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Erklärung über den Weg hin zu einer atomfreien Welt

Angenommen vom Zentralausschuss des ÖRK, 2. bis 8. Juli 2014, als Teil des Berichts des Ausschusses für öffentliche Angelegenheiten.

07. Juli 2014

(Angenommen vom Zentralausschuss des ÖRK, 2. bis 8. Juli 2014)

Die 10. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) fand in einer Region statt, in der nukleare Explosionen, Unfälle und Bedrohungen einen hohen Tribut gefordert haben. Nordostasien ist die einzige Region der Welt, in der im Krieg Atomwaffen eingesetzt wurden. Während des Kalten Krieges wurden in den angrenzenden Gebieten des Pazifik und in Asien mehr als 1 000 Atombomben getestet. Heute besitzen alle Staaten in der Region selbst Atomwaffen oder verlassen sich auf das Atomwaffenarsenal der USA. Die mehr als 100 Atomkraftwerke in Ostasien und die vielen weiteren, die geplant sind, sind ein Zeichen wirtschaftlicher Stärke, erinnern aber auch an die Tragödie von Fukushima. Südkorea hat die höchste geographische Konzentration von Atomkraftwerken in der Welt.

Da sie in der näheren Umgebung von Atomkraftwerken oder in den Zielzonen gegnerischer Atommächte leben, werfen Menschen mit einem Gewissen und Mut in Nordostasien ernsthafte Fragen hinsichtlich des von ihren Gesellschaften eingeschlagenen militärischen und wirtschaftspolitischen Weges auf. Vor und nach der ÖRK-Vollversammlung in Busan haben ökumenische und interreligiöse Konferenzen in Japan, Korea, den USA und in Europa verschiedentlich dazu aufgerufen, Atomenergie in der Region als ein Schritt hin zu nachhaltiger Entwicklung durch andere Energiequellen zu ersetzen und alle Atomwaffen als ein Schritt hin zu Frieden zu beseitigen.[i]

Atomwaffen sind unvereinbar mit wahrem Frieden. Sie verursachen durch ihre Explosion, Hitze und Strahlung unsagbares Leid. Sie führen zu Zerstörung, die weder räumlich noch zeitlich begrenzt ist. Ihre Zerstörungskraft ist unkontrolliert und mit keiner anderen Waffe der Welt wird eine entsprechende Wirkung erreicht. Solange es Atomwaffen in dieser Welt gibt, werden sie eine Gefahr für die Menschheit sein.

Städte sind die Hauptziele für Atomwaffen. Wenn Städte mit 100 kleinen Atombomben wie diejenigen, die in Hiroshima zum Einsatz kam, angegriffen werden, könnten rund 20 Millionen Menschen auf der Stelle getötet werden und weitere zwei- oder dreimal so viele im Laufe der folgenden Jahre ihr Leben lassen. Der Ruß der verbrannten Städte würde in die obere Atmosphäre aufsteigen und das weltweite Klima verändern. Aufgrund niedrigerer Temperaturen und kürzerer Anbausaisons würden zwei Milliarden Menschen jahrzehntelang vom Hungertod bedroht sein. [ii]

Angesichts solcher Daten haben 124 Regierungen 2013 erklärt: „Für das Überleben der Menschheit als solche ist es unumgänglich, dass Atomwaffen nie wieder und unter keinen Umständen mehr eingesetzt werden.“[iii] Eine Atomwaffenstrategie verlangt hingegen die eindeutige Verpflichtung auf die Nutzung der Waffen und in der Geschichte der Atomenergie finden sich zahlreiche Beispiele für Unfälle, Fehlberechnungen und gerade noch verhinderte Katastrophen.[iv] Überdies würde schon die Explosion einer einzigen Atombombe den Katastrophenschutz eines jeden Landes dieser Welt überfordern. [v] Die einzige Möglichkeit sicherzustellen, dass Atomwaffen nie wieder eingesetzt werden, ist, die Atomwaffen selbst zu beseitigen.

Die mit Atomenergie in Zusammenhang stehende Technologie ist eine auf ihre ganz eigene Art gefährliche Form der Entwicklung. Die Katastrophe von Fukushima Daiichi 2011 hat wieder einmal die Bedrohung aufgezeigt, die die Atomenergie für die Menschheit, das Leben in Gemeinschaft und die natürlichen Ökosysteme darstellt. Zehntausende Menschen wurden durch die Katastrophe vertrieben und werden nie wieder nach Hause zurückkehren dürfen. Ihr Land, ihre Dörfer und Städte sind leer, verstrahlt. Das volle Ausmaß der Katastrophe auf die öffentliche Gesundheit und die Umwelt werden wir nie erfahren. Eine vollständige Säuberung ist unmöglich.

Die Opfer der Fukushima-Katastrophe werden heute als Hibakusha bezeichnet, ein Begriff, dessen Bedeutung Leiden, soziales Stigma und ein unnatürliches Schicksal umfasst. Erstmals wurde dieser Begriff verwendet, um die Menschen zu beschreiben, die von den Atombombenabwürfen in Japan betroffen waren.

