ÖRK > Programme > Einheit, Mission, Evangelisation und Spiritualität  > Gerechte, integrative Gemeinschaften > Rassismus

Kirchen überwinden Rassismus

Die Überwindung des Rassismus und das Engagement für Leben und Menschenwürde der Opfer von Rassismus stehen seit mehreren Jahrzehnten ganz oben auf der Tagesordnung des ÖRK. Leider tauchen immer neue Formen von Rassismus auf und die rassistisch bedingte Gewalt nimmt zu.

Der ÖRK ruft die Kirchen dazu auf, Rassismus in ihren eigenen Strukturen und ihrem Leben zu bekämpfen, und stützt sich auf ihre Arbeit und ihre Erfahrungen im Umgang mit diesen Problemen. In der nächsten Zeit wird sich die Arbeit auf folgende Schwerpunkte konzentrieren:

  • Analyse der zeitgenössischen Formen der Sklaverei im Zusammenhang mit dem Gedenken an die Abschaffung des Sklavenhandels vor 200 Jahren; im Rahmen einer Konferenz in der Karibik 2007 sollen die Kirchen ihre Ansichten zu Reue und Wiedergutmachung formulieren sowie ihre Meinung zur Krise der Menschenwürde in der heutigen globalisierten Welt.
  • Der ÖRK unterstützt die Vorbereitung von Frauen auf Führungsaufgaben und den Aufbau von Netzwerken durch ein „Schwestern“-Netzwerk von schwarzen, indigenen, Dalit- und anderen Frauen aus ethnischen Minderheiten, die unter Rassismus, Sexismus, Kastendenken, Ausgrenzung und Marginalisierung leiden.
  • Es ist eine Veröffentlichung darüber geplant, wie junge Menschen Rassismus im 21. Jahrhundert sehen.
  • Kirchen überwinden Rassismus in Europa: Im Zusammenhang mit der massiven Migration nach Europa und dem sich verändernden Bild des Christentums auf diesem Kontinent wird eine Konsultation versuchen, die theologischen Erkenntnisse anhand konkreter Beispiele von guten Praktiken aus den Erfahrungen der christlichen Gemeinschaften darzulegen.

Nachrichten zum Thema

6.12.07 15:27

Ökumenische Konferenz zu rassistischen Strukturen als Vermächtnis des Sklavenhandels

Das Vermächtnis des Sklavenhandels und die Frage, wie die Kirchen auf historische und aktuelle Formen der Sklaverei reagieren können, stehen auf der Tagesordnung einer ökumenischen Konferenz, die vom...

[mehr]
22.03.07 12:08

Eine eindeutige Entschuldigung für den Sklavenhandel steht immer noch aus, erklärt Kobia

"Menschen afrikanischen Ursprungs in Afrika selbst und in der Diaspora warten auf eine eindeutige Entschuldigung der europäischen Staaten und auf ein klares Eingeständnis ihrer Beteiligung an...

[mehr]
7.12.06 11:19

Wolfram Kistner (1923-2006)

In einem an Adelheid Kistner gerichteten Brief vom 5. Dezember beschrieb ÖRK-Generalsekretär Pfr. Dr. Samuel Kobia ihren Ehemann Pastor Dr. Wolfram Kistner als „einen unermüdlichen Vorkämpfer für...

[mehr]

Alle Nachrichten zum Thema


Als Teil der Ökumenischen Studie über Rassismus ist dieses Dokument als Diskussionsgrundlage für Kirchen gedacht, die Rassismus durch transformative Gerechtigkeit überwinden wollen. (Tagung des ÖRK-Zentralausschusses in 2002.)
ÖRK-Bericht (auf Englisch) über die Teilnahme des Rates an der UN-Weltkonferenz gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängende Intoleranz (WCAR), vom 31. August-7. September 2001 in Durban, Südafrika.
Eine überarbeitete und erweiterte Version (auf Englisch) eines für die ÖRK-Vollversammlung in Harare 1998 zusammengestellten Dossiers.
Statement by the International Ecumenical Conference in Commemoration of the 200th Anniversary of the Abolition of the British Trans-Atlantic Slave Trade, December 2007.