus ihren eigenen Erfahrungen, Kulturen und Kontexten einbringen, die den ökumenischen Dialog über das Thema Versöhnung und das Thema der Vollversammlung insgesamt um die Hoffnung bereichern können, dass wir uns auch weiterhin eine gerechtere gemeinsame Zukunft mit Gleichberechtigung für alle vorstellen und ausmalen können.

Das Programm der vorbereitenden Tagung wird Raum bieten für:

  • das ökumenische Jugendprogramm der indigenen Völker
  • Austausch mit den indigenen Völkern in Europa
  • Reflexion über und persönliche Berichte von den Besuchen der Pilgerteams 
  • eine Einführung in den deutschen Kontext/Themen von besonderem Interesse in Deutschland
  • Bewusste und zielgerichtete Interaktion und Reflexion mit Ausschussmitgliedern und den Teilnehmenden der anderen vorbereitenden Tagungen zur Vollversammlung

Die vorbereitende Tagung wird den Teilnehmenden die Gelegenheit bieten, sich aus kontextspezifischer, indigener und bereichsübergreifender Sicht mit dem Thema der Vollversammlung zu beschäftigen. Die Teilnehmenden werden sich durch Bibelarbeiten, Gottesdienste, Vorträge, Plenarsitzungen und Workshops, die speziell auf den indigenen Kontext ausgerichtet sind, theologisch mit dem Thema der Vollversammlung auseinandersetzen können. Die Themen der Workshops spiegeln die kontextabhängigen Themen und Probleme der indigenen Völker in den verschiedenen ÖRK-Regionen wider. Sie werden sich mit folgenden Themen beschäftigen: Indigene Frauen und die Erde, Klimawandel/Klimagerechtigkeit, Indigene Spiritualität, Wiederbelebung von Sprachen, Entkolonialisierung und Selbstbestimmung, Trauma und Heilung, Vertreibung und junge Menschen. Es wird gemeinsame Sitzungen mit den Teilnehmenden der anderen vorbereitenden Tagungen geben. Weiterhin wird es als ein Ausdruck von Wertschätzung für die reiche Vielfalt der Kulturen indigener Völker und zur Feier derselben im Brunnen-Bereich Ausstellungen, Darbietungen und Kunsthandwerk zu sehen geben.

Teilnehmende

An der vorbereitenden Tagung der indigenen Völker werden etwa 100 bis (maximal) 150 Personen teilnehmen, darunter junge Erwachsene der indigenen Völker. Die Einladung zur Teilnahme richtet sich an alle regionalen ökumenischen Netzwerke, Vollversammlungsdelegierten, Besucherinnen und Besucher, indigene und nicht-indigene Teilnehmende.

Kontakt

Pastorin Dr. Seforosa Carroll
Programmreferentin
Ökumenisches Netzwerk indigener Völker
Seforosa.Carroll@wcc-coe.org

 


[1] Das Verständnis von „Selbstbestimmung“ variiert je nach Kontext.  In einigen Ländern kann es bewaffneter Widerstand im Rahmen einer Unabhängigkeitsbewegung gegen die Regierung sein, in anderen Ländern vielleicht die Durchsetzung von Rechten am Land und den dort vorhandenen Ressourcen, Gewohnheitsrechten, Sprache, Kultur und Spiritualität. Im ökumenischen Kontext ist „Selbstbestimmung“ ein Oberbegriff, der das Recht auf Leben, die Achtung von Diversität und die Freiheit von jeglichen Formen ungerechter Systeme einschließt, die indigene Völker ausgrenzen.

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indigenous pre-assembly Busan
Kommunikationsarbeit 11. ÖRK-Vollversammlung

Vielen Dank für Ihr Interesse an der Kommunikationsarbeit für den Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) im Rahmen der Vollversammlung von 2022. Wir werden sowohl junge Auszubildende als auch erfahrenere Kommunikationsfachleute für Einsätze in Karlsruhe oder online, von Standorten auf der ganzen Welt aus, beschäftigen.