2015 jähren sich diese Angriffe mit Atombomben zum 70. Mal. Die Hibakusha von 1945 berichten noch immer über das von ihnen Erlebte, in der Hoffnung, dass niemand jemals wieder das gleiche Schicksal erleiden muss. Heute schließen sich ihnen die Hibakusha von 2011 an, die die Kernenergie ebenfalls verurteilen. Es ist richtig, dass Christinnen und Christen und die Kirchen ihnen zuhören und sich ihr Zeugnis zu eigen machen.

Gesundheitliche, humanitäre und ökologische Bedenken

Die militärische wie die zivile Nutzung von Atomtechnologie produziert große Mengen giftiger Stoffe, die nicht in der Natur vorkommen und zu den schlimmsten Formen der Umweltverschmutzung in der Welt gehören. Einige der entstehenden Abfallprodukte stellen noch für Millionen Jahre eine Bedrohung für alles Leben dar.[vi] Es sind keine Möglichkeiten für eine langfristige Lagerung oder Möglichkeiten der Entsorgung bekannt, durch die der Atommüll für eine ausreichend lange Zeit von der Umwelt isoliert werden kann, um die von ihm ausgehenden Gefahren zu neutralisieren.[vii]

Wenn wir unsere Wirtschaften mit Atomkraft antreiben und uns selbst mit Atomwaffen beschützen, vergiften wir die Erde und setzen uns selbst, unsere Kinder und Kindeskinder und alle anderen Lebewesen Risiken aus.

Radioaktive Strahlung ist ein Gift, das wir weder sehen noch riechen noch schmecken können. Doch seine Auswirkungen auf unsere Gesundheit sind gravierend und betreffen mehrere Generationen. Isotope, die von Atomkraftwerken freigesetzt werden, können die Luft, die wir atmen, das Wasser, das wir trinken, und die Nahrungsmittel, die wir essen, vergiften. Sie sind radioaktives und chemisches Gift für den menschlichen Körper.

Die Auswirkungen ionisierender Strahlungen sind bei atomaren Katastrophen in den psychischen und sozialen Traumata, die Familien und Gemeinschaften auseinanderreißen, schon früh zu erkennen Mit der Zeit zeigt sich zudem ein erhöhtes Risiko für eine Reihe von Krebserkrankungen und dauerhafte genetische Schäden werden deutlich.

Die Atomindustrie als „sicher“ zu bezeichnen ist unhaltbar geworden. Wiederholt haben sich schwere Unfälle ereignet, die als höchst unwahrscheinlich galten.[viii] Die schwerwiegenden Folgen solcher Unfälle werden geflissentlich ignoriert oder von den beteiligten Regierungen und Konzernen abgetan.

„Akzeptable“ Schwellenwerte festzulegen, bis zu denen Menschen im Falle von atomaren Unfällen oder bei Atomversuchen ionisierender Strahlung und chemischen Giftstoffen ausgesetzt werden können, hat sich als irreführend und gefährlich erwiesen. Nach Tschernobyl, Fukushima und anderen Unfällen wurden diese „akzeptablen“ Schwellenwerte für die Strahlenbelastung einfach heraufgesetzt, um die von der Öffentlichkeit wahrgenommene Ernsthaftigkeit der Lage so gering wie möglich zu halten und öffentliche Kritik zu vermeiden.

Ein ähnliches Vorgehen ist auch in nuklearen Testgebieten verbreitet. Die Bevölkerung vor Ort wurde von den ausländischen Akteuren, die das Land für ihre nuklearen Tests nutzten, für gewöhnlich informiert, dass sie von radioaktivem Niederschlag nichts zu befürchten hätten. Mitunter wurde sie nicht einmal angewiesen, Hochrisikogebiete zu verlassen. In vielen bekannt gewordenen Fällen wurden Militärärzte, die in die Gebiete geschickt wurden, um die Auswirkungen der radioaktiven Strahlung zu untersuchen, autorisiert, die Opfer der Atomtests zu untersuchen, nicht aber medizinische Hilfe zu leisten. Auch heute noch leiden die Gemeinschaften in der Umgebung von Testgebieten unter den negativen Auswirkungen atomarer Stoffe.[ix]

In den vergangenen Jahrzehnten wurden neue humanitäre Normen gegen chemische und biologische Massenvernichtungswaffen, Laserwaffen, Landminen und Streumunition formuliert. Die von führenden Atommächten gezeigte Entschlossenheit, Syriens Chemiewaffen zu beseitigen, ist Präzedenzfall und Musterbeispiel für zukünftiges Handeln zugleich.

Ein entsprechendes humanitär begründetes Verbot der gefährlichsten Waffe der Welt zu erreichen wird schwierig sein. Staaten, die über Atomwaffen verfügen, scheinen die Bedenken der Mehrheit zu ignorieren und betonen die weiterhin bestehende Bedeutung von Atomwaffen, modernisieren ihre Arsenale, um sie viele weitere Jahrzehnte nutzen zu können, und reduzieren die Verpflichtung aus dem Vertrag über die Nichtverbreitung von Atomwaffen, wirksame Maßnahmen zur nuklearen Abrüstung zu verhandeln, auf ein minimales Niveau. Trotzdem verändert eine neue weltweite Gemeinschaft von Menschen, die die Beseitigung der Atomwaffen befürworten, die Debatte über diese Waffen. Regierungen, internationale Organisationen, zivilgesellschaftliche Kampagnen und religiöse Netzwerke sprechen Atomwaffen aufgrund ihrer gesundheitlichen, humanitären und ökologischen Auswirkungen die Legitimation ab. Dies untergräbt die Legitimität und das Ansehen von Atomwaffen.

