ÖRK bekräftigt Recht auf Kriegsdienstverweigerung
Der ÖRK-Zentralausschuss hat am Dienstag, 1. September, einen Protokollpunkt zum Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen angenommen. Dieser zitiert eine neue ÖRK-Studie, "dass Kirchen an vielen Orten mit Problemen der Kriegsdienstverweigerung konfrontiert sind." Das Recht auf Kriegsdienstverweigerung eröffnet denjenigen, die aus Gewissensgründen den Militärdienst verweigern, die Möglichkeit eines Ersatzdienstes.
Der Protokollpunkt bringt die Unterstützung des ÖRK für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung erneut zum Ausdruck. Die Mitgliedskirchen sind aufgerufen, wo immer möglich "das Recht auf die Weigerung, Waffen zu tragen oder einzusetzen, zu bekräftigen." Sie werden ermutigt, das Thema gegenüber Regierungen und Militärorganisationen zur Sprache zu bringen, sich mit verwandten Fragen - etwa der Verwendung von Steuergeldern für Militärausgaben oder mit Alternativen zum Militärdienst - auseinanderzusetzen und für Frieden zu beten.
Voller Wortlaut des Protokollpunkts
Studie zur Kriegsdienstverweigerung, Genf, 2009 (auf Englisch)
Nachricht vom 13. Mai 2009: Kriegsdienstverweigerung: Fortschritte, aber weiterhin Probleme

