Eine Vision vereint ökumenische Strömungen
1948 wurde der Ökumenische Rat der Kirchen feierlich gegründet, "um gemeinsam ein klareres Zeugnis von unserem Herrn abzulegen, der gekommen ist, um allen Menschen zu dienen". Mit diesen Worten beschrieb der erste Generalsekretär des ÖRK, Willem Visser ’t Hooft, die Vision des Rates. Diese Vision der Einheit brachte bereits bestehende ökumenische Strömungen zusammen, die das gemeinsame Zeugnis in den Bereichen Theologie, christlicher Dienst, Mission und Bildungsarbeit förderten.
Fotos vom gemeinsamen Zeugnis in den ersten zwei Jahrzehnten des ÖRK
Engagement für die Einheit in einer gespaltenen Welt
In einer Welt, die polarisiert war durch den Kalten Krieg, Rassismus und wirtschaftliche Ungerechtigkeiten sowie Befreiungskämpfe, lösten die Bemühungen des ÖRK um Veränderung Kontroversen aus; mit dem umstrittenen Programm zur Bekämpfung des Rassismus beispielsweise zog der Rat große Aufmerksamkeit auf sich. Im selben Zeitabschnitt konnten bedeutsame Fortschritte im christlichen Dialog erzielt werden, so die theologischen Konvergenzerklärungen zu Taufe, Eucharistie und Amt.
Fotos vom gemeinsamen Zeugnis in den folgenden zwei Jahrzehnten
Hoffnungszeichen inmitten kontinuierlicher Herausforderungen
"Komm, Heiliger Geist - erneuere die ganze Schöpfung" lautete das Thema der 7. Vollversammlung des ÖRK 1991 in Canberra, Australien. Damals kündigten sich lang erwartete Veränderungen an, wie der Zusammenbruch des Apartheid-Regimes in Südafrika und der Wiedereintritt der chinesischen Kirche in den ÖRK. Gleichzeitig wuchs das Bewusstsein für Herausforderungen wie die Bewahrung der Schöpfung und die Notwendigkeit von Friedensstiftung, nicht zuletzt angesichts des derzeit herrschenden ersten Golfkrieges.
Fotos vom gemeinsamen Zeugnis in den letzten beiden Jahrzehnten
Gesichter, die eine Geschichte erzählen
Der Reichtum der ökumenischen Bewegung kann an den Gesichtern von Männern und Frauen aus aller Welt abgelesen werden, die sich der gemeinsamen Vision verschrieben haben. Hier sind einige der "Seeleute", die im Verlauf der 60-jährigen Reise des ökumenischen Schiffs auf seinem Weg zur christlichen Einheit an Bord gewesen sind.
Die ganze bewohnte Erde
Zu Jesu Zeiten bedeutete das griechische Wort oikoumene "die ganze bewohnte Erde". Die heutige ökumenische Bewegung bringt Christen und Christinnen unterschiedlicher Traditionen aus allen Teilen der Welt zusammen. Der Ökumenische Rat der Kirchen ist Ausdruck ihres gemeinsamen Zeugnisses auf weltweiter Ebene. Er trägt auch zur Schaffung von Foren bei, auf denen Kirchen auf nationaler und regionaler Ebene zusammenkommen können.