Ökumenische Urteilsbildung in atomaren Fragen

Der Ökumenische Rat der Kirchen hat immer wieder die Notwendigkeit betont, sich ausgehend von Gerechtigkeit, Teilhabe und Nachhaltigkeit an ethischen Überlegungen zu Atomwaffen und Kernenergie und an ethischer Advocacy in diesem Bereich zu beteiligen. Die erste ÖRK-Vollversammlung 1948 erklärte den Krieg mit „atomaren“ oder anderen modernen Waffen zu einer „Sünde gegen Gott und einer Entwürdigung der Menschen“. Seither haben sich Kirchen in Grundsatzentscheidungen und Richtlinien mit den atomaren Gefahren beschäftigt.

Die Fünfte Vollversammlung 1975 warnte vor „ethischen Problemen“, die die nukleare Stromerzeugung und Atomwaffen, die von der Lagerung des Atommülls ausgehenden Gefahren und die Verbreitung der nuklearen Technologie auslösen könnten.[x] Die Konferenz „Glaube, Wissenschaft und die Zukunft“ von 1979 warnte ebenfalls, dass Atomkraft langfristig keine wichtige Rolle bei der Reduzierung der CO2‑Emissionen spielen könne. Sie forderte ein Moratorium für den Bau von Kernkraftwerken und rief dringend zu einer Verlagerung der Schwerpunkte auf erneuerbare Energien auf.[xi]

Die Sechste Vollversammlung rief 1983 dazu auf, „ein völkerrechtliches Instrument [zu schaffen], mit dem sowohl der Besitz als auch der Einsatz von Atomwaffen als Verbrechen gegen die Menschheit geächtet werden kann“. Von der Ökumene formulierte Bedenken nach der Katastrophe von Tschernobyl drei Jahre später gelten ebenso in der Fukushima-Krise heute: die Sicherheit der Arbeitenden in Atomkraftwerken, das beharrliche Schweigen von offizieller Seite angesichts vorhandener Risiken und die Verweigerung des Rechtes der Bürgerinnen und Bürger, über Gefahren informiert zu werden, denen sie ausgesetzt sind.

Die ÖRK-Konsultation zu Atomenergie im Jahr 1989 erklärte, „Menschliches Handeln ist für die Bewahrung der Schöpfung oftmals schädlich und gefährdet heute ihr Überleben an sich“. Sie empfahl drei ethische Prinzipien für die Nutzung von Energietechnologien, die auch heute noch für die Bewertung von nuklearen Technologien gültig sind: (a) die Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen, die „Nachhaltigkeit der Schöpfung“ zu bewahren, (b) Gerechtigkeit, die das Überleben der Menschheit und ihre Erfüllung ermöglicht, und (c) die Beteiligung von Menschen an der Wahl der Energiequellen, die sie direkt betreffen.[xii]

Die ÖRK-Erklärung zu Öko-Gerechtigkeit und ökologischer Schuld von 2009 beschäftigte sich mit Themen, die sowohl für die militärische als auch für die zivile Nutzung von Atomenergie von Bedeutung sind: das Konzept der „ökologischen Schuld“, das für diejenigen Bevölkerungsgruppen von Bedeutung ist, die von der Herstellung, dem Testen und dem Einsatz von Atomwaffen betroffen sind sowie von dem „nuklearen Winter“ und der Hungersnot betroffen wären, die ein Atomkrieg auslösen könnte; die „Zeit des grenzenlosen Konsums“, die durch Atomenergie teilweise erst möglich wird; und die wirtschaftlichen und ökologischen Erkenntnisse, die Behauptungen widerlegen, Atomenergie sei sicher, kostengünstig und verlässlich.

Die Internationale ökumenische Friedenskonvokation 2011 in Jamaika bekräftigte die Forderung des ÖRK nach „vollständiger nuklearer Abrüstung“. Sie erklärte, die Katastrophe von Fukushima 2011 „hat einmal mehr bewiesen, dass wir nicht länger auf Atomstrom als Energiequelle zählen dürfen“.

Die ÖRK-Vollversammlung 2013 in Südkorea erklärte, die „gemeinsame Sicherheit der Menschen [muss] einen höheren Stellenwert erhalten als eine entzweiende, konkurrierende und militarisierte nationale Sicherheit“, und rief zur Beseitigung aller Atomwaffen und Atomkraftwerke in Nordostasien auf.[xiii]

Die ökumenische Fürsprachearbeit gegen atomare Gefahren ist geprägt vom weltweiten Engagement der Mitgliedskirchen. Von Kanada bis Indien, von Japan bis Australien, von Deutschland bis zu den Marshallinseln leisten Kirchen Widerstand gegen den Bau von Atomkraftwerken, protestieren gegen das Vorhandensein von Atomwaffen und unterstützen Gemeinschaften, die von Uranabbau, Atomtests und atomaren Katastrophen betroffen sind. An vielen Orten geschieht dies in Zusammenarbeit mit Menschen anderer Religionen.

