Ökumenische Theologie-AusbildungDie theologische Ausbildung und Pfarrerausbildung prägt künftige Verantwortliche in Kirche und Gesellschaft, Theologen/innen und Religionslehrer/innen und beeinflusst die Orientierung von Kirchen in Mission, Evangelisation, Diakonie, koinonia sowie in allen ihren kirchlichen und ökumenischen Aktivitäten. Viele theologische Einrichtungen und Programme, auch interkonfessionelle und unierte Institute sowie Verbände theologischer Lehranstalten erleben die Auswirkungen eines wachsenden Konfessionalismus, der ein echtes ökumenisches Engagement behindert. Häufig fehlen ihnen sowohl die ökumenische Ausrichtung als auch die nötigen Kapazitäten und Kompetenzen, um ökumenische Ausbildung anbieten zu können. Aus diesem Grund fördert das vorliegende Projekt kontextbezogene ökumenische theologische Bildung und Pfarrerausbildung und ermutigt theologische Einrichtungen, ökumenische Institute und Vereinigungen zur Mitwirkung in der ökumenischen Bewegung vor Ort und weltweit. Das Projekt arbeitet auf der regionalen Ebene mit dem Ziel, die ökumenische Orientierung von Lehrenden und Lernenden in der Theologie zu fördern. Mithilfe regionaler Berater/innen und Mitarbeitender arbeitet es eng mit Vereinigungen theologischer Bildungseinrichtungen und ökumenischer Institute zusammen. Im Rahmen von Vernetzungen werden Zulassungsstandards verglichen und überprüft, um die Entwicklung kontextrelevanter, ökumenischer, ganzheitlicher und interdisziplinärer Ansätze für die theologische Bildung und Pfarrerausbildung zu fördern. Das Projekt unterstützt Austauschprogramme für Lehrende und Lernende sowie wechselseitige Lernprozesse im Zusammenhang mit Lehr- und Forschungsmethoden in der ökumenischen Bildungsarbeit. Bei der Überarbeitung von Lehrplänen kommt ein Ansatz zur Anwendung, der sich bei der Entwicklung von Curricula zum Thema HIV/Aids in Afrika und Asien sowie zum Thema Behinderung bewährt hat.
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