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Anregungen aus dem Heiligen Land für eine bessere Strategie für einen gerechten Frieden

Anregungen aus dem Heiligen Land für eine bessere Strategie für einen gerechten Frieden

Foto: Albin Hillert/ÖRK

23 June 2017

English version published on: 27 June 2017

Zum Schluss der „Konsultation zu 50 Jahren Besatzung und zur ökumenischen Antwort darauf“, die diese Woche im Heiligen Land stattfand, sagte der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Pastor Dr. Olav Fykse Tveit, die hier erhaltenen Anregungen würden in die Strategien und Programme des ÖRK in Bezug auf einen gerechten Frieden in Palästina und Israel einfließen.

Der ÖRK werde einen offenen Brief der Nationalen Koalition christlicher Organisationen in Palästina, in dem das Unrecht im Heiligen Land geschildert wird, genau studieren und analysieren, insbesondere die Empfehlungen der Koalition, wie Kirchen aus der ganzen Welt zu Frieden und Gerechtigkeit in Palästina und Israel beitragen könnten.

„Wenn wir im ÖRK jetzt unsere Pläne für 2018 und darüber hinaus erstellen, möchten wir die Kirchen in Palästina wissen lassen, dass ihre Perspektive Beachtung findet und von großer Bedeutung für uns ist“, sagte Tveit.

Die ÖRK-Kommission der Kirchen für internationale Angelegenheiten wurde gebeten, die sich verändernde politische Landschaft im Heiligen Land und deren Dynamik gründlich zu analysieren, damit eine gezieltere Advocacy-Strategie entwickelt werden kann, die vor allem über Länder und Organisationen mit erheblichem Einfluss wirken soll.

„Auch wenn diese Konsultation jetzt zu Ende ist, werden wir mit derselben Leidenschaft weiter an spezifischen Zielen, Strategien und Partnern für Advocacy-Maßnahmen arbeiten, um die Besatzung zu beenden und zu einem gerechten Frieden in Palästina und Israel beizutragen“, versicherte Tveit.

Unter anderem wurde auf der Tagung diskutiert, wie eine größere Aufmerksamkeit auf das tägliche Leben unter der Besatzung gelenkt werden könnte. Das Ökumenische Begleitprogramm des ÖRK in Palästina und Israel sei aus dieser und anderer Perspektive bereits sehr wertvoll, aber andere Initiativen würden auch in Betracht gezogen, so Tveit.

Diese Woche startete der ÖRK eine Online-Kampagne unter dem Titel „Seek #JusticeAndPeace in the Holy Land“, bei der Profile von Friedensstiftern und die Sehnsucht nach Gerechtigkeit für alle Völker in Israel und Palästina im Fokus stehen.

Außerdem plant der ÖRK theologische Reflexionen, Studien und Projekte, die aus allen Teilen der Welt, insbesondere aus dem globalen Süden, Perspektiven zu einem gerechten Frieden im Heiligen Land beitragen sollen. Diese Arbeit soll über das Ökumenische Institut Bossey und die Kommission für Glaube und Kirchenverfassung erfolgen.

Schließlich will der ÖRK auch seine Kommunikation über die Situation in Palästina verstärken, sodass seine Kirchen und andere ökumenische Partner ihre Mitglieder und Regierungen systematischer ansprechen können, um für einen gerechten Frieden im Heiligen Land zu werben. Als Teil dieser Anstrengungen wird der ÖRK Prinzipien und Verhaltensweisen für verantwortungsvolle Pilgerwege der Gerechtigkeit und des Friedens in das Heilige Land entwickeln.

Rifat Kassis, der am Kairos-Dokument mitwirkte, erzählte, die Palästinenser/innen seien von der warmherzigen Begrüßung der ÖRK-Vertreter/innen sowie von den anwesenden Kirchen und christlichen Organisationen bewegt gewesen. „Es war sehr inspirierend und ermutigend, so viel Hingabe und Engagement von den Mitgliedern dafür zu sehen, die lange Leidenszeit zu beenden und Gerechtigkeit für die Palästinenser zu erreichen“, meinte Kassis.

In seinem Abschlussgebet dankte Metropolit Dr. Gennadios von Sassima, der stellvertretende Vorsitzende des ÖRK-Zentralausschusses, Gott dafür, so viele Menschen im Heiligen Land zu Dank und Klage versammelt zu haben. „Wir sind aus Ost und West, aus Nord und Süd, von den Küsten und aus den Bergen, aus Tälern und großen und kleinen Städten gekommen“, sagte er. „Wir kommen aus vielen verschiedenen Kulturen und Kirchen und sprechen verschiedene Sprachen.“

Aber die Anwesenden seien als ökumenische Bewegung entschlossen, dem Heiligen Land zu Gerechtigkeit zu verhelfen, so Metropolit Gennadios. „Wir sind dankbar, dass du uns geholfen und uns den Mut gegeben hast, uns zu öffnen. In diesen Tagen waren wir Teil einer ökumenischen Familie, und wir stehen vereint in unserer Zusage, dass Gerechtigkeit für das palästinensische Volk nicht unmöglich ist.“

Die überarbeiteten Strategien und Pläne des ÖRK werden auf der nächsten Tagung des Exekutivausschusses im November in Amman (Jordanien) behandelt.

 

WCC in solidarity with churches in the Middle East

Campaign "Seek #JusticeAndPeace in the Holy Land"

Welcome by Patriarch Michel Sabbah, Patr em., June 20, 2017

The cloud of witnesses to hope, Introduction to the Bethlehem Consultation on 50 Years of Occupation, by Rev. Dr Olav Fykse Tveit

Sabbah: “The only remaining hope is in the churches’ prophetic voice and action” WCC press release 21 June, 2017

Christian organizations in Palestine release open letter, WCC press release 21 June, 2017

WCC statement 11 June, 2017