Die in den örtlichen Strukturen verwurzelten afrikanischen Kirchen haben großen Einfluss, den sie im Sinne positiver Veränderungen einsetzen können, um für alle von HIV Betroffenen Heilung, Hoffnung und Gemeinschaft zu schaffen. Die Ökumenische HIV und Aids-Initiative in Afrika (Ecumenical HIV and AIDS Initiative in Africa, EHAIA) wurde 2002 ins Leben mit dem Ziel gerufen, den Kirchen in Afrika Zugang zu Informationen, Weiterbildung und Mitteln zu verschaffen und ihnen den Kontakt mit anderen Kirchen und Einrichtungen zu erleichtern, die ebenfalls im Bereich HIV aktiv sind. Diese Maßnahmen dienen der Unterstützung der Aids-Arbeit vor Ort. Die von Anfang an ökumenische Initiative erreichte in den ersten vier Jahren ihres Bestehens 9000 Teilnehmende. Die bewegenden Berichte der Tagungen beschreiben Erkenntnisprozesse und Veränderungen in der Haltung von Kirchen und Einzelnen gegenüber HIV-positiven Menschen. Das Projekt bringt eine ökumenische Dimension in die kirchlichen Betreuungs-, Aufklärungs- und Beratungsprogramme. Es will Kirchen und kirchliche Organisationen dabei unterstützen, in allen Bereichen ihrer HIV-Arbeit Effizienz, Koordination, Kapazitätsaufbau und Kommunikation auf professionellem Niveau zu erreichen. Eine Projektkoordinatorin und eine Assistentin beim ÖRK in Genf, fünf Büros und regionale Koordinatoren/innen sowie zwei theologische Berater arbeiten an dem Projekt mit, das von einer internationalen und mehreren regionalen Referenzgruppen begleitet wird und mit der Gesamtafrikanischen Kirchenkonferenz, subregionalen Kirchengemeinschaften, nationalen Kirchenräten und Verbänden HIV-Betroffener zusammenarbeitet. EHAIA führt Workshops und Trainingsprogramme durch; berät auf Anfrage Kirchen bei der Entwicklung von HIV-Richtlinien, der Konzeption von Ausbildungselementen für die Seelsorge und der Planung von Projekten; und verbreitet Informationen und Materialien in den Regionen über eine Webseite und einen elektronischen Rundbrief.
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