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16.11.06 16:51

ECLOF: 60 Jahre Mikrokredite für menschliche Entwicklung

 

Eines der ersten internationalen Mikrokreditinstitute im Dienst der Armen feiert diese Woche im Rahmen einer Konferenz in Genf seinen 60. Geburtstag. Der Ökumenische Darlehensfonds, ECLOF, wurde 1946 von ÖRK-Verantwortlichen und visionären Bankiers gegründet, die Kredite in den Dienst der Bedürftigsten stellen wollten. So wurden sie zu Pionieren des Mikrokreditsystems für arme Menschen, das heute als einer der stärksten Motoren für die menschliche Entwicklung gilt.

 

Heute ist ECLOF ein bekanntes Kreditinstitut, das menschliche Entwicklung mit fairen Krediten fördern will. Gemäß Pfr. Dr. Christop Stückelberger, dem jetzigen Präsidenten, einem Schweizer Theologen und Spezialisten für Entwicklungsfragen, wird ECLOF von der Evangeliumsvision inspiriert: „Die Letzten sollen die Ersten sein“. „Jesus Christus ist gekommen, um die Schwachen zu stärken, und diese Vision isnpiriert ECLOF auch heute“, sagte er.

 

In einer Grußbotschaft, die vom Stellvertretenden Generalsekretär Georges Lemopoulos verlesen wurde, hob ÖRK-Generalsekretär Pfr. Dr. Samuel Kobia ECLOFs Zeugnis von einer „Spiritualität der Befähigung zur Selbstbestimmung“ hervor, das im Dienst der Menschenwürde steht. Im September 2006 erkannte der ÖRK-Zentralausschuss ECLOF offiziell als Partnerorganisation an und formalisierte damit eine seit langem bestehende fruchtbare Zusammenarbeit, so Kobia.

 

Seit seiner Gründung im Jahre 1946 hat ECLOF Darlehen in einer Gesamthöhe von über US-$ 100 Millionen an die Bedürftigsten vergeben. Allein 2005 kamen rd. 15 000 Darlehen in einem Gesamtwert von US-$ 22 Millionen schätzungsweise 600 000 Ärmsten der Armen dieser Welt zugute, hauptsächlich in Afrika, Asien und Lateinamerika. Bis zu 3 Millionen Menschen haben bisher von einem ECLOF-Darlehen profitieren können, das arme Gemeinschaften in die Lage versetzt, ihre Lebensbedingungen zu verbessern. ECLOF arbeitet durch 32 Nationale ECLOF-Komitees, die alle die einmalige Partnerschaft fortsetzen, die Kirche, Zivilgesellschaft und wirtschaftliche Akteure zur Veränderung der Lebensbedingungen der Schwächsten in der Gesellschaft eingehen.

 

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