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Ökumenische Vision des ÖRK

Diese Projekt interpretiert und vermittelt die Vision, die in der ÖRK-Grundsatzerklärung "Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Verständnis und einer gemeinsamen Vision des ÖRK" (CUV) von 1998 enthalten ist. Diese Vision soll der ökumenischen Bewegung dienen und deren Basis erweitern.

Interpretation der Ökumenischen Vision des ÖRK

Mit diesem Projekt lädt der ÖRK die Kirchen dazu ein, ihre Reflexionen über die Zukunft der ökumenischen Bewegung und über ihr eigenes ökumenisches Engagement fortzusetzen. Das Projekt stützt sich auf eine wichtige Studie aus den 1990er Jahren: "Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Verständnis und einer gemeinsamen Vision des ÖRK" (CUV). Diese Studie machte deutlich, dass die ökumenische Bewegung zwar über die verschiedenen Aspekte des ÖRK als Organisation hinausgeht, der Rat aber dennoch ein wesentliches Instrument und Sprachrohr dieser Bewegung ist.

Angeregt durch die CUV-Studie und die daraus resultierende Grundsatzerklärung wurden die Überlegungen über die ökumenische Bewegung in den letzten zehn Jahren in verschiedene Richtungen fortgesetzt. Zum Beispiel untersuchte eine Sonderkommission die orthodoxe Mitarbeit im ÖRK. Eine Änderung des Verfahrens zur Entscheidungsfindung, vom parlamentarischen zum Konsensverfahren, war ein direktes Ergebnis dieser vierjährigen Bemühungen, die im Jahr 2002 abgeschlossen wurden.

Zwei Konferenzen über "die ökumenische Bewegung im 21. Jahrhundert" konzentrierten sich auf die "Neugestaltung" der ökumenischen Bewegung und verfolgten so einen weiteren neuen Denkansatz. Von 2007 bis 2012 analysierte ein "Fortsetzungsausschusses für Ökumene im 21. Jahrhundert" gegenwärtige und institutionelle Herausforderungen. Er entwickelte Empfehlungen an den ÖRK, regionale ökumenische Organisationen, nationale Kirchenräte, christliche Weltgemeinschaften, ökumenische Jugendbewegungen, kirchliche Dienste und Werke, Erneuerungsbewegungen, den Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen und Kirchen und deren Organisationen – ob diese traditionell als ökumenisch engagiert gelten oder nicht – dazu, wie die Gabe der ökumenischen Berufung von allen in entschiedenerer Zusammenarbeit gelebt werden kann. Der Abschlussbericht des Ausschusses wurde vom ÖRK-Zentralausschuss im September 2012 entgegengenommen zur Vorlage an die ÖRK-Vollversammlung 2013.

Die Gründung eines Globalen Christlichen Forums stellte eine weitere Bemühung dar, zum Nachdenken über die Neugestaltung der ökumenischen Bewegung anzuregen. Das Forum bietet einen offenen Raum, in dem Vertreter und Vertreterinnen aus vielen unterschiedlichen christlichen Kirchen und zwischenkirchlichen Organisationen über gemeinsame Herausforderungen diskutieren können.

Auch die CUV-Grundsatzerklärung bietet weitere Grundlagen für die ständige Weiterentwicklung der ökumenischen Bewegung. So versteht sich der ÖRK z. B. als eine "Gemeinschaft von Kirchen". Dies wird jedoch manchmal aus spiritueller Sicht in Frage gestellt. "Gemeinsam beten" ist zu einer ekklesiologischen und spirituellen Herausforderung geworden und die CUV-Erklärung enthält zahlreiche Aussagen zu diesem Thema.

Das Projekt - Interpretation der Ökumenischen Vision des ÖRK - umfasst Kommunikation, ökumenische Ausbildung und Forschungsarbeit. Das Projekt wird von Ökumenebeauftragten, jungen Menschen, Mitgliedskirchen und anderen ökumenischen Gremien getragen und will die gemeinsame Reflexion über die Entwicklungen in der ökumenischen Bewegung fördern.

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