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11.12.07 09:18

Europäische Union sollte Entwicklungsländer nicht zu überstürztem Unterzeichnen von unvorteilhaften Handelsabkommen drängen, sagt ÖRK

 

Wenn die AKP-Staaten (Bild: Holzverarbeitung in Vanuatu, © Peter Williams / WCC) ihre Märkte überstürzt der europäischen Konkurrenz öffnen, könnten Einkünfte verloren gehen, die zur Armutsbekämpfung dringend benötigt werden, warnt der ÖRK-Brief.

Besorgnis darüber, dass die Europäische Union unangemessenen Druck auf afrikanische, karibische und pazifische Staaten ausübt, bis Ende des Jahres vorläufige Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPA/WPA) zu unterzeichnen, äußerte der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Pfarrer Dr. Samuel Kobia, in einem Schreiben an den EU-Kommissar für Außenhandel, Peter Mandelson.

 

Diese vorläufigen Abkommen öffnen lokale Märkte für den Wettbewerb mit europäischen Unternehmen, obwohl der gesetzliche Rahmen und die Infrastruktur darauf noch nicht vorbereitet sind, und sie behandeln nach wie vor umstrittene Fragen innerhalb einer Frist, die eine parlamentarische Debatte unmöglich macht. Deshalb drohen diese Vereinbarungen zu Einnahmeverlusten für die AKP-Länder zu führen und ihre Bemühungen um Armutsbeseitigung zu behindern, heißt es in dem Brief vom 6. Dezember.

 

Voller Wortlaut des Schreibens (auf Englisch)

 

Kampagne des Globalen Ökumenischen Aktionsbündnisses zur Unterstützung von Kirchen, die gegen die vorläufigen Handelsvereinbarungen protestieren (auf Englisch)