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Berufen, die eine Kirche zu sein

Die Kirchen sollen in ihren Bemühungen, einander zur sichtbaren Einheit aufzurufen und die grundlegenden theologischen, lehrmäßigen und sozialen Fragen, die sie auch weiterhin spalten, aufzugreifen, ermutigt und gestärkt werden. In diesem Sinne will dieses Projekt den Kirchen helfen, die Verantwortung, die sie als Glieder des einen Leibes Christi füreinander tragen, verstärkt wahrzunehmen und sich mit dem vollen Spektrum der Fragen, die sie spalten - theologische, gesellschaftliche, historische Fragen -, auseinanderzusetzen. 

Regionale Tagungen, Veröffentlichungen und das Internet werden dazu genutzt, im Prozess der Ausarbeitung von Stellungnahmen zu den ÖRK-Studiendokumenten "Berufen, die eine Kirche zu sein" und "Wesen und Auftrag der Kirche" in kreative Interaktion mit Kirchen und anderen Partnern zu treten. Das Projektteam führt das Sekretariat der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung.

Das Projekt berücksichtigt spezifische ökumenische Partner, wie die weltweiten christlichen Gemeinschaften und die vereinigten und sich vereinigenden Kirchen, um ein breites Spektrum kirchlicher Sichtweisen zu erhalten und die ökumenischen Partner zur Koordinierung ihrer Stellungnahmen zu ermutigen. Einbezogen werden auch Netzwerke von Theologen/innen aus verschiedenen Regionen, Traditionen, Sprachen und Kulturen. Gleichzeitig wird die Beteiligung von Frauen, jungen Menschen und Menschen mit Behinderungen sichergestellt. 

Über das Projekt hinaus werden Kirchen und andere Partner ermutigt, sich nach der Bedeutung dieses Projekts für ihr eigenes Leben, einschließlich ihrer Beziehungen mit anderen Kirchen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene, zu fragen.

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Eine Einladung an die Kirchen ihre Verpflichtung zur Suche nach Einheit zu erneuern und ihren Dialog zu vertiefen
Dieser ausführliche Text (ca. 18 800 Wörter) wurde im Dezember 2005 in englischer Sprache veröffentlicht und ist das vorläufig letzte Ergebnis der Ekklesiologie-Studie von Glauben und Kirchenverfassung. Er stellt den Versuch dar, gemeinsame Überzeugungen von der Kirche, ihrem Wesen und ihrem Auftrag zu formulieren und die ekklesiologischen Fragen herauszuarbeiten, die die Kirchen bis heute trennen.
Dieser bekannte Text (auch „Lima-Papier“ genannt), der 1982 angenommen wurde, untersucht die wachsende Übereinstimmung – und die bleibenden Differenzen - in grundlegenden Bereichen des Glaubens und Lebens der Kirchen. Dieses ökumenische Dokument, das die bisher weiteste Verbreitung gefunden hat und mit dem die Kirchen sich am umfassendsten beschäftigt haben, hat bereits als Grundlage für viele zwischenkirchliche Vereinbarungen „gegenseitiger Anerkennung“ gedient und bleibt bis heute gemeinsamer Bezugspunkt.

 

Verwandte Aktivitäten
Koordination der Stellungnahmen zu zwei wichtigen Dokumenten über die sichtbare Einheit der Kirche.