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Ökumenisches Aktionsbündnis von und für Menschen mit Behinderungen erarbeitet Vision für die Zukunft

Ökumenisches Aktionsbündnis von und für Menschen mit Behinderungen erarbeitet Vision für die Zukunft

Die EDAN-Referenzgruppe und die Regionalkoordinatoren tagten mit ÖRK-Vertretern in Genf. © Ivars Kupcis/ÖRK

20. Juni 2017

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 22. Juni 2017

Mitglieder der Referenzgruppe des Ökumenischen Aktionsbündnisses von und für Menschen mit Behinderungen des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK-EDAN) und dessen Regionalkoordinatoren tagten vom 12. bis 14. Juni in Genf, um über die Arbeit des Netzwerks in den letzten vier Jahren zu sprechen und die nächsten vier Jahre zu planen.

In seinem Grußwort an die Mitglieder befasste sich ÖRK-Generalsekretär Pastor Dr. Olav Fykse Tveit mit der Pflicht der Kirchen, sich in einer Zeit, in der so viele Kräfte die Welt auseinanderreißen, für die Einheit einzusetzen.

„Wie überwinden wir heute das Ziehen von Grenzen? Wie kann sich unsere Einheit in inklusiven und transformativen Maßnahmen, die Hoffnung bieten, niederschlagen?“ fragte Tveit. „Für die Probleme, mit denen die Menschheit zu kämpfen hat, gibt es keine einfachen Lösungen, und so müssen wir alle eine Rolle dabei spielen, eine Gemeinschaft aufzubauen.“

Er rief alle Mitglieder des ÖRK-EDAN-Netzwerkes auf, die ÖRK-Erklärung zum Thema Behinderung, die unter dem Titel „The Gift of Being“ (Das Geschenk des Seins) erschienen ist, für den Aufbau der weltweiten Gemeinschaft zu nutzen.

Pastor Dr. Jooseop Keum, Direktor der Kommission für Weltmission und Evangelisation (CWME) des ÖRK, informierte die Mitglieder darüber, dass die CWME sich gegenwärtig mit der Frage befasse, was es heißt, heute Christ zu sein, und die Bedeutung der Nachfolge neu zu definieren und dabei die Freude des Evangeliums und der Nachfolge Jesu wiederzuentdecken.

Eine Überprüfung der Arbeit des EDAN-Netzwerkes in den letzten vier Jahren ergab, dass in allen ÖRK-Regionen messbare Fortschritte erzielt worden sind, um Menschen mit Behinderungen in verschiedenen Aspekten in Kirche und Gesellschaft besser mit einzubeziehen. „Die Region Karibik des ÖRK-EDAN ist stolz darauf, einen Beitrag zum Zeugnis des Volkes Gottes bei der Verkündigung des Gottesreiches geleistet zu haben. Seine Zusammenarbeit mit konfessionellen, regionalen und internationalen kirchlichen und Nichtregierungsorganisationen zur Förderung der Inklusionsarbeit hat weltweit einen Trend begründet“, sagte Pastor Gordon Cowans, Regionalkoordinator für die Karibik bei ÖRK-EDAN.

Trotzdem waren sich alle Mitglieder einig, dass noch viel zu tun ist, bevor keine Menschen mehr ausgegrenzt werden und alle gleich sind. Um sich dafür vorzubereiten, befassten sich die Mitglieder mit der Frage, was Mission von den Rändern her bedeutet und wie die ÖRK-Erklärung „Together towards Life“ (Gemeinsam für das Leben) für die Arbeit von EDAN genutzt werden kann. Zusätzlich erhielten sie Präsentationen von anderen ÖRK-Programmen, wie z.B. der Kommission der Kirchen für internationale Angelegenheiten (CCIA), Glaube und Kirchenverfassung, dem Ökumenischen Wassernetzwerk, dem Globalen Ökumenischen Aktionsbündnis und dem Programm Gerechte Gemeinschaft für Frauen und Männer.

Für die zukünftige Arbeit vereinbarten die Mitglieder des Netzwerks, stärker mit der Kirche zusammenzuarbeiten und den Text The Gift of Being einzusetzen, damit in theologischen Einrichtungen das Thema Leben mit Behinderungen mehr Beachtung findet. Außerdem wollen sie sich verstärkt mit Kirchen und anderen Akteuren dafür engagieren, dass die Umsetzung der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung auch diese Thematik beinhaltet. Darüber hinaus kamen die EDAN-Verantwortlichen überein, durch folgende Maßnahmen den Wirkungskreis des Netzwerks zu vergrößern: Verbesserung der Sichtbarkeit von Menschen mit unsichtbaren Behinderungen, Solidarität mit behinderten Menschen in Syrien und anderen Konfliktregionen, mehr Zusammenarbeit mit anderen ÖRK-Programmen und ökumenischen Initiativen sowie eine aktive Teilnahme an unterschiedlichen Foren wie regionale und nationale ökumenische Versammlungen.

Der CWME wurden konkrete Pläne und Vorschläge vorgelegt, damit Menschen mit Behinderungen an der Weltmissionskonferenz teilnehmen können und das Thema Inklusion von Menschen mit Behinderungen ihr Diskussionsbeitrag zur Mission von den Rändern her werden kann.

Mehr über das Ökumenische Aktionsbündnis von und für Menschen mit Behinderungen (in englischer Sprache)