Generalsekretäre von UNO und ÖRK bekräftigen Engagement für intensive und enge Zusammenarbeit

Ban Ki-Moon und Samuel Kobia haben bei einem Treffen am Sitz der Vereinten Nationen in New York ihren Willen zur Zusammenarbeit bekräftigt.
© UN Photo/Eskinder Debebe
Die Vereinten Nationen und der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) haben bei einem Treffen ihrer Generalsekretäre am 29. Oktober am Sitz der Vereinten Nationen in New York ihren Willen zur Zusammenarbeit bekräftigt.
"Die UNO betont für das 21. Jahrhundert die Wechselbeziehung von Entwicklung, Sicherheit und Menschenrechten und der ÖRK ist der festen Überzeugung, dass Multilateralismus der einzige Weg ist, um auf die Herausforderungen unserer Zeit zu reagieren", erklärte ÖRK-Generalsekretär Samuel Kobia bei dem Treffen. Daher sei der ÖRK den Grundsätzen und Zielen der UNO verpflichtet.
UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon brachte seine "Wertschätzung der Arbeit des ÖRK" zum Ausdruck. Er erklärte, der Rat sei ein Schlüsselmitglied innerhalb der UN-Gemeinschaft, nicht nur im Blick auf die Kirchen in aller Welt, die er repräsentiere, sondern auch in Bezug auf die gemeinsamen Ziele der beiden Organisationen sowie den "bedeutsamen Beitrag, den der ÖRK in Sachen Demokratie und Menschenrechte leistet".
"Es war ein gutes und konstruktives erstes Zusammentreffen und beide Generalsekretäre erklärten ihren Willen, die intensive und enge Zusammenarbeit fortzusetzen", sagte Pfarrer Christopher Ferguson, der ÖRK-Vertreter bei den Vereinten Nationen in New York.
Das Treffen bildete den Auftakt der Advocacy-Woche des ÖRK bei der UNO, die vom 29. Oktober bis 2. November im Kirchenzentrum am Sitz der UNO in New York stattfindet. Kobia dankte Ban dafür, dass sich mehrere UN-Beamte an den Diskussionen in dieser Woche beteiligen, zu der rund 80 kirchliche Führungspersonen sowie Referenten/innen für internationale Angelegenheiten und Fürsprachearbeit aus und Kirchen und ökumenischen Organisationen in aller Welt zusammenkommen.
Von den Anliegen auf der gemeinsamen Tagesordnung beider Organisationen erörterten die beiden Generalsekretäre unter anderem das Thema Klimawandel - "eine der größten Herausforderungen, mit denen die Welt heute konfrontiert ist", wie Kobia sagte. Er sprach mit Ban über die Besorgnis der ÖRK-Mitgliedskirchen im Pazifik, die bereits die Evakuierung ganzer Bevölkerungsteile von den kleinen auf die größeren Inseln vorbereiten.
Kobia unterstrich die Wechselbeziehungen zwischen den Anliegen Bewahrung der Schöpfung, Gerechtigkeit und Frieden und wies den UN-Generalsekretär auf einige der Themen hin, die im Mittelpunkt der kirchlichen Fürsprachearbeit stehen, nämlich die Lage am Horn von Afrika und in der umliegenden Region, nukleare Abrüstung, die Friedensbemühungen im Nahen Osten sowie Initiativen zur Überwindung von Armut und wirtschaftlicher Ungerechtigkeit, die eng mit den UN-Millenniumsentwicklungszielen verbunden sind.
In der Überzeugung, dass "Religion auf der Suche nach Weltfrieden und harmonischem Zusammenleben eine wichtige und positive Rolle spielen muss", kündigte der ÖRK-Generalsekretär an, der Rat wolle der UNO vorschlagen, eine "Dekade des interreligiösen Dialogs und der interreligiösen Zusammenarbeit für den Frieden" auszurufen. Der Vorschlag soll zusammen mit einer internationalen Beratungsgruppe ausgearbeitet und der UNO im Laufe des kommenden Jahres vorgelegt werden.
Der ÖRK-Generalsekretär wurde begleitet von Botschafter Dr. Park Kyung Seo, dem Direktor des Nordostasiatischen Friedensinstituts; Pfarrerin Eleonora Giddings Ivory, der neu ernannten ÖRK-Direktorin für Öffentliches Zeugnis; sowie den ÖRK-Mitarbeitern Dr. Guillermo Kerber, Dr. Mathews George Chunakara und Pfarrer Christopher Ferguson.
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