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Solidarität mit indigenen Völkern

Der ÖRK ist ein engagierter und zuverlässiger Partner der indigenen Völker, die ihr Land, ihre Identität, ihre Sprache verteidigen müssen und für das Überleben ihrer Kultur kämpfen.

Die Erfahrungen der indigenen Völker sind sowohl in der Gesellschaft als auch im Leben der Kirchen noch immer in breitem Ausmaß von ständiger Ausgrenzung und Unterdrückung geprägt. Angehörige indigener Völker haben eigene Weltsichten, Spiritualitäten, Kulturen und Erfahrungen. Im Mittelpunkt ihres Überlebenskampfes als eigenständige, selbstbestimmende Völker steht die Bewahrung ihrer spirituellen, kulturellen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Integrität.

Der ÖRK verpflichtet sich seit vielen Jahren zur solidarischen Unterstützung indigener Völker. Auf seiner 10. Vollversammlung 2013 bekräftigte der Rat sein Engagement und erkannte an, dass unterdrückerische Institutionen und systemische Übel, die die Lage indigener Völker prägen, alle verletzen und wir daher alle Heilung und Verwandlung benötigen. Bei seinen Aktivitäten für die indigenen Völker setzt der ÖRK deshalb Heilung und Verwandlung an die erste Stelle und strebt danach, die umfassende Wirklichkeit und Autorität indigenen Lebens innerhalb des ÖRK und der ökumenischen Bewegung zu verkörpern.

Das ÖRK-Programm für indigene Völker ist Teil des Bereichs „Mission von den Rändern her“.

Der ÖRK hat beschlossen, sich auf folgende Aktivitäten zu konzentrieren: Schaffung, Stärkung und Pflegen globaler und regionaler Netzwerke indigener Völker, Kapazitätsaufbau im Blick auf regionale und lokale Führungskräfte, Unterstützung von Basisbewegungen für Gerechtigkeit, Entwicklung, Landrechte, Identität und Selbstbestimmung, Förderung von Mitbestimmung und Mitwirkung indigener Völker auf verschiedenen Ebenen im Leben und Wirken der ökumenischen Bewegung und der Kirchen sowie Unterstützung der Beteiligung indigener Völker an internationalen Tagungen, die für ihren Kampf relevant sind.

Prioritäten für die Partnerschaft mit regionalen Netzwerken sind unter anderem die Fürsprache für die Rechte der indigenen Völker und die Stärkung indigener Theologie und Spiritualität.

Die indigenen Völker laden alle Christinnen und Christen ein, „einen neuen Himmel und eine neue Erde“ zu erträumen, wie sie die Bibel verheißt und wie es der gemeinsamen Vision der ausgegrenzten Völker entspricht, dass eine andere Welt möglich ist.

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