Heilsarmee und Afrikanische Unabhängige Kirchen auf Forum für bilaterale Dialoge begrüßt
Weltweite christliche Gemeinschaften sowie die Kommission für Glauben und Kirchenverfassung des Ökumenischen Rates der Kirchen haben Vertreter/innen zum Neunten Forum für bilaterale Dialoge entsandt, um Informationen über zwischenkirchliche bilaterale Konsultationen der jüngeren Zeit auszutauschen und über die Vision von der Einheit nachzudenken, die in ihren ökumenischen Texten zum Ausdruck kommt.
Zum ersten Mal nahmen an dem Forum für bilaterale Dialoge, das vom 10.-15. März in Breklum (Deutschland) tagte, Vertreter der Heilsarmee und der Afrikanischen Unabhängigen Kirchen teil. Zu den anderen weltweiten christlichen Gemeinschaften (CWCs), die in Breklum vertreten waren, gehörten: römische Katholiken, Lutheraner, Anglikaner, Methodisten, Reformierte, Jünger Christi, Baptisten, Altkatholiken, Östlich-Orthodoxe und vereinigte und sich vereinigende Kirchen.
Das Forum nahm Berichte über die verschiedenen bilateralen Dialoge entgegen und beschäftigte sich vor allem mit der Frage, welches Verständnis von christlicher Einheit ihnen zugrunde liegt. In einer Erklärung, die auf dem Forum angenommen wurde, stellten die Teilnehmenden fest, dass die Kirchen ein gemeinsames Verständnis vom langfristigen Ziel der christlichen Einheit haben, identifizierten jedoch unterschiedliche kurzfristige Ziele auf dem Weg zur Verwirklichung dieser Einheit.
In der Erklärung werden die CWCs aufgerufen, insbesondere im Hinblick auf ihre bilateralen Dialoge in aller Welt die unmittelbaren Ziele klar zu formulieren, die sie zur Verwirklichung ihrer Vision von der Einheit, die Christus für seine Kirche will, anstreben. Partner, die an mehreren bilateralen Dialogen beteiligt sind, werden ersucht, die Ergebnisse dieser verschiedenen Gespräche im Blick zu haben.
Ferner wird in der Erklärung auch eine gezieltere Auswertung und offizielle Rezeption von Erklärungen gefordert, die im Rahmen der bilateralen Dialoge angenommen worden sind. Eine solche Rezeption wird es den Kirchen ermöglichen, die versöhnenden und verwandelnden Einsichten der bilateralen und multilateralen Dialoge für sich nutzbar zu machen und die Implikationen, die diese Einsichten für ihre wechselseitigen Beziehungen haben, zu erkennen und konkrete Maßnahmen zu ergreifen.
Die Nordelbische Lutherische Kirche und das Christian Jensen Kolleg in Breklum waren Gastgeber des Forums, das es den Teilnehmenden auch ermöglichte, in den umliegenden Gemeinden Zeugnis von ihrem ökumenischen Engagement abzulegen.
Download der Erklärung, die auf dem Forum für bilaterale Dialoge angenommen wurde (pdf 78 kB)



