Gemeinsame Arbeitsgruppe mit der römisch-katholischen Kirche
Unter den Kirchen, die nicht Mitglied des ÖRK sind, ist an erster Stelle die römisch-katholische Kirche zu nennen. Seit 1965 hält eine Gemeinsame Arbeitsgruppe (JWG), die in gemeinsamer Trägerschaft des ÖRK und der römisch-katholischen Kirche steht, regelmäßige Tagungen ab, um über Fragen von gemeinsamem Interesse zu diskutieren und die Zusammenarbeit zu stärken. Die Tagungen der vollen Arbeitsgruppe finden einmal im Jahr statt, eine kleinere Exekutivgruppe tagt jeweils zwei Mal zwischen diesen Treffen. Der Direktor des ÖRK-Programms "Der ÖRK und die ökumenische Bewegung im 21. Jahrhundert" fungiert als Ko-Sekretär der Gemeinsamen Arbeitsgruppe und hilft, die Kontakte zwischen dem Rat und den Dikasterien (Ämtern) des Vatikans über den Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen zu koordinieren. Die JWG ist eine internationale Arbeitsgruppe, die mit regionalen und lokalen kirchlichen Einrichtungen zusammenarbeitet. Der ÖRK ist mit 17 Mitgliedern und Beratern/innen vertreten, die die ganze ÖRK-Gemeinschaft repräsentieren (Kirchentraditionen, Konfessionen, Regionen, bestimmte Kategorien wie Geistliche und Laien, Frauen und Männer, junge Menschen). Der Päpstliche Rat ernennt eine gleichgroße Zahl von Vertretern/innen. Die JWG bietet den Rahmen, in dem römisch-katholische Kirche und ÖRK über wichtige Fragen ihrer gegenseitigen Beziehungen diskutieren und sich über Erfahrungen austauschen können, die Mitgliedskirchen des ÖRK und ihre Gemeinden auf Ortsebene mit römisch-katholischen Gemeinden machen. Die JWG-Studien werden entweder von Mitgliedern der Arbeitsgruppe oder von Experten/innen beider Trägerorganisationen durchgeführt. Auf der Agenda der JWG stehen mehrere Anliegen, die der ÖRK auch in seiner Programmarbeit behandelt, wie z.B. Lehrfragen, Fragen zu Mission, Gerechtigkeit, Frieden und Versöhnung, ökumenische Ausbildung und Jugend. Obwohl die römisch-katholische Kirche nicht Mitglied des ÖRK ist, arbeitet sie in der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung als Vollmitglied mit und entsendet eine Beraterin in das Team für Mission und Evangelisation. Ferner ernennt sie ein katholisches Mitglied im Lehrkörper des Ökumenischen Instituts Bossey, Schweiz, und gestaltet das geistliche Leben am Institut mit. Über den Päpstlichen Rat für den interreligiösen Dialog arbeitet die römisch-katholische Kirche mit dem ÖRK-Team für interreligiösen Dialog und interreligiöse Zusammenarbeit zusammen. |




