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Kirchen verschiedener Traditionen befassen sich mit Verfolgung von Christen

Kirchen verschiedener Traditionen befassen sich mit Verfolgung von Christen

Teilnehmende an der Tagung des Globalen Christlichen Forums in Strasbourg. © GCF

12. September 2014

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 16. September 2014

Während einer Tagung, die jüngst in Straßburg, Frankreich, stattgefunden hat, haben Vertreterinnen und Vertreter von ökumenischen Organisationen, der katholischen, evangelikalen und Pfingstkirchen versprochen, der Diskriminierung und Verfolgung von Christinnen und Christen weltweit und der Gewalt ihnen gegenüber entschiedener entgegenzutreten. Eine internationale Konsultation wird sich 2015 eingehender mit diesem Thema auseinandersetzen.

Das Treffen am 8. und 9. September wurde vom Globalen Christlichen Forum (GCF) organisiert. Es nahmen Vertreterinnen und Vertreter des Vatikans, des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), der Weltweiten Evangelischen Allianz und der Weltgemeinschaft der Pfingstkirchen teil.

Die für 2015 geplante Konsultation wird unter dem Thema „Diskriminierung, Verfolgung und Märtyrertum von Christinnen und Christen“ stehen und es werden Vertreterinnen und Vertreter von Kirchen und christlichen Gemeinschaften teilnehmen, die in ihren lokalen Kontexten Erfahrungen der Diskriminierung gemacht haben und verfolgt wurden.

Im Rahmen der Vorbereitungen auf die Konsultation werden die Organisierenden von internationalen Organisationen Daten über religiös motivierte Verfolgung sammeln. Die Erarbeitung eines Glossars und eines Tests über die Sprache der Diskriminierung, der Verfolgung und des Märtyrertums soll mehr Klarheit bringen, denn oft sind Wörter und Konzepte unklar definiert und werden sehr unterschiedlich gebraucht. Zudem werden Besuche in mehrere Länder organisiert werden, um die verschiedenen Arten der religiös motivierten Verfolgung zu erkunden.

Des Weiteren sollen im Rahmen der Vorbereitungen Fälle von Diskriminierung und Verfolgung in säkularen Gesellschaften, insbesondere in den Industrienationen der so genannten Ersten Welt, untersucht werden.

Pastor Dr. Hielke Wolters, beigeordneter ÖRK-Generalsekretär, erklärte: „Es stimmt hoffnungsvoll, dass Kirchen und ökumenische Organisationen so unterschiedlicher Herkunft und mit so unterschiedlichen Hintergründen bereit sind, zusammenzuarbeiten, um Christinnen und Christen zu unterstützen, die in einer schwierigen Lage sind.“ Religionsfreiheit, so Hielke, „ist für uns alle wichtig, egal ob wir christlichen, muslimischen oder irgendeines anderen Glaubens sind“.

Diese gemeinsame Initiative entspräche genau den Bemühungen des ÖRK, Christinnen und Christen und Kirchen in Ländern wie Syrien, dem Irak, Ägypten und Nigeria zu begleiten. „Wir sind dankbar, dieses wichtige Engagement in Zusammenarbeit mit den Kirchen und Organisationen der katholischen, evangelikalen und der Pfingstkirchen ausbauen zu können“, fügt er hinzu.

Larry Miller, der Generalsekretär des GCF, erklärte: „Es gibt das GCF genau aus diesem Grund: um Kirchen aller Traditionen zusammenzubringen und gemeinsame Herausforderungen vereint anzugehen. Es ist also sehr passend, dass die erste der gemeinsamen Initiativen darauf ausgerichtet ist, Christinnen und Christen auf der ganzen Welt zu unterstützen, die in ihren lokalen Gemeinschaften mit Diskriminierung, Verfolgung und Märtyrertum konfrontiert sind.“

Pastor Ingolf Ellssel von der Weltgemeinschaft der Pfingstkirchen sagte, dass er sich über diese Initiative des Globalen Christlichen Forums freue, die „die Weltchristenheit zusammenbringt und den Stimmen jener Menschen Gehör verschafft, die unter Diskriminierung, Verfolgung und Märtyrertum leiden. Ich hoffe, dass dies der Anfang eines neuen Prozesses hin zu Einheit im Leib Christi ist.“

Der ÖRK und die ökumenische Bewegung im 21. Jahrhundert

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