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ÖRK-Vorsitzender bekundet Solidarität mit Kirche in Indonesien

ÖRK-Vorsitzender bekundet Solidarität mit Kirche in Indonesien

Walter Altmann im Gebet an der Seite eines Gemeindeführers der Taman-Yasmin-Kirchengemeinde. Foto: Winny Malo/PGI

13. Oktober 2011

Während seines jüngsten Besuchs in Indonesien bekundete der Vorsitzende des Zentralausschusses des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Pastor Dr. Walter Altmann, den Mitgliedern der Indonesischen Christlichen Kirche (GKI) in der westjavanesischen Stadt Bogor, die an der Ausübung ihres gottesdienstlichen Lebens gehindert werden, die Solidarität der weltweiten Gemeinschaft der ÖRK-Mitgliedskirchen.

Der Taman-Yasmin-Kirchengemeinde der GKI ist vor kurzem die Abhaltung von Gottesdiensten in ihrer Kirche und der Ausbau ihres Kirchengebäudes untersagt worden, obwohl sie laut Verfassung das Recht auf gottesdienstliches Leben hat.

Dieses Recht ist von allen Berufungsinstanzen, einschließlich des Obersten Gerichtshofs, anerkannt worden. Unter den gegebenen Umständen hat die Gemeinde vor kurzem damit angefangen, sich auf der Straße vor dem Kirchengebäude zu versammeln und dort ihre Gottesdienste abzuhalten. Aber auch diese Versammlungen sind von den kommunalen Behörden verboten worden und die Gemeinde, die sich dort am letzten Sonntag zum Gottesdienst versammelt hatte, wurde von Polizeikräften aufgelöst.

Altmann, der der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien angehört, erklärte bei seinem Besuch vor Ort: „Mein Solidaritätsbesuch bei der Taman-Yasmin-Kirche ist Ausdruck des uneingeschränkten Bekenntnisses des ÖRK zur vollen Achtung der Glaubensüberzeugungen und -praktiken, vor allem des gottesdienstlichen Lebens, aller Religionen.“

„Wir haben uns stets allen rechtlichen und behördlichen Maßnahmen widersetzt, die das Recht der Muslime auf die Ausübung ihres Glaubens in westlichen Ländern begrenzen könnten, und werden dies auch in Zukunft tun. Und wir schauen jetzt auf Indonesien als Vorbild für religiösen Pluralismus, durch den respektvolle Beziehungen und Zusammenarbeit zwischen Christen und Muslimen gestärkt werden können“, betonte er.

„In diesem besonderen Fall“, fuhr Altmann fort, „ erwarten wir, dass das Verbot zur Abhaltung von Gottesdiensten der Taman-Yasmin-Kirche im friedlichen Dialog aufgehoben wird. Wir appellieren auch an die kommunalen Behörden und an die Regierung der Republik Indonesien, das Urteil des Obersten Gerichtshofs unverzüglich und uneingeschränkt umzusetzen. Ferner rufen wir die Kirchen weltweit zur Solidarität mit dieser Kirche auf.“ 

Altmann besuchte Indonesien vom 2. bis 11. Oktober 2011, um an der zweiten Tagung des Globalen Christlichen Forums teilzunehmen, das in Manado in Nordsulawesi stattfand. Während eines von der Gemeinschaft der Kirchen in Indonesien (PGI) organisierten Besuchs traf er auch mit Mitgliedern der Kirchen in Jakarta zusammen.

Weitere Informationen über die Indonesische Christliche Kirche (GKI)

Weitere Informationen über die Tagung des Globalen Christlichen Forums