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25.01.08 17:14

ÖRK-Generalsekretär: Christliche Einheit wird Fortschritte machen

 

ÖRK-Generalsekretär Kobia und Papst Benedikt XVI. bie der Vesper in St. Paul; im Hintergrund: Kardinal Walter Kasper.
Photo: L'Osservatore Romano

In der ökumenischen Vesper, die Papst Benedikt XVI. heute in Rom anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Gebetswoche für die Einheit der Christen gehalten hat, unterstrich der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Pfarrer Dr. Samuel Kobia, die wichtige Rolle, die "eine Kirche, die eins und in ihrem Zeugnis vereint ist," in einer Welt voller Spaltungen und Gewalt spiele.

 

Am Morgen hatte Papst Benedikt XVI. Kobia zusammen mit Mitgliedern der Gemeinsamen Arbeitsgruppe der römisch-katholischen Kirche und des ÖRK in einer Privataudienz empfangen. 

 

Bei dieser Gelegenheit dankte Papst Benedikt XVI. Gott für die "Früchte der ökumenischen Bewegung, in der wir die Gegenwart des Heiligen Geistes erkennen können, der alle, die Christus nachfolgen, in der Einheit des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe zusammenwachsen lässt". Er würdigte auch die "fruchtbaren ökumenischen Beziehungen" zwischen der römisch-katholischen Kirche und dem ÖRK. Kobia bekräftigte die Rolle des Gebets als "geistliche Grundlage aller Bemühungen, die zur ökumenischen Bewegung geführt und die bisherigen Erfolge ermöglicht haben," sowie die Notwendigkeit, das ökumenische Projekt "im Geist des Gebets" voranzubringen.

 

Kobia traf auch mit Vertretern/innen des Evangelischen Kirchenbundes in Italien sowie ÖRK-Mitgliedskirchen zusammen. Der Schwerpunkt des Gesprächs lag auf Spiritualität in einer säkularistierten Zeit und auf der aktuellen ökumenischen Situation in Italien, wo die protestantischen Kirchen entschlossen sind, einen vollständigen und offenherzigen Dialog weiterzuführen. "Ich habe groβes Interesse an Ihren Ansichten, denn Ihre Kirchen sind die Augen und Ohren des ÖRK in Italien," erklärte Kobia.

 

In einem Interview, das heute in der Zeitung des Vatikan, L’Osservatore Romano, veröffentlicht wurde, schilderte Kobia seine Vision, dass die ökumenische Bewegung Mitte des 21. Jahrhunderts "einen so großen Grad an Einheit erreichen wird, dass Christen, egal welcher Konfession, gemeinsam beten und Gottesdienst feiern können und in jeder Kirche zum Tisch des Herrn eingeladen werden". Ein solches Zeichen der Einheit, so fuhr er fort, könne "der Menschheit helfen, alle Spaltungen zu überwinden", so dass Menschen in aller Welt "ungeachtet ihrer Herkunft und Identität in Frieden und Harmonie miteinander leben könnten".

 

 

Weitere Informationen zur Gebetswoche für die Einheit der Christen

 

Feature: Gebet für die christliche Einheit in einem Jahrhundert des Wandels

 

Communiqué der Arbeitsgruppe der römisch-katholischen Kirche und des ÖRK, Rom, 20.-27. Januar, 2008

 

Gemeinsame Arbeitsgruppe der römisch-katholischen Kirche und des ÖRK