Äthiopischer Patriarch fordert neues Engagement für dauerhaften Frieden in Afrika
Das Oberhaupt der Äthiopischen Orthodoxen Kirche Tewahedo, Patriarch Abune Paulos, einer der ÖRK-Präsidenten, hat sich für Frieden und Versöhnung in einer von Konflikten heimgesuchten Region stark gemacht.
„Ich apelliere an alle Beteiligten, Konflikte durch den Dialog zu lösen, um den Menschen das Leid und den Schmerz zu ersparen, die sie in den vergangenen Jahren ertragen mussten. Ich hoffe und bete inständig, dass die Konflikte am Horn von Afrika und insbesondere die Auseinandersetzungen zwischen Äthiopien und Eritrea bald eine dauerhafte friedliche Lösung finden“, erklärte der Patriarch auf einer Pressekonferenz am 30. Juni 2006 in Addis Abeba.
Mit Bezug auf das Thema der 9. ÖRK-Vollversammlung, die im Februar 2006 stattgefunden hatte, unterstrich der Patriarch die Rolle der Kirchen bei der Veränderung der Gesellschaft. „Die Kirchen und die ökumenische Bewegung müssen hoffen und beten, dass Gottes Gnade uns ständig verwandeln wird. Wir glauben an den einen Gott, der gekommen ist, um das Leben in Fülle zu bringen; daher haben wir den Auftrag, eine verwandelte Welt und ein neues Afrika aufzubauen, in denen Gerechtigkeit und Frieden herrschen“, sagte er.
„Ich rufe alle gläubigen Menschen in Äthiopien und Eritrea zur Zusammenarbeit mit den politischen Führern auf, um so schnell wie möglich zu einem dauerhaften Frieden zu gelangen. Denn wie wir wissen zerstören Krieg und Gewalt nicht nur Besitztümer, sondern auch die Würde und das Leben von Menschen, die nach dem Bild Gottes geschaffen sind“, mahnte der Kirchenführer.
Patriarch Abune Paulos steht der Äthiopischen Orthodoxen Kirche vor, die 38 Millionen Mitglieder zählt. Er wurde auf der 9. Vollversammlung im Februar 2006 in das achtköpfige ÖRK-Präsidium gewählt.