Der ÖRK-Zentralausschuss ist sich bewusst, dass einige Kirche mit Blick auf das schwierige Thema Kernenergie noch nicht an ihrem Ziel angekommen sind, und dass einige Kirchen abhängig von ihrem jeweiligen Kontext unterschiedliche Vorgehensweisen wählen, um sich dem Thema Kernenergie zu stellen. ANGENOMMEN

Kirchenleitende aus drei afrikanischen Ländern hatten 2009 eine führende Rolle inne bei der Umsetzung der Kernwaffenfreien Zone Afrika, die eine Empfehlung der ÖRK-Vollversammlung 2006 gewesen war. Ein ökumenisches Advocacy-Netzwerk, das der ÖRK ins Leben gerufen hatte, half sicherzustellen, dass der Vertrag über den Waffenhandel von 2013 entsprechend einer Entscheidung des ÖRK-Zentralausschusses von 2011 auch humanitäre und Menschenrechtskriterien enthält. Entsprechend einer Empfehlung der Vollversammlung in Busan engagieren sich die Kirchen auf den sechs Kontinenten in koordinierter ökumenischer Fürsprachearbeit für ein humanitär begründetes Verbot von Atomwaffen.

Haushalterschaft der Schöpfung und Umgang mit den Risiken

Christinnen und Christen sind aufgerufen, an der Verantwortung zur Bewahrung von Gottes Schöpfung teilzuhaben und die Heiligkeit des Lebens zu schützen. Eine verantwortungsvolle und integrative Nutzung von Energie in der heutigen Zeit muss das Allgemeinwohl, die Bewahrung der Schöpfung und die Zukunft der Menschheit stärker berücksichtigen. Energiequellen müssen sicher, effizient und erneuerbar sein. Das Energiesparen muss integraler Bestandteil der Energienutzung sein. Die heutige Nutzung von Energie darf keine ernsthaften Probleme für die Zukunft verursachen. Die heute genutzte Energie muss auch morgen noch tatsächlich als Energie dienen können.

Trotz Jahrzehnten der genauen Prüfung erfüllt die Atomenergie diese Voraussetzungen nicht. Sie ist nicht erneuerbar und basiert nicht auf einer nachhaltigen Ressource. Durch die gesamte nukleare Brennstoffkette hindurch wird Kohlenstoff ausgestoßen – vom Abbau über die Verarbeitung, die Beförderung, den Bau und den Betrieb bis zur Stilllegung und der nie endenden Handhabung des giftigen Atommülls. Die Behauptung, Atomenergie sei sauber und umweltfreundlich, scheint die umfassenden Auswirkungen, Folgen und Alternativen zu ignorieren.

Es hat sich darüber hinaus erwiesen, dass Atomenergie unbezahlbar ist, insbesondere wenn man die staatlichen Zuschüsse und die Übertragung der Haftung auf die Bürgerinnen und Bürger sowie die unabsehbaren Kosten der langfristigen Lagerung und Handhabung von Atommüll berücksichtigt. Eine umfassende Berechnung der Erschwinglichkeit muss die direkten und indirekten Zuschüsse, die Haftung im Katastrophenfall und eine sichere Stilllegung beinhalten. Einige dieser Kosten sind verdeckt, andere nehmen nie ein Ende. Verglichen mit anderen Energiequellen erfordern Atomkraftwerke zudem hohe finanzielle Investitionen.[xiv] Die umfangreichen staatlichen Zuschüsse für Atomenergie übersteigen die staatliche Unterstützung für erneuerbare Energietechnologien zumeist bei Weitem.[xv]

Umfangreiche öffentliche Ausgaben sind ebenfalls ein auffälliges Merkmal von Atomwaffenprogrammen. Jedes Jahr geben die Atomwaffenstaaten rund 100 Milliarden US-Dollar für ihre Atomwaffen aus. Die gegenwärtigen Pläne für die Modernisierung, Erneuerung und Erweiterung der Waffen erreichen allein im euro-atlantischen Raum einen Gesamtumfang von 500 Milliarden US-Dollar oder mehr. Diese öffentlichen Milliardenausgaben stellen eine gewaltige Einnahmequelle für private Unternehmen dar – auch für Firmen, die unter anderem an der Atomenergie beteiligt sind. Rund 300 Banken, Finanzinstitute und Pensionsfonds in 30 Ländern investieren in 27 Unternehmen, die Geschäfte mit Atomwaffen betreiben. 2013 beliefen sich ihre Beteiligungen auf insgesamt 314 Milliarden US-Dollar.[xvi]

Der Einsatz von Atomenergie birgt viele Risiken, die nur schwer zu kontrollieren sind. Die Wahrscheinlichkeit eines Atomunglücks mag zwar relativ klein sein, doch die Folgen einer solchen Katastrophe reichen von sehr schwerwiegend bis unvorstellbar. Daher ist das Risiko hoch.

Zahlreiche Regierungen haben die verantwortungsvolle Entscheidung getroffen, diese Risiken ganz zu vermeiden. Nach der Katastrophe von Fukushima schalteten Japan, Deutschland, die Schweiz, Spanien, Mexiko und Taiwan Atomkraftwerke ab oder stoppten ihren Bau bzw. verpflichteten sich letztendlich zu einem Atomausstieg. Andere Staaten bekräftigten ihren Beschluss, nur nicht-atomare Energiequellen zu nutzen und Atomwaffen abzulehnen.

