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Wer für die Einheit ist, muss Jesu Worte leben, sagt neue Fokolar-Präsidentin

9.03.09

Dr. Maria Emmaus Voce

Während ihres ersten Besuchs im Ökumenischen Zentrum in Genf lud die Präsidentin der Fokolar-Bewegung, Dr. Maria Emmaus Voce, die Mitarbeitenden des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) und anderer ökumenischer Organisationen ein, die Worte Jesu zu leben, "damit sie uns die Einheit bringen, die Zeugnis von Gott in der Welt ablegt".

 

 

Voce wurde im vergangenen Juli zur Präsidentin der Fokolar-Bewegung gewählt, nachdem deren Gründerin Chiara Lubich am 14. März 2008 verstorben war. Sie hat Erfahrung im ökumenischen Dialog, insbesondere mit den orthodoxen Kirchen, wie auch im christlich-muslimischen Dialog. Voce hat eng mit Lubich zusammengearbeitet, die ihr den Namen "Emmaus" gab.

 

Die Fokolar-Bewegung zählt mehr als zwei Millionen Mitglieder in 182 Ländern. Sie ist in der Tradition der römisch-katholischen Kirche verankert, doch gehören ihr auch Personen aus einem breiten Spektrum von Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften an. Seit kurzem haben sich auch Muslime, Juden, Buddhisten, Hindus, Taoisten und Personen ohne religiöse Bindung der Bewegung angeschlossen.

 

In ihrer Ansprache vor den Mitarbeitenden im Ökumenischen Zentrum sagte Voce am 9. März, sie sei glücklich über diesen persönlichen Besuch im ÖRK, mit dem die Fokolar-Bewegung Freundschaft und eine gemeinsame Passion für die christliche Einheit verbänden, die im Beten und Handeln zum Ausdruck komme.

 

Der ÖRK-Generalsekretär, Pfarrer Dr. Samuel Kobia, erinnerte in seiner Begrüßungsansprache an seine Begegnungen mit Chiara Lubich, die dem Sitz des ÖRK in Genf drei Besuche abgestattet hatte. "Ich bin sicher, dass Chiaras Charisma uns weiter inspirieren wird, wie ich auch glaube, dass sie für immer bei Ihnen und der Bewegung sein wird, die sie gegründet hat. Und so möchte ich Ihnen versichern, dass wir Sie in demselben Geist der gegenseitigen Liebe willkommen heißen", sagte Kobia.

 

Zum Programm des Besuchs am 8. und 9. März gehörten auch Gespräche mit Vertretern und Vertreterinnen von Schweizer Kirchen, des Reformierten Weltbundes, der Konferenz Europäischer Kirchen, des Lutherischen Weltbundes und des Christlichen Studentenweltbundes sowie ein Besuch im Ökumenischen Institut des ÖRK in Bossey.