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Koreakonferenz will mit aller Entschlossenheit einen Atomkrieg verhindern

Koreakonferenz will mit aller Entschlossenheit einen Atomkrieg verhindern

„Die Welt muss dem koreanischen Volk zuhören. Die Menschen dort wollen Frieden“, sagt Pastor Frank Chikane. © Peter Williams/ÖRK

09 October 2017

English version published on: 11 October 2017

„Die Welt muss dem koreanischen Volk zuhören. Die Menschen wollen keinen Krieg. Sie wollen Frieden.“

Das sind die Worte von Pastor Frank Chikane, Vorsitzender der Kommission für internationale Angelegenheiten (CCIA) des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), anlässlich seiner Reflexionen über die Wünsche und Vorstellungen mehrerer Dutzend Personen aus der ganzen Welt, die am 5. Oktober an einer Videokonferenz über die Koreakrise teilgenommen haben.

„Gott helfe uns nutze uns als Werkzeug, damit wir zusammenarbeiten und Frieden finden und wieder als Brüder und Schwestern zusammenleben können“, sagte Chikane.

Die Videokonferenz unter Leitung des ÖRK-Generalsekretärs Pastor Dr. Olav Fykse Tveit befasste sich in erster Linie mit der Frage, wie man auf der koreanischen Halbinsel zu einer friedlichen Lösung finden und einen Atomkrieg verhindern könne. Im Detail ging es darum, wie man die Stimme der Kirchen in Südkorea, den Vereinigten Staaten, Nordkorea und weltweit in der Friedensarbeit besser hörbar machen und mit ihrer Arbeit mehr Wirkung erzielen könnte.

Zur Eröffnung der Videokonferenz fasste der ÖRK das bisherige ökumenische Engagement für Frieden auf der koreanischen Halbinsel zusammen und ging auf die Intensivierung dieser Initiativen im Anschluss an die Zehnte Vollversammlung des ÖRK 2013 in Busan, Südkorea ein.

Tveit erklärte, dass die Kirchen eine wichtige Aufgabe beim Aufbau von Beziehungen hätten, die Staaten vom Einsatz von Atomwaffen abhalten könnten.

„Wir müssen zusammenarbeiten - nicht nur, um den Einsatz dieser Waffen zu vermeiden, sondern auch, um schon die Vorbereitungen für einen solche Einsatz zu unterbinden“, sagte er.

Pastor Prof. Dr. Sang Chang, ÖRK-Präsident für Asien und Vertreter der Presbyterianischen Kirche in der Republik Korea, sagte, dies sei in der Geschichte des Landes eine kritische Situation voller Spannungen, die uns einem Atomkrieg näher gebracht hätten, als dies in vielen Jahren zuvor jemals der Fall gewesen sei.

„Wir brauchen dringend eine friedliche Lösung“, sagte Chang. „Wir wollen Frieden, nicht Krieg.“ Die Kirchen weltweit sind in der Lage, eine wichtige Aufgabe bei Mobilisierungsaktionen für den Frieden zu übernehmen. ”

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