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Am Gedenktag der Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki gibt ein neuer Vertrag über das Verbot von Atomwaffen Anlass zur Hoffnung

Am Gedenktag der Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki gibt ein neuer Vertrag über das Verbot von Atomwaffen Anlass zur Hoffnung

Teilnehmende der Gedenkveranstaltung in Nagasaki, Japan. Foto: Paul Jeffrey/ÖRK

03 August 2017

English version published on: 07 August 2017

Am 72. Jahrestag der Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki kann die Welt auf einen neuen Vertrag hoffen, dessen Wortlaut von einer großen Mehrheit der Regierungen weltweit verhandelt und vereinbart wurde und Atomwaffen ächtet.

In seinen Kommentaren zu dem Gedenktag sagte der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Pastor Dr. Olav Fykse Tveit: „Für die Überlebenden des Atomangriffs 1945 und für alle diejenigen, die die vollständige Abschaffung von Nuklearwaffen aus humanitären, ethischen und moralischen Gründen fordern, ist der neue Entwurf eines Abkommens über das Verbot von Atomwaffen, der am 7. Juli von den Vereinten Nationen beschlossen wurde, Anlass zu Dank und neuer Entschlossenheit.

„Die Bedeutung dieser neuen Entwicklung im internationalen Recht wird am deutlichsten, wenn man sie an der Totalzerstörung der Städte Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 und dem daraus folgenden dauerhaften Leid und dem Schmerz der Bevölkerung misst“, sagte er.

Anlässlich dieses Jahrestags, so Tveit weiter, begrüße der ÖRK gemeinsam mit den Überlebenden der Bombenabwürfe und den Opfern anderer Nuklearwaffentests in anderen Teilen der Welt dieses neue Abkommen. „Wir sind dankbar für alle Mitgliedskirchen, die gemeinsam  seit vielen Jahrzehnten öffentlich Zeugnis für die atomare Abrüstung ablegen, und für alle Partner aus der Ökumene, der Zivilgesellschaft und den Vereinten Nationen, die einen Beitrag zu diesem Erfolg geleistet haben“, sagte er.

Das Abkommen bezeichnet die religiösen Führungspersönlichkeiten als diejenigen, die im kollektiven Bewusstsein der Öffentlichkeit den Konsens für die Abschaffung von Atomwaffen hergestellt haben.

„Indem wir die Menschlichkeit an die erste Stelle setzen, ist der Entwurf dieses Abkommens ein passender Tribut an den Jahrestag einer humanitären Tragödie, die vor 72 Jahren ihren Lauf nahm“ ,sagte Tveit. „Dieses Abkommen steht im deutlichen Gegensatz zur Doktrin der nuklearen Abschreckung und der Kriegspläne, denen eine Handvoll mächtiger Staaten nach wie vor anhängt. Die aktuellen Nachrichten erinnern uns jeden Tag daran, dass alle diejenigen, die Macht und Sicherheit durch Atomwaffen anstreben, nach wie vor die gesamte Welt in Gefahr bringen.“

ÖRK-Pressemitteilung (8. Juli 2017): Abkommen zum Verbot von Atomwaffen: 122 Regierungen legen einen Gegenentwurf zur Nukleardoktrin der Atommächte vor (nur auf EN)

ÖRK-Generalsekretär besucht Pazifikregion

International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN)