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Auf dem Weg zu einem Verhaltenskodex für Bekehrung

Eine multireligiöse Anhörung zu Fragen der Bekehrung im Mai 2006, die der Päpstliche Rat für den interreligiösen Dialog und der ÖRK gemeinsam organisiert hatten, kam zu der Feststellung, dass „jeder Mensch das Recht hat, für Verständnis für den eigenen Glauben zu werben, die Ausübung dieses Rechts jedoch nicht auf Kosten der Rechte und religiösen Empfindungen anderer gehen darf. (…) wir alle sollten uns heilen von der Fixierung darauf, andere zu bekehren“.

„Wir sind uns bewusst“, so der Schlussbericht der Konsultation weiter, „dass von den Angehörigen aller Glaubensrichtungen Fehler gemacht und Unrecht begangen wurden. (…) Selbstkritik und Reue sollten die nötigen Reformen hervorbringen, unter anderem im Blick auf die Frage der Bekehrung.“  

Um die Ausarbeitung eines Verhaltenskodex für Bekehrung zu ermöglichen, bringt diese Aktivität Christen/innen aus verschiedenen Konfessionen und theologischen Traditionen - aus den ÖRK-Mitgliedskirchen, der römisch-katholischen Kirche, aus evangelikalen Gemeinschaften und Pfingstkirchen - zusammen. Die innerchristlichen Konsultationen erörtern Denkansätze und Einschränkungen in der kontrovers diskutierten Frage der Bekehrung und des Religionswechsels in einer Welt, die von religiöser Vielfalt geprägt ist.

Dieser Prozess, für den ÖRK und Vatikan gemeinsam die Verantwortung tragen, wurde 2006 offiziell eingeleitet und läuft bis 2009. Theologen/innen, Missionswissenschaftler/innen, Geistliche und Dialogpartner aus aller Welt sind an dem Konsultationsprozess beteiligt.

 

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16.08.07 14:25

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Organised by the Pontifical Council for Interreligious Dialogue, Vatican City, and the Office on Interreligious Relations & Dialogue of the World Council of Churches, Geneva. in Lariano/Velletri (Italy) (May 12-16, 2006)
Die Frage des theologischen Verständnisses religiöser Pluralität hat bereits häufig auf der Tagesordnung des ÖRK gestanden; in den letzten Jahren aber war man zu der Ansicht gelangt, dass ein neuer Ansatz in dieser schwierigen und umstrittenen Frage notwendig sei. Das Dokument soll in seiner jetzigen Fassung als Diskussionspapier dienen.