Gesundheit und HeilenDieses Projekt unterstützt die Aktivitäten der Kirchen im Bereich Gesundheit und Heilen. Besondere Schwerpunkte setzt es bei HIV/Aids, mentaler Gesundheit sowie dem Engagement für Versöhnung und der „Heilung von Erinnerungen“. Die Beziehungen des ÖRK zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) und anderen internationalen Organisationen wie UNICEF und UNAIDS ermöglichen ihm eine intensivere Kontaktpflege und Fürsprachearbeit im Namen kirchlicher Gesundheitsnetzwerke. Er bietet diesen Netzwerken die Gelegenheit zur Teilnahme an offiziellen WHO-Tagungen und leitet ihre Rückmeldungen an die Weltgesundheitsversammlung weiter. Dadurch ermöglicht er der Zivilgesellschaft, das globale Ressourcenmanagement so zu beeinflussen, dass Mittel zur Gesundheitsversorgung allen Menschen zugute kommen. Das Projekt „Gesundheit und Heilen“ fördert den Dialog unter religiösen Netzwerken und in der Zivilgesellschaft. Damit leistet es einen Beitrag zur Reflexion über die theologischen Grundlagen der heilerischen Mission sowie zur Entwicklung neuer Konzepte christlicher Gesundheitsarbeit. Unter den zahlreichen Organisationen, die im Bereich HIV aktiv sind, ist dieses Projekt dasjenige, das die Kompetenz der Kirchen und kirchlichen Netzwerke für die HIV-Arbeit stärken will. 2007 werden in zwei Regionen - Afrika südlich der Sahara und Karibik - theologische Studien zu HIV durchgeführt und Informationen über kirchliche Aktivitäten und Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt, veröffentlicht und verbreitet. Das Projekt „Gesundheit und Heilen“ fordert die Kirchen auf, Menschen, die mit HIV leben, zu integrieren, entwickelt Mechanismen zur Bewertung der kirchlichen Kompetenz im Umgang mit HIV und ermutigt die Kirchen, das Modell der ökumenischen HIV/Aids-Initiative in Afrika (EHAIA) auf ihre eigenen Regionen anzuwenden. In Partnerschaft mit der WHO will das Projekt Glaubensgemeinschaften für ein stärkeres Engagement in Fragen der mentalen Gesundheit (einschließlich der Aspekte Sucht, Selbstmord und Depression) rüsten und sich der Anliegen von Menschen annehmen, die für Betroffene sorgen bzw. diese pflegen. Die Tagung einer Beratungsgruppe, Studien zur Situation in einzelnen Ländern sowie zwei Regionalkonsultationen zum Thema mentale Gesundheit sollen zur Entwicklung kontextrelevanter Materialien und Werkzeuge für religiöse Gemeinschaften beitragen und ihnen die Auseinandersetzung mit der Problematik erleichtern. Mit Unterstützung ökumenischer Forschungsinstitute, die Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt haben, ebnet das Projekt „Gesundheit und Heilen“ den Weg für die Arbeit zum Thema „Erinnerungen heilen und Gemeinschaften versöhnen“. Ziel ist, Kirchen und Glaubensgemeinschaften zu geschützten Räumen zu machen, in denen Menschen Vergebung erbitten und gewähren können, und auf diese Weise eine Kultur der Heilung und Versöhnung zu fördern. Mit einem elektronischen Rundbrief (Contact for Health, der alle zwei Monate erscheint), einer gedruckten Zeitschrift (Contact) und Initiativen zu wichtigen jährlichen Terminen wie Weltgesundheitstag und Welt-Aids-Tag sammelt und verbreitet das Projekt wichtige Informationen aus verschiedenen Bereichen des kirchlichen Heilungsdienstes unter einer Vielzahl von Akteuren.
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