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19.06.08 09:46

Jesus im Cyberspace

 

Kirche in Second Life. Bild: Dean Terry

In Zeiten, in denen sich das Internet zum sozialen Netzwerk entwickelt, in dem Personen und Institutionen sich via Text, Bildern und Ton austauschen, stehen Kirchen neuen Möglichkeiten und Herausforderungen gegenüber. Auf der 13. Europäischen Christlichen Internetkonferenz in Lyon (Frankreich) vom 13. bis 17. Juni trafen sich Teilnehmende aus allen Teilen des Kontinents von Island bis Rumänien, um darüber zu diskutieren, wie die Kirchen "Jesus in den Cyberspace folgen" könnten, wie es eine der Hauptrednerinnen ausdrückte.


Die vorgestellten Projekte reichten von einer interaktiven virtuellen Kirche für finnische Kinder bis hin zu einem schweizerischen Seelsorgedienst via E-Mail und SMS. Zum ersten Mal war auch eine Kooperation dabei, die auf einer Europäischen Christlichen Internetkonferenz entstanden ist. Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK), die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern haben sich zusammengetan, um christliche Inhalte flexibler und auf integrierte Weise zu verbreiten. Das Projekt basiert auf der neuen "semantischen" Internettechnologie, die laut dem "Erfinder des World Wide Web" Tim Berners-Lee das wichtigste Element für das Internet der Zukunft darstellt.

 

"Das semantische Web bietet den Kirchen die Möglichkeit, Kräfte zu bündeln und Verbindendes aufzuzeigen. Unser Traum besteht darin, Materialien wie den ökumenischen Fürbittkalender anderen Internetseiten auf einfache und clevere Weise zugänglich zu machen", sagt Olivier Schopfer, Webmaster des ÖRK. "Wir wollen den Kirchen helfen, ihre besten Inhalte anderen christlichen Websites zur Verfügung zu stellen. Dadurch wird die ökumenische Gemeinschaft im virtuellen Raum besser sichtbar, so wie es auch in der realen Welt sein sollte".

 

Mehr zur Europäischen Christlichen Internetkonferenz (auf Englisch)

 

Web-Büro des ÖRK