Gegenwärtig erörtern wir unsere konkreten Bedürfnisse sowohl hinsichtlich der benötigten Kompetenzen als auch in Bezug auf die Anzahl Personen. Wir erwarten, dass wir im Juni dieses Jahres ein klareres Bild davon haben werden. Informationen zum Rekrutierungsverfahren, Stellenbeschriebe und Bewerbungsformulare werden dann auf unserer Website zur Verfügung stehen. Bitte halten Sie danach Ausschau. Wir werden nur Bewerbungen berücksichtigen, die diesen Formalitäten entsprechen.

Friedensstifter für das Leben

Predigt von Bischöfin Mary Ann Swenson, von der Evangelisch-Methodistischen Kirche in den USA, stellvertretende Vorsitzende des ÖRK-Zentralausschusses, für den gemeinsamen anglikanisch-katholischen Friedensgottesdienstes in der katholischen Friedenskirche in Hiroshima am 5. August

Central Committee
10. Vollversammlung, Busan 2013
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Ort: Busan, Republik Korea
Termine: 30. Oktober - 8. November 2013
Thema: Gott des Lebens, weise uns den Weg zu Gerechtigkeit und Frieden
Mitgliedskirchen: 345

In der Botschaft der 10. ÖRK-Versammlung gaben die Teilnehmer folgende Bestätigung ab: „Wir teilen unsere Erfahrungen mit der Suche nach Einheit in Korea als Zeichen der Hoffnung in der Welt. Dies ist nicht das einzige Land, in dem die Menschen geteilt leben, in Armut und Reichtum, Glück und Gewalt, Wohlfahrt und Krieg. Wir dürfen unsere Augen nicht vor harten Realitäten verschließen oder unsere Hände von Gottes verwandelndem Werk ausruhen. Als Gemeinschaft steht der Ökumenische Rat der Kirchen in Solidarität mit den Menschen und Kirchen auf der koreanischen Halbinsel und mit allen, die nach Gerechtigkeit und Frieden streben. “

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Besuchen Sie die Website der 10. Vollversammlung

9. Vollversammlung, Porto Alegre 2006
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Ort: Porto Alegre, Brasilien
Datum: 14.-23. Februar 2006
Thema: In deiner Gnade, Gott, verwandle die Welt 
Mitgliedskirchen: 348 

Die Vollversammlung 2006 war eine der repräsentativsten christlichen Versammlungen, die jemals stattgefunden haben - mit mehr als 4000 Teilnehmenden aus ökumenischen Organisationen und Gruppen, Delegierten aus 348 Mitgliedskirchen, Beobachtern/innen und Besucher/innen aus aller Welt.

Die Vollversammlung beschäftigte sich mit den Schlüsselfragen christlicher Einheit und nahm ein neues Dokument mit dem Titel "Berufen, die eine Kirche zu sein" an. Sie forderte den ÖRK und seine Mitgliedskirchen nachdrücklich auf, den Fragen der Einheit, Katholizität, Taufe und des Gebets Priorität einzuräumen. Zu den zentralen Anliegen, die in den Plenarsitzungen diskutiert wurden, gehörten auch wirtschaftliche Gerechtigkeit, christliche Identität und religiöse Pluralität und "Junge Menschen überwinden Gewalt".

Außerdem nahmen die Delegierten eine in wesentlichen Punkten abgeänderte Verfassung und Satzung an, durch die das Konsensverfahren in die Entscheidungsfindung des ÖRK eingeführt und die Kriterien für die Mitgliedschaft geändert wurden. Ferner wurden Schritte unternommen, um die aktive Mitwirkung der Jugend (junge Menschen bis 30 Jahre) in Leben und Arbeit des Rates zu stärken.

