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Gebet, Reflexion und Aktion für eine gerechte Ökonomie des Wassers

Gebet, Reflexion und Aktion für eine gerechte Ökonomie des Wassers

Mohamed Al-Shawish, ein 5 Jahre alter palästinensischer Junge, gießt Bäume auf einem Bauernhof in Johor Al-Deek im Flüchtlingslager Bureij im Gazastreifen. Fast zwei Drittel des Wasserverbrauchs entfällt dort auf die Landwirtschaft, aber die Bauern sind oft gezwungen, salziges und verschmutztes Wasser aus ungenehmigten Schachtbrunnen zu verwenden. © ACT/Paul Jeffrey

16. Februar 2012

Während der siebenwöchigen Fastenzeit konzentriert sich das Ökumenische Wassernetzwerk (ÖWN) im Rahmen seines Projekts „Sieben Wochen im Zeichen des Wassers“ auf das Thema „Ökonomie des Wassers“ und ruft Kirchen zu gemeinsamem Gebet, Reflexion und Aktion für lokale und globale Wassergerechtigkeit auf.

Die Sieben Wochen im Zeichen des Wassers werden am 20. Februar beginnen. Besondere Materialien sind für den Weltwassertag am 22. März und Gründonnerstag vorbereitet worden.

In Zeiten der Wirtschafts- und Umweltkrise macht das Thema der Kampagne deutlich, dass Christen und Christinnen mit neuer Dringlichkeit über die „Ökonomie des Wassers“ nachdenken und aktiv werden müssen.

ÖWN-Koordinatorin Maike Gorsboth sagt dazu: „Wasser ist die Lebensader des Planeten und der Wirtschaft. Es ist von zentraler Bedeutung für nachhaltige Entwicklung in den Bereichen Gesundheit, Ernährungssicherheit, Energie und Armut – Fragen, die Kirchen in aller Welt auf verschiedenste Weise betreffen und mobilisieren.“

Für die sieben Wochen, die dieses Jahr Mitte Februar beginnen, veröffentlicht das ÖWN auf seiner Webseite wöchentliche Bibelbetrachtungen, um das Bewusstsein für Wasser und Gerechtigkeit zu schärfen. Zusammen mit den Bibelbetrachtungen werden weiterführende Links und Ideen für Aktivitäten veröffentlicht, um Einzelpersonen und Gemeinden zu ermutigen, sich in ihrem Umfeld für Wassergerechtigkeit zu engagieren.

Die wöchentlichen Meditationen geben biblische Impulse für die Auseinandersetzung mit Fragen wie Ökonomie des Wassers, Wasserverschwendung und -produktion, agro-ökologische Produktion und Anpassung an den Klimawandel.

Eine der Bibelbetrachtungen stammt vom ehemaligen ÖRK-Generalsekretär Pfr. Dr. Konrad Raiser, der sich mit dem Thema „Durst nach Wasser - Durst nach Leben“ auseinandersetzt. Wasser, so Raiser, sei elementar für das menschliche Überleben, aber auch Gegenstand von Habgier, die in unserer heutigen Welt treibende Kraft der Manipulation dieses kostbaren Guts sei.

„Durst nach Wasser zu haben, gehört zum menschlichen Leben. Durst ist körperlicher Ausdruck der Sehnsucht nach der Fülle des Lebens, aber er kann sich auch in Habgier, in die Gier nach Maximierung des Glücks verwandeln“, betont Raiser.

Die Kampagne schenkt dem neuen, umstrittenen Konzept der „grünen Wirtschaft“ besondere Aufmerksamkeit. Dieses neue Konzept versucht, die wirtschaftliche Entwicklung mit dem Wohl von Umwelt und Gesellschaft zu versöhnen. Es ist eines der Schlüsselthemen in den Diskussionen, die im Vorfeld von Rio+20, der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung, geführt werden.

Das ÖWN ist ein vom Ökumenischen Rat der Kirchen koordiniertes internationales Netzwerk, das sich für die Bewahrung, den verantwortlichen Umgang und die gerechte Verteilung von Wasser an alle Menschen einsetzt, ausgehend von der Überzeugung, dass Wasser eine Gabe Gottes und der Zugang zu Wasser ein Menschenrecht ist.

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ÖWN-Materialien zum Weltwassertag