Solidarität mit indigenen Völkern
In vielen Teilen der Welt werden indigene Völker diskriminiert, ausgegrenzt und in ihrem Überleben als Völker bedroht. Der ÖRK ist ihnen ein engagierter und zuverlässiger Partner, der sie solidarisch in ihrem Kampf um Land, Identität, Sprache, Überleben indigener Kulturen und Selbstbestimmung unterstützt.
Da Gemeinschaften in der heutigen globalisierten Welt überall raschen und komplexen Veränderungen ausgesetzt sind, haben diese Probleme neue Dimensionen angenommen, die neue Strategien und Antworten erfordern. In diesem Bewusstsein setzt die seit Dezember 2008 in Genf ansässige Beratungsstelle für indigene Völker die ÖRK-Aktivitäten in Solidarität mit indigenen Völkern fort.
Die 9. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen bekräftigte 2006 ihr Engagement, die indigenen Völker in ihrem Kampf um Gerechtigkeit und Rechte zu begleiten. Ferner rief sie die Kirchen auf, für Einbeziehung und Mitbestimmung indigener Völker auf allen Ebenen zu sorgen.
Der ÖRK hat sich daher entschlossen, sich auf folgende Aktivitäten zu konzentrieren: Schaffung und Unterstützung lokaler und regionaler Netzwerke, Kapazitätsaufbau im Blick auf regionale und lokale Führungskräfte, Unterstützung von Basisbewegungen für Gerechtigkeit, Entwicklung, Landrechte, Identität und Selbstbestimmung, Förderung von Mitbestimmung und Mitwirkung indigener Völker auf den verschiedenen Ebenen im Leben und Wirken der ökumenischen Bewegung und der Kirchen sowie Unterstützung der Beteiligung indigener Völker an internationalen Tagungen, die für ihren Kampf relevant sind.
- Fürsprachearbeit, speziell im Rahmen der Vereinten Nationen, durch das Ständige Forum für indigene Fragen in New York und den Expertenmechanismus für indigene Fragen in Genf.
- Theologische Gespräche zwischen indigenen Theologen/innen, die eine Vielfalt von Strömungen vertreten und damit zur laufenden theologischen Reflexion im ÖRK beitragen und das kirchliche Leben in den indigenen Kirchen stärken können.
Indigene Völker laden alle Christen und Christinnen ein, "einen neuen Himmel und eine neue Erde" zu erträumen, wie sie die Bibel verheißt und wie es der gemeinsamen Vision der marginalisierten Völker entspricht, dass eine andere Welt möglich ist.
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Dokumente zum ThemaSources and Resources of Indigenous TheologiesReport from a consultation of indigenous theologians held in Geneva, Switzerland in October 2009.
Statement by the WCC Living Letters team visiting AustraliaAn international ecumenical delegation visited the Indigenous Peoples of Australia from 12-17 September 2010 on behalf of the WCC.
Joint Declaration of Indigenous ChurchesDeclaration presented at the United Nations Permanent Forum on Indigenous Issues, 21 May 2009, calling for recognition of the right to life not only for people but for Mother Earth, too.
Transformation from withinIndigenous voices and the life of the church: a statement to the 9th Assembly of the WCC, Porto Alegre, 2006.
Erklärung zur Situation der indigenen Bevölkerung AustraliensDer ÖRK-Zentralausschuss hat während seiner Tagung vom 16. bis 22. Februar 2011 in Genf seine Solidarität mit den indigenen Völkern Australiens, den Aborigines und den Bewohnern der Torres-Strait-Inseln bezeugt, und unterstützt sie in ihrem Recht, auf dem Land zu leben, das sie seit Generationen bewohnen, ihre Kultur zu pflegen und zu bereichern und dafür zu sorgen, dass ihre Traditionen gestärkt und an zukünftige Generationen weitergegeben werden.
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Publikationen zum Thema
The Earth as MotherThe 16/1999 issue of the ECHOES magazine put a special focus on indigenous spirituality and land.
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