Website der 9. Vollversammlung

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8. Vollversammlung, Harare 1998
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Harare report

Ort: Harare, Simbabwe 
Datum: 3.-14. Dezember 1998 
Thema: Kehrt um zu Gott - seid fröhlich in Hoffnung 
Mitgliedskirchen: 339 

Ein halbes Jahrhundert nach der offiziellen Gründung des ÖRK erneuerten die Mitgliedskirchen ihre Verpflichtung, beieinander zu bleiben, und die Delegierten gelobten, ihre Solidarität mit den afrikanischen Gastgebern fortzusetzen.

Die Vollversammlung beschloss, eine Sonderkommission zur orthodoxen Mitarbeit im ÖRKeinzusetzen. Sie befürwortete die Schaffung eines "Forums christlicher Kirchen und ökumenischer Organisationen", das den ökumenischen Aktionsradius weit über die Mitgliedskirchen des ÖRK ausdehnen würde.

Die Delegierten und Besucher/innen der Vollversammlung nutzten die mehr als 600 Programmangebote des dreitägigen "Padare", die die unterschiedlichsten Themen vom evangelisch-orthodoxen Dialog bis hin zu menschlicher Sexualität behandelten. Im Vorfeld der Vollversammlung fand ein Dekade-Festival "Kirchen in Solidarität mit den Frauen" statt.

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7. Vollversammlung, Canberra 1991
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Ort: Canberra, Australien
Datum: 7.-20. Februar 1991
Thema: Komm, Heiliger Geist - erneuere die ganze Schöpfung
Mitgliedskirchen: 317 

Zum ersten Mal sprach 1991 ein Vollversammlungsthema explizit die dritte Person der Trinität an, und zwar im Kontext des physischen Universums. Die Sektionen bearbeiteten vier Unterthemen:

  • "Spender des Lebens - erhalte deine Schöpfung"
  • "Geist der Wahrheit - mach uns frei"
  • "Geist der Einheit - versöhne dein Volk"
  • "Heiliger Geist - verwandle und heilige uns"

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6. Vollversammlung, Vancouver 1983
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Ort: Vancouver, British Columbia, Kanada
Datum: 24. Juli - 10. August 1983
Thema: Jesus Christus, das Leben der Welt
Mitgliedskirchen: 301 

In Vancouver, in British Columbia an der Westküste Kanadas, fand 1983 die sechste Vollversammlung des ÖRK statt. In dem groβen gelb-weiβen Zelt unter dem Sommerhimmel erhielten die gemeinsamen Gottesdienste eine neue Bedeutung. Aus dem Dialog über das Dokument "Taufe, Eucharistie und Amt" wie aus den Erfahrungen mit der Lima-Liturgie entstanden neue Hoffnungen auf eine engere Gemeinschaft. Gleichzeitig hingen die nukleare Bedrohung und der Neo-Kolonialismus wie dunkle Wolken über dem Horizont. Die Vollversammlung verkündigte ihr Thema "Jesus Christus, das Leben der Welt", zu dem folgende Fachgruppen arbeiteten:

  • Zeugnis in einer gespaltenen Welt
  • Schritte auf dem Weg zur Einheit
  • In Richtung auf mehr Partizipation
  • Das Leben in Gemeinschaft teilen und heil machen
  • Den Bedrohungen des Friedens und Überlebens begegnen
  • Für Gerechtigkeit und Menschenwürde kämpfen
  • Lernen in Gemeinschaft
  • Glaubwürdige Kommunikation

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5. Vollversammlung, Nairobi 1975
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Ort: Nairobi, Kenia
Zeit: 23. November - 10. Dezember 1975
Thema: Jesus Christus befreit und eint
Mitgliedskirchen: 285 

"Jesus Christus befreit und eint" sangen die Delegierten der fünften Vollversammlung in Nairobi 1975. In den Sektionstiteln spiegeln sich die Anliegen jenes turbulenten Jahrzehnts wider:

  • Bekenntnis zu Christus heute
  • Die Einheit der Kirche - Voraussetzungen und Forderungen
  • Auf der Suche nach Gemeinschaft
  • Erziehung zur Befreiung und Gemeinschaft
  • Strukturen der Ungerechtigkeit und der Kampf um Befreiung
  • Menschliche Entwicklung.

