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Evangelisch-katholischer Kommentar aus Bayern zu ÖRK-Dokument

Evangelisch-katholischer Kommentar aus Bayern zu ÖRK-Dokument

Von links: Ivo Huber (ELKB), Andreas Renz (Erzbischöfliches Ordinariat München), Olav Fykse Tveit, Michael Martin (ELKB). Foto: Peter Williams/ÖRK Klicken Sie hier für Foto in hoher Auflösung

15. März 2010

Eine gemeinsame Stellungnahme der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) und der bayerischen katholischen Bistümer zu dem ÖRK-Dokument "Berufen, die eine Kirche zu sein" wurde am Montag, 15. März, dem Generalsekretär des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) Olav Fykse Tveit überreicht.

Der ÖRK hatte das Dokument bei seiner 9. Vollversammlung 2006 im brasilianischen Porto Alegre vorgelegt und die Mitgliedkirchen in aller Welt zur Stellungnahme aufgefordert.

Obwohl die beiden Volkskirchen in Bayern bereits seit Jahrzehnten in einem vertrauensvollen Dialogverhältnis stehen und sich über die eigenen ökumenischen Initiativen unterrichten, war dies der erste Kommentar zu einem ökumenischen Dokument, den evangelische und katholische Theologen gemeinsam verfasst haben, berichteten Vertreter der beiden Kirchen bei der Übergabe in Genf.

Der Ökumenefachausschuss der ELKB und die Ökumenekommission der Bayerischen Bistümer haben die Stellungnahme in einem gemeinsamen zweijährigen Diskussionsprozess erarbeitet.

"Ich bin froh, dass Sie gerade zu diesem Dokument eine gemeinsame Reaktion verfasst haben. Denn die Kirchen an ihre Berufung zur Einheit zur erinnern, ist die Kernaufgabe des Ökumenischen Rates," erklärte der ÖRK-Generalsekretär gegenüber der Delegation aus Bayern.

"Dieses Dokument ist ideal, um den Dialog über Ekklesiologie und das Wesen der Kirche neu zu beleben, weil es konkrete Fragen stellt," sagte der für Ökumene zuständige Oberkirchenrat der ELKB Michael Martin. Bei ihrer Beantwortung habe sich gezeigt, dass wesentliche Aspekte des christlichen Glaubens von beiden Kirchen einmütig vorgetragen werden konnten. Noch bestehende Differenzen wurden deutlich benannt, aber in den Diskussionen der Arbeitsgruppe habe sich gezeigt, dass die Unterschiede auch "Schatzkisten für neue, gegenseitige Lernerfahrungen" sein könnten.

Die Veröffentlichung der theologischen Stellungnahme zusammen mit dem Originaltext von "Berufen, die eine Kirche zu sein" soll auch einen Impuls für den Ökumenischen Kirchentag geben, der vom 12. bis 16. Mai in München stattfinden wird.

ÖRK-Dokument "Berufen, die eine Kirche zu sein"

Theologischer Kommentar der bayerischen evangelisch-katholischen Arbeitsgruppe

Mehr Informationen auf der ELKB-Website

Ökumenischer Kirchentag