Regierungen, die Atomkraftwerke finanziell unterstützen, akzeptieren gleichzeitig Risiken und setzen ihre Bevölkerung diesen Risiken aus. Sie setzen öffentliche Gelder dafür ein, eine Industrie zu subventionieren, die von privaten Geldgebern aufgrund der damit verbundenen Risiken gemieden wird. Zusätzlich zu Zuschüssen in Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar gewähren die Regierungen dieser Industrie einen Haftungsausschluss im Falle eines Reaktorunfalls oder einer atomaren Katastrophe. Der wirtschaftliche Gesamtverlust der Katastrophe von Fukushima zum Beispiel wird auf 250-500 Milliarden US-Dollar geschätzt.[xvii]

Atomwaffen zu stationieren bedeutet, das wohl größte bewusste Risiko in der Geschichte der Menschheit einzugehen. Erstens muss die betroffene Regierung eine glaubwürdige Bedrohung für den Einsatz ihrer Waffen aufrechterhalten. Zweitens muss sie auf das Risikomanagement ihrer Feinde vertrauen, um nicht angegriffen zu werden. Drittens muss sie bereit sein, im Falle eines Angriffs ihr eigenes Risikomanagement aufzugeben. Ihre Gegner leben mit denselben Widersprüchen. Das Schicksal der Erde hängt bei diesem merkwürdigen Glücksspiel seit Lebzeiten an einem seidenen Faden. Auf einer solchen Lotterie zu beharren, ist einfach eine Verhöhnung unseres Schöpfers.

Trotz Verträgen und Übereinkommen bleibt die Verbreitung von Atomwaffen weiterhin ein Risiko. Seit dem Kalten Krieg wurde zwar die Zahl der atomaren Sprengköpfe reduziert, doch unter den Atomwaffenstaaten besteht gemeinhin die Tendenz, die Atomwaffenarsenale zu modernisieren anstatt sie abzubauen. Auch ist die Zahl der Länder, die in Besitz von Atomwaffen sind, gestiegen. Es hat sich sogar gezeigt, dass allein die Tatsache, über ein Atomwaffenprogramm zu verfügen, ein Machtmittel in den internationalen Beziehungen darstellt, selbst für ein kleines Land.

Sicherheit und Chancen – Verbindungen zwischen Kernkraft und Atomwaffen

Kernkraft ermöglicht, die Ausrüstung, die Materialien und die Technologie zu erwerben, die für die Herstellung von Atomwaffen benötigt werden. Der Ausbau der Kernkraft wurde als „Atome für den Frieden“ und „friedliche Nutzung von Kernenergie“ angepriesen und erleichterte die Verbreitung von Atomwaffen. Die zivile Nutzung von Atomkraft kann dazu dienen, militärische Absichten zu verbergen, und Länder dazu verleiten, Plutonium aus Nuklearabfällen zur Nutzung in Atomwaffen wieder-aufzubereiten. Länder mit unterschiedlichen Niveaus an technischem Know-How sind in der Lage, reaktortaugliches Plutonium für nukleare Sprengköpfe zu verwenden.

Zivile und militärische Atomanlagen sind potenzielle Ziele für terroristische Angriffe oder in Kriegen. Radioaktives Material kann gestohlen oder verkauft und mit konventionellen Sprengstoffen kombiniert zu einer „schmutzigen“ Bombe verarbeitet werden.

Weltweit sind mehr als 400 Kernkraftwerke in Betrieb und 15 Länder sind für mindestens ein Viertel ihrer Stromversorgung von ihnen abhängig. Deshalb braucht ein Ersetzen der Atomkraft Zeit. Es gibt jedoch bereits billigere, sicherere und nachhaltigere Alternativen, allen voran das Energiesparen. Schätzungen zufolge könnte durch Energiesparmaßnahmen ein Viertel der heutigen Energieproduktion eingespart werden – das ist viel mehr als heute durch Atomenergie produziert wird. Energiesparen ist die zugänglichste, kostengünstigste und sicherste Alternative zur Kernenergie.

Die stufenweise Abschaltung von Atomreaktoren und die Beseitigung der Atomwaffenarsenale werden auch andere Chancen mit sich bringen: den Ausbau der erneuerbaren Energien, die Unterstützung von Gemeinschaften, in denen die Jobs verloren gehen, die mit der Gewinnung von Kernenergie verbunden sind, und die Förderung neuer umweltbewusst agierender Firmen, das Ende der Herstellung gefährlicher nuklearer Substanzen und das Wegfallen atomarer Bedrohungen in den internationalen Beziehungen. Außerdem böte sich die Gelegenheit – wie bei der Klimakrise – aufzuzeigen, dass gute Regierungsführung und das Gedeihen der Menschheit im 21. Jahrhundert eine kohärente Neuausrichtung der eigenen nationalen und der internationalen Interessen voraussetzen.