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4. Vollversammlung, Uppsala 1968
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Uppsala report cover

Ort: Uppsala, Schweden
Datum: 4.-20. Juli 1968
Thema: Siehe, ich mache alles neu
Mitgliedskirchen: 235 

Die vierte Vollversammlung erlebte eine weitere Vergröβerung der ÖRK-Gemeinschaft und war Zeugin der neuen Zeichen, die vom Zweiten Vatikanischen Konzil ausgingen: katholische Beobachter nahmen an der Vollversammlung teil, und es fanden Gespräche über weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit statt. Das Vollversammlungsthema wurde in den folgenden Sektionen behandelt:

  • Der Heilige Geist und die Katholizität der Kirche
  • Erneuerung in der Mission
  • Wirtschaftliche und soziale Weltentwicklung
  • Auf dem Weg zu Gerechtigkeit und Frieden in internationalen Angelegenheiten
  • Gottesdienst
  • Auf der Suche nach neuen Lebensstilen.

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3. Vollversammlung, Neu-Delhi 1961
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New Delhi report

Ort: Neu-Delhi, Indien
Datum: 19. November - 5. Dezember 1961
Thema: Jesus Christus, das Licht der Welt
Mitgliedskirchen: 197 

Auf der dritten Vollversammlung erfolgten der Zusammenschluss mit dem Internationalen Missionsrat und die Aufnahme von 23 neuen Mitgliedskirchen, darunter zahlreiche östlich-orthodoxe Kirchen und Kirchen aus gerade unabhängig gewordenen Nationen. Die Vollversammlung konzentrierte sich auf das Thema "Jesus Christus, das Licht der Welt" und arbeitete in drei Sektionen: Zeugnis, Dienst und Einheit.e "Jesus Christ - the Light of the World" with three sections on witness, service and unity.

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2. Vollversammlung, Evanston 1954
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2nd Assembly of the WCC

Ort: Evanston, Illinois, USA
Datum: 15.-31. August 1954
Thema: Christus, die Hoffnung der Welt
Mitgliedskirchen: 161 

Die zweite Vollversammlung - bisher die einzige Vollversammlung in den Vereinigten Staaten - spiegelte in gewisser Weise die Ost-West-Spannungen des Kalten Krieges wider, die im Mittelpunkt zahlreicher Debatten standen. Die Arbeit zum Thema "Christus, die Hoffnung der Welt" war auf sechs Sektionen verteilt:

  • Unser Einssein in Christus und unsere Uneinigkeit als Kirchen
  • Die Sendung der Kirche an die ihr Fernstehenden
  • Die verantwortliche Gesellschaft in weltweiter Sicht
  • Christen im Ringen um die rechte Ordnung der Welt
  • Die Kirche inmitten rassischer und völkischer Spannungen
  • Die Laienfrage - der Christ in seinem Beruf

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1. Vollversammlung, Amsterdam 1948
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1st WCC Assembly

Ort: Amsterdam, Niederlande
Datum: 22. August - 4. September 1948
Thema: Die Unordnung der Welt und Gottes Heilsplan
Mitgliedskirchen: 147 

Am 23. August 1948 wurde der Ökumenische Rat der Kirchen offiziell in Amsterdam gegründet. 147 Kirchen verschiedener Konfessionen und aus vielen Ländern kamen zusammen, um sich der ökumenischen Bewegung zu verpflichten. 

Anhand von vier Sektionen beschäftigte sich die Erste Vollversamlung mit dem Thema, das zugleich eine Herausforderung war: "Die Unordnung der Welt und Gottes Heilsplan":

  • Die Kirche in Gottes Heilsplan
  • Die Kirche bezeugt Gottes Heilsplan
  • Die Kirche und die Auflösung der gesellschaftlichen Ordnung
  • Die Kirche und die internationale Unordnung

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