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In der Werkstatt der ökumenischen Bewegung

In der Werkstatt der ökumenischen Bewegung

Friedensgruß in der Kapelle des Ökumenischen Zentrums. Foto: Albin Hillert/ÖRK

18. September 2017

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 20. September 2017

Rund 40 Fachleute für ökumenische Beziehungen in unterschiedlichen Mitgliedskirchen in Afrika, Asien, der Karibik, im Nahen Osten und in Nord- und Südamerika sind zurzeit in Genf in der Schweiz versammelt. Diese viertägige Tagung bietet ihnen die Gelegenheit, sich über die unterschiedlichen Programme des Ökumenischen Rates der Kirche (ÖRK) zu informieren und auch voneinander zu lernen.

Evangelist Joshua Lian von der Presbyterianischen Kirche von Taiwan (PCT), der zum ersten Mal an einem Treffen des Netzwerks der Ökumenebeauftragten teilnimmt, sagt, er habe ein neues Verständnis dafür entwickelt, wie die Arbeit seiner Kirche und des ÖRK wechselseitig relevant und nützlich sei, zum Beispiel im Bereich von Programmen speziell für Kinder.

Für Miriam Weibye ist dies ebenfalls die erste Tagung, die sie als Ökumenereferentin für die Schottische Bischöfliche Kirche besucht, allerdings kennt sie als Zentralausschussmitglied für die Kirche von Schottland den ÖRK bereits aufgrund der dort wahrgenommen Leitungsfunktionen. Besonders begrüßt sie, dass im Vergleich zu einer Tagung des Führungsgremiums auf der wesentlich kleineren Versammlung der Ökumenebeauftragten mehr Zeit zur Verfügung steht, von den Erfahrungen anderer zu lernen und dann für sich selbst zu überlegen, wie diese auf den eigenen Kontext angewandt werden können.

Während sich der Zentralausschuss oft mit sehr spezifischen Problemen und unterschiedlichen, zum Teil gegensätzlichen Perspektiven befassen muss, die die Vertreterinnen und Vertreter an ihn herantragen, bietet das Netzwerk Raum für eine bessere Übersicht über das, was der ÖRK ist und leistet. „Die Zeit für Beziehungspflege zu haben, hilft uns die Bewegung voranzubringen“, sagt Weibye.

Der größte Teil der Veranstaltung findet vom 16.-19. September am Ökumenischen Institut des ÖRK in Bossey statt. Am Montag versammelten sich die Teilnehmenden im Ökumenischen Zentrum in Genf, wo sich die Büros des ÖRK befinden, und begannen den Tag mit einem Gebet, an dem ÖRK-Personal und andere Kirchenorganisationen mit Büros in dem Gebäude teilnahmen.

„Wir alle sind berufen zu einem Dienst, der gleichzeitig mitfühlend, priesterlich und missionarisch ist, und das ist die gute Botschaft für die Welt von heute“, sagte Professor Victor W.C. Hsu, scheidender Ökumenebeauftragter der PCT in seiner Homilie. Hsu ging auf die Naturkatastrophen ein, die andere anwesende Ökumenebeauftragte aus Aoteaora (Neuseeland) und Thailand erlebt haben. Mit Hinweis auf den Propheten Jesajia sagte Hsu abschließend: „Wir müssen in der Tat nicht nur Ruinen, sondern auch den Lebensmut wieder aufbauen.“

Mitglieder des ÖRK und der Partnerorganisationen mit Sitz in Genf haben den Ökumenebeauftragten ihre Arbeit in Form eines Marktplatzes und einer Gesprächsrunde vorgestellt. Auf die Frage nach den Höhepunkten der Arbeit des ÖRK erwiderte der Generalsekretär Pastor Dr. Olav Fykse Tveit, für ihn sei es am wichtigsten, „gemeinsam Probleme anzugehen und denen, die leiden, eine Perspektive zu geben“, auch wenn eine Lösung - wie zum Beispiel in Korea - noch nicht gefunden wurde.

Liste der ÖRK-Mitgliedskirchen

Fotos des Netzwerk-Meetings der Ökumenebeauftragten

Vollständiger Text der Homilie von Professor Hsu (nur auf Englisch)