Der Atomausstieg als Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens

Gott ist ein großzügiger Schöpfer, der das Leben aus Atomen und Molekülen entstehen lässt und der Schöpfung ein Leben in Fülle schenkt. Schon die Spaltung von Atomen in tödliche, widernatürliche Elemente gibt ausreichend Grund für ernsthafte ethische und theologische Reflexion. Die Energie des Atoms auf eine Art und Weise zu nutzen, die alles Leben bedroht und zerstört, ist eine sündige Zweckentfremdung von Gottes Schöpfung.

Wir sind dazu berufen, so zu leben, dass das Leben geschützt und nicht gefährdet wird – wir sollten also weder in Angst leben und uns mit Atomwaffen verteidigen müssen, noch verschwenderisch und in Abhängigkeit von Atomenergie leben. Wir sind aufgerufen, Gemeinschaften und Wirtschaften aufzubauen, die in Harmonie mit Gottes vielfältigen Gaben und Verheißungen des Lebens sind.

Als das Volk der Sahtu-Dene im nördlichen Kanada in den 1990er-Jahren erfuhr, dass Uran aus seinem Boden für die Bomben verwendet worden war, die 1945 Hiroshima und Nagasaki zerstörten, sandte es eine Delegation von Stammesältesten nach Japan, um um Entschuldigung zu bitten. Auch wir haben ein solches Zeugnis abzulegen: Wir müssen die Waffen und den Energieverbrauch im Hinblick auf ihre Folgen für die Menschen und für Gottes Schöpfung beurteilen, wir müssen anerkennen, dass unser Wunsch nach materiellem Komfort und Bequemlichkeit uns von der Sorge für die Quelle und die Menge der verbrauchten Energie entrückt und wir müssen jegliche Unterstützung für die Erhaltung von Atomwaffen aufgeben und uns weigern zu akzeptieren, dass die massenhafte Vernichtung von anderen Menschen eine legitime Form des Schutzes für uns selbst ist.

Die Stimmen der Hibakusha, der Pi-pok-ja (koreanische Überlebende der Atombombenangriffe) und der Opfer in Testgebieten rufen nach einem Auszug aus dem Atomzeitalter. Wir müssen auf all jene hören, die unter den Auswirkungen der Nutzung der nuklearen Energie leiden – auf diejenigen, deren Körper durch genetische Veränderungen entstellt sind, jene, deren Böden und Meere durch Atomtests vergiftet sind, jene, deren Bauernhöfe und Städte durch Reaktorunfälle verschmutzt sind, jene, die durch die Arbeit in Minen und Kraftwerken Strahlung ausgesetzt sind.

Gott befreit uns vom Bösen, auch vom atomaren Übel. Im Angesicht der möglichen Zerstörung der Schöpfung erweiterte Gott seinen Bund, um die gesamte Schöpfung einzuschließen (1.Mose 9). Der Geist Gottes erhält die gesamte Schöpfung (Psalm 104). Die Ausbeutung der Menschen geht Hand in Hand mit der Zerstörung der Schöpfung (Jes 23). Gottes Wort leitet uns zur göttlichen Präsenz und dem Ziel der Schöpfung, warnt uns, die Güte der Schöpfung nicht zu beeinträchtigen, und erinnert uns daran, dass die gesamte Schöpfung Staunen, Feiern und Lobpreis verdient.

Gott legt Leben und Tod, Segen und Fluch vor uns hin. Gott fleht uns an, jetzt „das Leben zu erwählen“, damit wir und unsere Kinder am Leben bleiben (5.Mose 30). Die Vollversammlung in Busan wurde daran erinnert, dass das „Jetzt“ Gottes unmittelbar bevorsteht, eschatologische Zeit ist, eine Zeit der metanoia und voller Gnade. Als Kirchen müssen wir uns selbst dazu erziehen, das Leben zu erwählen, indem wir uns vom blendenden Blitz der atomaren Sprengköpfe und dem tödlichen Leuchten der Kernkraftwerke ab- und gesunden Energiequellen in der natürlichen Welt, in der wir leben, zuwenden – Sonne, Wind, Wasser und Erdwärme. Das ist der Weg des Ausstiegs aus der Atomenergie und anderer Gefahren.

„Wir haben durch die Atomenergie die Süße eines Überangebots an Energie genossen; jetzt müssen wir erfahren, wie bitter es ist, Atomreaktoren abzuschalten und radioaktive Abfälle zu entsorgen“, hieß es in einer Erklärung koreanischer Christinnen und Christen im Vorfeld der Vollversammlung in Busan. „Wir erklären mit Nachdruck, dass es nicht der Status quo der Atomwaffenstaaten ist, den wir schützen müssen, sondern das Leben für die gesamte Menschheit und die Schöpfung.“[xviii]

Gott hat einen Weg für uns hin zu Leben, Gerechtigkeit und Frieden vorbereitet, der uns wegführt von Selbstzerstörung, Gewalt und Krieg.[xix] In diesem Sinne lud die 10. Vollversammlung die Kirchen weltweit ein, sich einem ökumenischen Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens anzuschließen und sie zu stärken.

