Heilung der Erinnerung
Kapstadt, SüdafrikaDas südliche Afrika wird die erste afrikanische Region sein, in der ein Ausbildungskurs und eine Konsultation zur Heilung der Erinnerung stattfinden. Sie sind Teil eines Prozesses, der gemeinsam vom Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK), der Gesamtafrikanischen Kirchenkonferenz (AACC) und dem Lutherischen Weltbund (LWB) getragen wird.
In Afrika kommt der Heilung der Erinnerung eine besondere Bedeutung zu, denn sie ist Vorbedingung für die Nationsbildung und die Gewährleistung der Rechtstaatlichkeit. Praktisch alle afrikanischen Ländern haben Konflikte erlebt, deren Wurzeln in Kolonialismus, Rassismus oder in Ungleichbehandlung und Ausbeutung aufgrund ethnischer beziehungsweise religiöser Identität zu suchen sind. Durch den Aufbau eines Netzes zur „Heilung der Erinnerung“ wollen die Veranstalter die Rolle der Kirchen als Vermittler von Hoffnung und Versöhnung stärken.
An der Konsultation und dem regionalen Ausbildungsprogramm im südlichen Afrika werden rund 40 Vertreter und Vertreterinnen von Kirchen in der Region teilnehmen. Jede Kirche entsendet drei Delegierte, die Kirchenleitungen, Frauen und Jugend repräsentieren.
Gastgeber der Veranstaltung ist das Institute for Healing of Memories in Kapstadt, Südafrika.
Ähnliche Konsultationen werden 2011 in West- und Zentralafrika sowie 2012 in Ostafrika stattfinden. Der kontinentweite Prozess wird einen Beitrag zur AACC-Vollversammlung 2013 wie auch zur weltweiten Arbeit des ÖRK und des LWB zu Heilung und Versöhnung leisten.
Die Ausbildungsprogramme, die jeweils von einer der vier subregionalen Gemeinschaften der Christenräte und Kirchen in Afrika unterstützt werden, sollen zur Klärung des Konzepts der „Heilung der Erinnerung“ und der Rolle der Kirchen in diesem Prozess beitragen. Sie ermöglichen den Austausch über angewandte Methoden und Schlüsselerfahrungen in verschiedenen Ländern.
Mehr Informationen über ÖRK-Aktivitäten zu Gesundheit und Heilen


