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„Frohe Botschaft“ für indigene Gemeinschaften

„Frohe Botschaft“ für indigene Gemeinschaften

© Steven D. Martin/NCCCUSA/ÖRK

08. Dezember 2016

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 15. Dezember 2016

In dem Kampf gegen den geplanten Verlauf einer Öl-Pipeline durch North Dakota in den USA haben sich zahlreiche Menschen den Forderungen nach Respekt der Rechte indigener Völker und nach ökologischer Gerechtigkeit angeschlossen. Zentraler Streitpunkt dabei war der Ort Standing Rock.

Bischof Mark MacDonald, Präsident des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) für Nordamerika, lobt die vor kurzem erfolgte Entscheidung, die Pipeline nun einen anderen Verlauf nehmen zu lassen. „Es ist eine gute Nachricht – eine frohe Botschaft – dass die Genehmigungen für den Bau der Dakota Access Pipeline quer durch Stammesland des Standing-Rock-Stammes nicht erteilt wurden“, sagt er.

MacDonald, nationaler indigener Bischof der Anglikanischen Kirche von Kanada, ist einer von vielen religiösen Führungspersonen, die sich den Protesten in Standing Rock angeschlossen haben und aus erster Hand den Kampf lokaler indigener Gemeinschaften erleben konnten.

„Es ist wirklich gut, dass durch diese Entscheidung die indigenen Rechte des Stammes von Standing Rock anerkannt werden“, sagt MacDonald. „Ich danke Gott und bin dankbar für die vielen Gebete, die für diese Entscheidung gesprochen wurden.“

Athena Peralta, ÖRK-Programmreferentin für wirtschaftliche und ökologische Gerechtigkeit, freut sich auch über die Entscheidung. „Das sind tolle Neuigkeiten“, meint sie. „Standing Rock war ein wichtiger Teil unserer Arbeit auf der UN-Klimakonferenz in Marrakesch“, fügt sie hinzu. „Unter anderem haben sich religiöse Führungspersonen und viele kirchliche Gruppen an einem Solidaritätsgebet mit Standing Rock beteiligt.“

Die Entscheidung, die Pipeline entlang einer anderen Route verlegen zu lassen, fiel nach Monaten des Protests von Angehörigen verschiedener indigener Stämme, religiösen Führungspersonen, Umweltaktivisten und Aktivisten für die Rechte indigener Völker. Ursprünglich sollte die Öl-Pipeline von den Produktionsfeldern in North Dakota entlang des Sioux-Reservats in Standing Rock bis zu den Raffinerien in Illinois verlaufen und dabei den Missouri kreuzen.

Ökologische Gerechtigkeit für Standing-Rock-Stamm in den USA gefährdet (ÖRK-Pressemitteilung vom 7. November 2016, auf Englisch)

Standing Rock: Der Schmerz der Vergangenheit und die Herausforderungen der Zukunft (ÖRK-Pilgerweg-Blog vom 14. November 2016, auf Englisch)