Der Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen, der vom 2. bis 8. Juli 2014 in Genf, Schweiz, tagt, fasst deshalb folgenden Beschluss. Er ruft die Mitgliedskirchen, Partnerorganisationen und -netzwerke auf,

1. ethische und theologische Diskussionen über die zivile und militärische Nutzung von Kernkraft weiterzuführen und zu vertiefen, und dabei zu erkennen suchen, was für einen Zweck sie hat, wie viel sie tatsächlich kostet, wessen Interessen sie dient, welche Rechte sie verletzt, welche Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt sie hat und ob der Nutzung von Atomstrom oder der Bereitschaft, den Schutz durch Atomwaffen zu akzeptieren, ein Zeugnis innewohnt;

2. eine umweltbewusste Spiritualität zu entwickeln und zu praktizieren, um die Richtung zu weisen für tiefgreifende Veränderungen in den Lebensweisen von Einzelpersonen und Gemeinschaften, eine positive Veränderung im Hinblick auf Energieverbrauch, Effizienz, Einsparungen und den Einsatz von Energie aus erneuerbaren Quellen zu bewirken und auf der Erfahrung umweltbewusster Kirchen im ÖRK aufzubauen;

3. den Abzug von Investitionen in Unternehmen und Finanzinstitutionen, die an der Herstellung von Atomwaffen oder an Kernkraftwerken und damit in Zusammenhang stehender Exporte beteiligt sind, zu praktizieren und zu fördern, und sich für die Umverteilung der staatlichen Ausgaben einzusetzen, weg von den Atomwaffen und den Kernkraftwerken, hin zur Entwicklung von erneuerbaren Energiequellen und der Sanierung von Gemeinschaften, in denen in der Atomindustrie tätige Unternehmen schließen;

4. die Rehabilitierung, die seelsorgerische Begleitung, die rechtlichen Schritte und die Entschädigung für die Verluste von Opfern von Reaktorunfällen und Atomtests zu unterstützen, einschließlich der Überlebenden der Katastrophe von Fukushima in Japan und der Opfer der Atomtests im Pazifik; und außerdem die Klage der Marshallinseln gegen die Atomwaffenstaaten beim Internationalen Gerichtshof zu unterstützen;

5. ihre Regierungen aufzurufen, sich an zwischenstaatlichen Initiativen zu beteiligen und die Bemühungen der Zivilgesellschaft zu befürworten, die die Herstellung, Stationierung, den Transfer und Einsatz von Atomwaffen verbieten wollen, in Übereinstimmung mit dem humanitären Völkerrecht und in Erfüllung ihrer bestehenden internationalen Verpflichtungen;

6. sich ökumenischen Advocacy-Netzwerken anzuschließen, die mit Kirchen und anderen religiösen oder zivilgesellschaftlichen Organisationen innerhalb von partizipatorischen und offenen Bündnissen wie der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) zusammenarbeiten;

7. konkrete Schritte hin zum seit Langem bestehenden ökumenischen Ziel der Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel zu unterstützen, einschließlich eines Moratoriums für Militärübungen und der Aushandlung kollektiver regionaler Sicherheitsabkommen, die an Stelle der nuklearen Abschreckung treten;

8. die Ausdehnung von Militärstützpunkten, Atomstreitkräften und Raketenabwehrsystemen in Asien oder mit Ausrichtung auf Asien abzulehnen und das Bewusstsein für den Widerstand in der Bevölkerung gegen eine solche militärische Expansion zu stärken, einschließlich gegen den neuen Marinestützpunkt im Dorf Gangjeong auf der Insel Jeju, Republik Korea.

Der Zentralausschuss ruft die Mitgliedskirchen, Partnerorganisationen und -netzwerke auf, sich gemeinsam mit dem ÖRK in koordinierter nationaler und internationaler Fürsprachearbeit zu engagieren und

9. die 31 Staaten, die keine Atomwaffen besitzen – und die zu atomarer Abrüstung aufrufen, aber von den Atomwaffen der USA abhängig sind – mit Nachdruck aufzufordern, die Beseitigung der Atomwaffen in Übereinstimmung mit dem humanitären Völkerrecht aktiv zu unterstützen, alle Atomwaffen aus ihrem Hoheitsgebiet zu entfernen und kollektive, nichtatomare Sicherheitsübereinkommen auszuhandeln;

10.  neue atomwaffenfreie Zonen, insbesondere in Nordostasien und im Nahen Osten zu fördern und Schritte zu unternehmen, die bereits bestehenden Zonen in Südostasien, im Pazifik, in Lateinamerika und in Afrika gegen jede Präsenz und jede Bedrohung durch Atomwaffen zu stärken;

11.  die Regierungen mit Nachdruck aufzufordern, ihre Atomkraftwerke schrittweise abzuschalten und die Energienutzung insgesamt umzugestalten, um die Energieeffizienz und die Einsparungen zu erhöhen, Kohlendioxidemissionen und Giftmüll zu reduzieren und die erneuerbaren Energien auszubauen;

12.  kohärente, interdisziplinäre Maßnahmen zu diesen Empfehlungen als Beiträge zum ökumenischen Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens zu organisieren.

