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15.04.08 - 16.04.08

Globale ökumenische Konferenz in Beirut beschäftigt sich mit Folgen der Migration für die Kirchen

Beirut, Libanon

 

Irakische Flüchtlinge versuchen im Sayyida Zeinab Markt in Damaskus ihren Lebensunterhalt zu verdienen. © UNHCR/J.Wreford/Januar 2007

Junge Christen und Christinnen aus dem Nahen Osten werden in einem Öffentlichen Hearing über "Migration und die sich verändernde kirchliche Landschaft", das vom 15.-16. April in Beirut stattfinden wird, aus eigener Erfahrung schildern, warum so viele ihrer Altersgenossen auf der Suche nach einer besseren Zukunft die Region verlassen. An dem Hearing wird auch eine ökumenische Delegation unter Leitung des Generalsekretärs des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Pfr. Dr. Samuel Kobia, teilnehmen, die sich anschließend im Rahmen eines siebentägigen Besuchs in der Region mit Fragen der Migration als globalem Phänomen beschäftigen wird.

 

Zu dem Öffentlichen Hearing werden auch Wissenschaftler von Universitäten im Nahen Osten, Politiker und Diplomaten zusammen mit Verantwortlichen ökumenischer Einrichtungen einen aktiven Beitrag leisten. Im Mittelpunkt des Hearings werden Ursachen und Folgen von Migration, Multikulturalismus und Vielfalt im Kontext des Friedensprozesses im Nahen Osten stehen.

 

Im Anschluss an das Öffentliche Hearing wird das Globale ökumenische Netzwerk für Migrationsfragen (GEM) eine zweitägige Tagung abhalten, an der regionale ökumenische Organisationen, Kirchen und christliche Einrichtungen, die sich in verschiedenen Teilen der Welt mit Fragen der Migration beschäftigen, teilnehmen werden. Die Tagung wird Gelegenheit bieten, über den Umgang der Kirchen mit den Herausforderungen der Migration und über die Notwendigkeit zu diskutieren, Wege zu einem besseren Zusammenleben in multikulturellen Gesellschaften zu finden.

 

Vom 17.-18. April wird die ökumenische Delegation Liste der Teilnehmenden siehe unten den Vereinigten Arabischen Emiraten einen Besuch abstatten und dort Gespräche mit Repräsentanten verschiedener in den Golfstaaten vertretenen Kirchen führen.

 

Anschließend wird die Delegation nach Syrien weiterreisen, wo sie den Kirchen vom 19.-22. April einen offiziellen Besuch abstatten wird. Sie wird dort an den Feierlichkeiten zum orthodoxen Palmsonntag und zur Karwoche teilnehmen und sich ein Bild davon machen, wie die Kirchen dieses Landes ihre Traditionen lebendig halten, obwohl sie durch die Emigration vieler junger Christen in ihrer Existenz bedroht sind. Die Delegation wird sich auch darüber informieren, in welcher Weise die lokalen Kirchen irakische Flüchtlinge unterstützen und welche Erfahrungen sie im langjährigen Dialog und Zusammenleben mit ihren muslimischen Nachbarn gesammelt haben.

 

Sowohl das Öffentliche Hearing als auch die GEM-Tagung werden im Armenischen Katholikat von Kilikien stattfinden. Gastgeber ist der Rat der Kirchen im Mittleren Osten, der auch den Besuch der ÖRK-Delegation in Syrien und in den Golfstaaten mit organisiert und dessen Generalsekretär, Guirgis Saleh, die Delegation begleiten wird.

 

Mitglieder der ÖRK-Delegation:

  • Pfr. Dr. Samuel Kobia, ÖRK-Generalsekretär 
  • Bischof Samuel Azariah, Mitglied des ÖRK-Exekutivausschusses, Kirche von Pakistan
  • Dr. Prawate Khid-Arn, Asiatische Christliche Konferenz, Generalsekretär 
  • Doris Peschke, Kommission der Kirchen für Migranten in Europa, Generalsekretärin

 

Weitere Informationen über das Globale ökumenische Netzwerk für Migrationsfragen

 

Rat der Kirchen im Mittleren Osten

 

ÖRK-Mitgliedskirchen im Libanon (auf Englisch)

 

ÖRK-Mitgliedskirchen in Syrien (auf Englisch)

 

Medienkontakt im Nahen Osten:

Rat der Kirchen im Mittleren Osten +961-1-353938; +961-1-344896; +961-1-346899