 



ENDNOTEN

[i] Erklärungen von Mitgliedskirchen und ökumenischen und interreligiösen Konferenzen zum Thema Atomenergie und Atomwaffen, die vor und nach der ÖRK-Vollversammlung in Busan veröffentlicht wurden:

  • Erklärung der International Conference on the East Japan Disaster, „Resisting the Myth of Safe Nuclear Energy: The Fundamental Question from Fukushima“, Vereinigte Kirche Christi in Japan, Sendai, März 2014.
  • „A Call for Peace and Reconciliation on the Korean Peninsula: Ecumenical Korea Peace Statement“, Evangelisch-Methodistische Kirche et al, Atlanta, Mai 2013.
  • „A Joint Statement on Peace in the Korean Peninsula“, Presbyterianische Kirche von Korea und Presbyterianische Kirche (USA), Louisville, April 2013.
  • „Sang-Saeng: Living Together in Justice and Peace“, Arbeitspapier der Pre-Assembly Nuclear Advocacy Consultation, ÖRK-ökumenisch-interreligiös, Seoul, Dezember 2012.
  • „No to Nuclear Power! Faith Declaration from Fukushima“, Nationaler Kirchenrat in Japan, Fukuschima, Dezember 2012.
  • „Christians for a Nuclear Free Earth“, ökumenische Erklärung, Tokio, Mai 2012.
  • „Faith Declaration for a World Free of Nuclear Weapons and Nuclear Energy“, Korean Network for a World Free of Nuclear Power and Weapons, Seoul, März 2012.
  • „For a World without Nuclear Power Plants“, Anglikanische Gemeinschaft in Japan, Kyoto, Mai 2012.
  • Asia Inter-Religious Conferences on Article Nine of the Japanese Constitution, drei Erklärungen: Okinawa, 2012; Seoul, 2010; Tokyo, 2008.
  • „For a World of Peace, a World Free of Nuclear Weapons“, ökumenische koreanisch-internationale Erklärung, 2010.

[ii] „Self-assured destruction: The climate impacts of nuclear war“, Alan Robock und Owen Brian, Bulletin of the Atomic Scientists, 2012, http://climate.envsci.rutgers.edu/pdf/RobockToonSAD.pdf

[iii] Gemeinsame Erklärung der 68. Tagung der UNO-Generalversammlung 2013 über die humanitären Auswirkungen von Nuklearwaffen: „Joint Statement on the Humanitarian Consequences of Nuclear Weapons“, http://www.reachingcriticalwill.org/images/documents/Disarmament-fora/1com/1com13/statements/21Oct_Joint.pdf

[iv] „Command and Control“ von Eric Schlosser, Allen Lane, 2013

[v] „Nuclear Famine: Two billion people at risk?“, Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, 2013, http://www.ippnw.org/pdf/nuclear-famine-two-billion-at-risk-2013.pdf. Deutschsprachige Einleitung und Zusammenfassung der Studie: http://news.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomwaffen/Einleitung_Zusammenfassung_nuclearfamine.pdf

[vi] Vgl. Hintergrunddokument „Timeframe of Care“, Mary Lou Harley, Vereinigte Kirche von Kanada.

[vii] „Final Study: Choosing a Way Forward“, Canadian Nuclear Waste Management Organization, 2005, http://www.nwmo.ca/studyreport

[viii] International Nuclear and Radiological Event Scale. Internationale Atomenergie Organisation, http://www-ns.iaea.org/tech-areas/emergency/ines.asp

[ix] „Report of the Special Rapporteur“ (Calin Georgescu), Menschenrechtsrat, Genf, 3. September 2012

[x] „Breaking Barriers“, Offizieller Bericht der Fünften Vollversammlung, ÖRK, 1975, S. 107.

[xi] „Faith and Science in an Unjust World“, Vol. II, ÖRK, 1979, S. 90.

[xii] „Church and Society Working Group Report“, Konsultation des Ökumenischen Rates der Kirchen zu Atomenergie, Kinshasa, Zaire, 1989.

[xiii] „Erklärung über Frieden und Wiedervereinigung auf der koreanischen Halbinsel“, 10. Vollversammlung, Ökumenischer Rat der Kirchen, 2013, http://www.oikoumene.org/en/resources/documents/assembly/2013-busan/adopted-documents-statements/peace-and-reunification-of-the-korean-peninsula (deutsche Übersetzung in Arbeit)

[xiv]In den USA zum Beispiel kann ein Dollar, der in die Energieeffizienz investiert wird, fünfmal so viel Strom einbringen wie in der Atomenergie. Investitionen in Windkraft können 100-mal mehr Elektrizität erzeugen. Fukushima and the Future of Nuclear Power, Internationales Grünes Kreuz, 2011, http://www.gcint.org/sites/default/files/article/files/GCI_ Perspective_Nuclear_Power_20110411.pdf

[xv] Ebd: Das Verhältnis in den USA lag 2009 bei zehn zu eins - 55 Mrd. Dollar für Atomenergie, 5,5 Mrd. Dollar für Sonnen- und Windkraft.

[xvi] www.dontbankonthebomb.org

[xvii] „Costs and Consequences of Fukushima“, Physicians for Social Responsibility, http://www.psr.org/environment-and-health/environmental-health-policy-institute/responses/costs-and-consequences-of-fukushima.html

[xviii] „Faith Declaration for a World Free of Nuclear Weapons and Nuclear Energy“, Seoul, Republik Korea, März 2012.

[xix] „Exodus to a New Earth“, Plenum Frieden, 10. ÖRK-Vollversammlung, in Ecumenical Review, Dezember 2013, S. 484.